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BTjunkie: Populäres Filesharing-Portal gibt auf

Goodbye BTjunkie !

Goodbye BTjunkie !

Das BitTorrent-Portal BTjunkie zog heute aus Angst vor Klagen den Stecker. Eines der ältesten und größten BitTorrent-Portale ist somit Geschichte. Die Nutzer werden sich wie üblich auf die Webseiten der Konkurrenz verteilen. Offenbar fühlt man sich im Graubereich durch die Verurteilung der Pirate Bay-Betreiber in letzter Instanz und das harte Vorgehen gegen MegaUpload zunehmend verunsichert.

BTjunkie wurde bereits im Jahr 2005 gegründet. Der Macher schreibt auf seiner Seite, die Entscheidung, die Seite nun zu schließen, sei ihm nicht leicht gefallen. Das Team habe für das Recht der Nutzer auf freie Kommunikation gekämpft, doch jetzt sei es an der Zeit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Die Webcrawler des Portals gingen auch bei der Konkurrenz auf die Suche, um deren Torrent-Dateien der eigenen Datenbank hinzuzufügen. Um die vier Millionen aktive Torrent-Dateien wurden angeboten, täglich kamen etwa 4.200 neue dazu. Nachdem Google die Suchergebnisse nach einer DMCA-Anfrage filterte, fiel BTjunkie im weltweiten Vergleich mit den anderen Anbietern von einer Spitzenposition auf das Mittelfeld zurück. Bis zur Schließung wurden private als auch öffentliche BitTorrent-Tracker angeboten.

Um zu vermeiden, dass der Betreiber mit Klagen überzogen wird, gab das Filesharing-Portal heute freiwillig auf. Die Verfahren gegen The Pirate Bay und MegaUpload spielten nach Aussage des Gründers dabei eine entscheidende Rolle. Er glaubt aber, die Auseinandersetzung zwischen Rechteinhabern und Filesharern sei noch lange nicht vorüber. 

Hintergrund: Letzte Woche  bestätigte Schwedens Oberster Gerichtshof die zuvor ausgesprochenen Haft- und Geldstrafen gegen die Pirate-Bay-Gründer Frederik Neij und Peter Sunde sowie ihren Unterstützer Carl Lundström. Auch der Antrag auf Freilassung des MegaUpload-Chefs Kim Schmitz gegen Zahlung einer Kaution wurde Ende letzte Woche vom zuständigen Berufungsgericht abgelehnt. Die GVU verlangt sogar, sämtliche One-Click-Hoster seien - unabhängig davon, ob die gemeldeten Raubkopien zeitnah entfernt werden oder nicht - grundsätzlich für alle Dateien haftbar zu machen, die bei ihnen hochgeladen werden (gulli:News berichtete).

Wie dem auch sei. Mit der Zeit scheint die harte Gangart der Justiz zunehmend ihre Wirkung zu entfalten. Dennoch sollten sich die Rechteinhaber nicht zu früh auf ein vorzeitiges Ende des freien Austauschs ihrer Werke freuen. Der Graubereich hat sich stets durch seine extreme Anpassungsfähigkeit und Flexibilität ausgezeichnet. Die Auseinandersetzung ist demnach noch lange nicht ausgefochten.

Bild-Quellen: btjunkie.org

Text-Quellen: Wikipedia TorrentFreak

Lars Sobiraj (g+) am Montag, 06.02.2012 11:15 Uhr

Tags: megaupload the pirate bay btjunkie kim schmitz

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vgwort
 
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15 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Tourgott am 07.02.2012 06:52:33

    Akzeptiert. Ich vergaß, dass man seine Beiträge hier seit geraumer Zeit mit "Sarkasmus"-, "Vorsicht, Witz"- oder "Achtung, eventuell politisch anstößig"-Schildern versehen muss... ...

  • thegreenvirus am 07.02.2012 01:00:57

    Immer wieder faszinierend. Einer trollt rum, vier Leute reagieren auf das wirklich sinnfreie Posting. Das ist doch mehr oder weniger der Sinn eines Forums. Wenn jeder selbst googlen würde anstatt Threads zu erstellen und niemand mehr herum trollen würde, dann hätten w ...

  • MrRevil am 06.02.2012 21:08:31

    Du willst doch nicht ernsthaft BitTorrent als geeigneten Vertriebsweg für Warez hinstellen? NÖ, ich sage das, was ich geschrieben habe. ...

  • BioExorzist am 06.02.2012 19:12:03

    BitTorrent ist ja auch schon lange nicht mehr Zeitgemäß! Verwunderlich, dass es überhaupt noch Verwendung findet... ...

  • RightRound am 06.02.2012 17:46:22

    Da ist es nicht verwunderlich, dass er versucht einen Verbreitungsweg schlecht zu machen. Du willst doch nicht ernsthaft BitTorrent als geeigneten Vertriebsweg für Warez hinstellen? Da haben OCHs schon ihren Sinn bezüglich der Sicherheit (die auch noch trotz dem Bust ...

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