
UK: Überwachung total?
Noch vor Gefängnissen, Universitäten oder religiösen Einrichtungen wurde im Bericht das Internet an erster Stelle genannt, wenn es darum geht, dass Extremismus und Terrorismus in der Gesellschaft geschürt werden. Man kam zur Ansicht, das Internet sei in den meisten, wenn nicht in allen Fällen die Quelle von Radikalisierung und ein Ort, wo sich Sympathisanten einer staatsfeindlichen Ideologie austauschen. Die Tatsache, dass das Web noch nicht von staatlichen Stellen reguliert wird, soll kurz gefasst seine Gefährlichkeit ausmachen. Einige Abgeordnete fordern von der Regierung Großbritanniens, man solle einen verbindlichen Leitfaden entwerfen, der die Löschung von Inhalten und Materialen regelt. Jegliche Internet-Dienstleister sollen dabei statt der Behörden proaktiv ihren eigenen Bereich und somit ihre Nutzer überwachen.
Unklarheit herrscht laut dem Sicherheitsexperten Peter Neumann darüber, warum radikal islamische oder rechtsextreme Inhalte nicht so schnell von YouTube oder Facebook entfernt werden wie pornographische oder urheberrechtlich geschützte Inhalte. Dieser zeitliche Unterschied bei der Bearbeitung sei nicht nachzuvollziehen. Angeblich gehe es nicht um Zensur, weil soziale Netzwerke und andere Angebote im Internet seit jeher ihre eigenen Regeln hätten, an die sich die Nutzer halten müssen. Ein wenig mehr rechtlicher Druck würde zumindest die großen Anbieter zur Zusammenarbeit bewegen, glaubt Neumann, der vor dem Ausschuss sprechen durfte.
Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hingegen kann nicht verstehen, warum Internet-Dienstleister in Großbritannien die Rolle eines Zuarbeiters für die Strafverfolgung und den Verfassungsschutz einnehmen sollen. Zudem ist fraglich, warum derartige Unternehmen darüber entscheiden sollen, welche Inhalte dazu dienen könnten, gewalttätigen Extremismus in einem Staat zu fördern. Gegner der geplanten Zensur sprechen davon, die privatwirtschaftlichen Unternehmen sollen gleichzeitig die Rolle des Richters, der Jury und des Henkers einnehmen. Andere Kritiker sprechen von einer massiven Gefährdung der politischen und religiösen Redefreiheit.
Bild-Quellen: Alexandre Leduc
Text-Quellen: unwatched.org
Lars Sobiraj am Dienstag, 21.02.2012 11:35 Uhr
wird in einem Bericht des Innenausschusses des britischen Parlaments behauptet, das Internet sei der Ort, an dem die meisten radikalen Meinungen verbreitet werden. ... Man kam zur Ansicht, das Internet sei in den meisten, wenn nicht in allen Fällen die Quelle von Radikalisierung un ...
@Yulassetar: Der Grund für den Vorstoß dürfte in erster Linie die Angst vor einem Kontrollverlust sein. Ob noch mehr Überwachung und Kontrolle aber der richtige Weg ist? Ich mag es bezweifeln. Stimmt schon. Aber wovor haben die denn Angst? Die Kontrolle haben dies ...
Großbritannien: Provider sollen für die Behörden das Internet überwachen und genau deswegen radikalisiert sich das internet und genau deswegen gehen die menschen auf die straße und genau deswegen greifen div. gruppen deren server an und und und... und zum glück ...
@Yulassetar: Der Grund für den Vorstoß dürfte in erster Linie die Angst vor einem Kontrollverlust sein. Ob noch mehr Überwachung und Kontrolle aber der richtige Weg ist? Ich mag es bezweifeln. ...
Hart, oder? Da muss ich jetzt nur noch ins Gefängnis kommen, um Bin Laden um Längen zu schlagen. Wobei, ich bin im Internet unterwegs, auf einer Universität - beides hat er nicht geschafft. Ich bin also schlimmer als Bin Laden! Ich phöser Phurche! Yep, chle ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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