
Überwachungskamera (Symbolbild)
Der Vorfall fand am ersten Februar statt. Im Audimax der Universität Rostock schrieben 118 Studenten ihre Grundklausur "Mathematik I". Um Prüfungsbetrug zu verhindern aktivierte Professor Kurt Frischmuth zwei Videokameras, die die Studenten filmten und die Bilder auf eine Leinwand im Hörsaal projizierten.
Laut eigenen Angaben war das nicht das erste Mal, dass er Studenten während Prüfungen filmte. Bisher habe sich allerdings noch niemand darüber beschwert, so der Professor. Trotzdem verkündete er: "Das war ein Fehler". Die "Schweriner Volkszeitung" hatte zuvor über die Aktion des Professors berichtet.
Beschwert hatte sich in diesem Fall aber eine Studentin. In einem Brief an die Universität teilte sie mit, dass sie sich durch Piep-Geräusche der Kameras nur schlecht habe konzentrieren können. Über Überwachung habe sie sich allerdings nicht beschwert.
Auf die Frage, warum er die Studenten denn überhaupt habe filmen müssen verkündete Frischmuth, es sei "bequemer", im Sitzen per Leinwand zu kontrollieren. Man habe lediglich die Studenten von Mogelversuchen abhalten wollen, herumliegende Stromkabel von Laptops hätten einen Kontrollgang allerdings erschwert. Wohl deshalb hat man sich für diese unkonventionelle Kontrollmethode entschieden.
Der Professor erklärte allerdings, er sei sich vor der Prüfung nicht im klaren gewesen, dass ein Einsatz von Kameras gegen die Bestimmungen der Universität sei. Universitäts-Sprecher Ulrich Vetter erklärt dazu: "Die Überwachung mittels Videotechnik ist an der Universität Rostock grundsätzlich verboten". Es gebe hierbei einen "eindeutigen Fall von Missbrauch". Professor Frischmuth hingegen hat nicht mehr vor, die Videoüberwachung zu wiederholen. Er werde stattdessen wohl in Zukunft wieder mehr laufen, was aber auch nicht schaden könne.
Text-Quellen: spiegel.de
Robert Clausen am Montag, 20.02.2012 22:32 Uhr
Bei uns sind in den großen Hörsäalen auch Kameras installiert und es steht extra drunter, dass die nicht zur Überwachung angebracht sind, sondern für Videokonferenzen ect, denke mal das wird dort ähnlich sein. Und Laptops bei der Klausur, das wärs ja noch. Das Ar ...
Also ehrlich gesagt wäre es mir ziemlich wurst, wenn ich beim Schreiben einer Klausur gefilmt würde, selbst wenn das Ganze dann gespeichert würde (wozu auch immer das wiederrum gut sein sollte)... Ich meine, mal ehrlich, es gibt viele Situationen wo Überwachung unangebracht ...
Klar, ich bin es ja schließlich auch, der sich dumm wie zwei Pfund Butter anstellt. Schaug, dass'd zuawi kimmst! Da, dein Fisch: ...
Ich frage mich aber auch , ob viele junge Menschen schon so abgestumpft sind, dass sie eine solche Überwachung einfach so hinnehmen. Im Zeitalter von Facebook, Google usw. und mit entsprechenden Programmen kann wohl in Zukunft fast jeder Mensch kontrolliert werden. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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