
Rapidshare (Logo)
Im Download-Client JDownloader erscheint bei kostenlosen Transfers momentan eine Nachricht, die die Nutzer darüber aufklärt, dass der Anbieter die Geschwindigkeit auf 30 kb/s reduziert hat. Einmal unterbrochene Downloads kann man jetzt nicht mehr zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen, was die Attraktivität des Angebots für die Free User weiter begrenzen dürfte. Auch sollen nun künstliche Pausen beim Transfer eingebaut worden sein, um den Vorgang noch komplizierter zu gestalten. Die Bezahlkunden sind von den neuen Barrieren nicht betroffen. Sie können weiterhin barrierefrei und mit den herkömmlichen Übertragungsraten auf alle Daten des Schweizer Filehosters zugreifen.
Auf der Facebook-Seite des Anbieters wurde die Transfer-Bremse bereits bestätigt. Es sei zu einer Zunahme von nicht weiter erläuterten Missbräuchen gekommen, weswegen man sich zu dieser Maßnahme gezwungen sah. Die mehr als 100 Kommentare der Anwender fallen entsprechend negativ aus. Manche Besucher bemängeln, sogar Transfers via BitTorrent seien jetzt schneller als kostenlose Downloads von den Servern des Sharehosters. Ein anderer Kommentator versucht über den Schweizer Filehoster legale Dateien anzubieten. Er ist über das erschwerte Angebot seiner Archive wenig erfreut. Wieder andere mutmaßen sogar, die Maßnahme diene lediglich der Kundengewinnung und Gewinnmaximierung des Unternehmens.
Allen Kritikern sollte aber klar sein, dass die Nutzung von Download-Clients es dem Anbieter erschwert, Werbeeinnahmen durch seine Besucher zu erzielen. Bereits am 26. Januar gab man via Facebook bekannt, dass die Schließung von Megaupload einen erheblichen Zuwachs an Traffic mit sich brachte. Durch die exzessive Nutzung des kostenlosen Angebots entstehen RapidShare natürlich sehr hohe Kosten, die man offenbar mit dieser drakonisch anmutenden Maßnahme zu begrenzen versucht.
BastiB, ein User des g:b, fasste die Problematik gestern höchst passend zusammen: „Wenn du vor der Uni gratis eine FAZ in die Hand gedrückt bekommst, kannst du dich ja auch nicht darüber aufregen, dass beispielsweise der Wirtschaftsteil in der Gratis-Ausgabe nicht enthalten ist.“ Eine Presseanfrage wurde heute früh an das Unternehmen verschickt. Wir werden unverzüglich ein Update veröffentlichen, sollten wir eine Antwort von der PR-Abteilung von RapidShare erhalten.
Update vom 20.02.2012:
Auf unsere Anfrage vom 18. Februar erhielten wir just in diesem Moment eine Antwort von Frau Zwingli, der Geschäftsführerin von RapidShare, zur freien Verwendung:
"Sie haben in Ihrem inzwischen erschienenen Artikel korrekt festgestellt, dass wir mit dieser Massnahme einen Teil der Nutzer von RapidShare fernhalten möchten und insbesondere die Verwendung von Downloadmanagern durch Free-User nicht vorgesehen ist. Nicht korrekt ist allerdings, dass es dabei um Werbeeinnahmen geht. RapidShare ist im Gegensatz zu praktisch jedem anderen Hoster komplett werbefrei.
Nach der Schliessung von Megaupload und den Reaktionen einiger anderer Filehoster suchen sich deren ehemaligen Nutzer neue Dienste. Leider handelt es sich bei dem dadurch entstandenen Zustrom von Nutzern zu einem sehr grossen Teil um solche, die illegalen Aktivitäten nachgehen, insbesondere Urheberrechtsverletzungen. Obwohl unser Anti-Abuse-Team sich verstärkt diesen neu hinzugekommenen Nutzern widmet, ist es uns nicht so schnell wie erwünscht gelungen, den Anstieg der illegalen Nutzung zu stoppen. Deshalb haben wir uns zu dieser drastischen Massnahme entschieden. Dass diese wirksam ist, zeigt das bisherige Feedback in einschlägigen Foren, wo bereits nach neuen Alternativen gesucht wird.
Wie Sie aber ebenfalls festgestellt haben, sind auch viele derjenigen Kunden betroffen, die RapidShare ausschliesslich zu legalen Zwecken nutzen. Es war uns leider nicht möglich, diese von vornherein von der Einschränkung auszuschliessen, doch wir arbeiten an einer Lösung. Informationen dazu folgen auf unserer Facebook-Seite.
Grundsätzlich halten wir es für falsch, technische Dienste für alle einzuschränken, nur weil sie von einzelnen missbräuchlich verwendet werden können. Dass wir in diesem Fall von diesem Standpunkt abweichen, ist nur dadurch legitimiert, dass jede Alternative kurz- oder langfristig ebenfalls alle Kunden betroffen hätte. Wenn es uns wie erwartet gelingt, den Missbrauch einzudämmen, können wir uns wieder voll darauf konzentrieren, ein technisch hervorragendes Produkt anzubieten."
Text-Quellen: RS @ Facebook g:b winfuture
Lars Sobiraj am Montag, 20.02.2012 14:35 Uhr
hab ihr schonmal überlegt das rapidshare die links der anderen hoster abused damit deren links online sind wer weis das schon sieht so aus warum sind dann deren links online merkwürdig oder :rolleyes: ...
Dummerweise löscht Rapidshare schneller als jeder andere Hoster. Heute etwas Neues bei serienjunkies gelistet, morgen von RS gelöscht. Wie kommst du denn auf das schmale Brett? Bisher waren noch alle Files, die ich von Serienjunkies haben wollte, bei RS online - ...
das schöne ist ja, dass es nicht einmal "illegal" sein muss, um es löschen zu lassen ;) ...
Dummerweise löscht Rapidshare schneller als jeder andere Hoster. Blödsinn. JEDER Hoster muß reagieren wenn Daten als illegal gemeldet werden. ich kenne X Uploads die überall down sind, nur auf RS nicht. Reines Glücksspiel wer da gerade vorm PC sitzt und sich ...
Word! Das machen verständlicherweise fast alle Filehoster. Aber hauptsache ne neue News :unknown: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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