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Keine Rehabilitation für Alan Turing

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Eine von 21.000 Menschen unterzeichnete Petition, den Informatik-Pionier Alan Turing posthum zu rehabilitieren, wurde von der britischen Regierung abgelehnt. Turing, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, wurde im Jahr 1952 aufgrund seiner Homosexualität wegen "schwerer Unzucht" verurteilt.

Turing erwarb sich große Verdienste im Bereich der theoretischen Informatik und formulierte zahlreiche Grundsätze, die noch heute gelten. Außerdem trug er maßgeblich zur Entschlüsselung der deutschen Enigma-Funksprüche bei und leistete so einen Beitrag zum letztendlichen Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Nach dem Krieg war Turing allerdings aufgrund der Tatsache, dass er schwul war, schwerer Repression ausgesetzt und wurde 1952 schließlich verurteilt. Er wurde durch Widerruf seiner Sicherheitseinstufung bei seiner Arbeit behindert und musste sich medizinischen Maßnahmen unterziehen, die schwere Nebenwirkungen hatten. All dies trieb ihn 1954 in den Selbstmord.

Die britische Regierung hatte sich auf eine frühere Petition hin im Jahr 2009 bereits offiziell für ihr Verhalten gegenüber Turing entschuldigt. Die nun eingereichte Petition, das damalige Urteil zu widerrufen, wurde jedoch abgelehnt. Zur Begründung hieß es, Turing sei in einem ordentlichen Verfahren einer Handlung verurteilt worden, die nach damaligem Recht eine Straftat gewesen sei. "Er musste wissen, dass sein Vergehen gegen das Gesetz war und dass er angeklagt werden würde," so ein Sprecher des "House of Lords", einer der Kammern des britischen Parlaments. Es sei "tragisch", dass Turing wegen einer Straftat verurteilt worden sei, die heute "sowohl grausam als auch absurd" erscheine, eine Tragik, die durch Turings Verdienste im zweiten Weltkrieg noch deutlicher hervor trete, so der Sprecher weiter. Dennoch hätten die damaligen Gesetze eine Strafverfolgung verlangt und daher sei es seit langem gängige Praxis, "zu akzeptieren, dass solche Verurteilungen stattfanden und statt zu versuchen, den historischen Kontext zu verändern und wieder gut zu machen, was nicht wieder gut gemacht werden kann, sicherzustellen, dass wir niemals wieder zu diesen Zeiten zurückkehren". 

Text-Quellen: I Programmer

Annika Kremer (g+) am Montag, 06.02.2012 20:17 Uhr

Tags: großbritannien alan turing informatik geschichte

 
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14 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Inferno333 am 07.02.2012 19:57:57

    Hans Filbinger hat ja auch damals gesagt: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein." ...

  • Annika_Kremer am 07.02.2012 17:11:42

    Leute, so interessant das Thema auch ist, hier geht es nicht um die Sowjetunion. Bleibt bitte beim Thema beziehungsweise kehrt zu diesem zurück. ...

  • chunic am 07.02.2012 16:59:06

    UdSSR - faschistisch ? Ich glaube du solltest dich erst mal informieren bevor du so eine scheisse schreibst. Die UdSSR mag vieles gewesen sein aber ganz sicher nicht faschistisch. Seltsam ist es aber schon hier solche vergleiche zu finden aber bei themen wie zb ACTA - da sagen ...

  • Shodan_v2-3 am 07.02.2012 13:21:57

    UdSSR - faschistisch ? Ich glaube du solltest dich erst mal informieren bevor du so eine scheisse schreibst. http://s.gullipics.com/image/f/u/q/hq2x3b-j1haaj-v1mv/img.jpeg On Topic: Die spinnen doch die Britten.. statt da uralte Unrechtsurteile aufheben zu ...

  • Annika_Kremer am 07.02.2012 13:15:40

    Diskutiert ACTA bitte im entsprechenden Thread. Hier geht es um Alan Turing und ich möchte nicht schon wieder bergeweise OT. ...

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