
Island (Flagge)
Mitglied der Fraktion ist auch die ehemalige WikiLeaks-Unterstützerin Birgitta Jonsdottir. Sie veröffentlicht in ihrem Blog den Brief der Parlamentarier an das Nobelpreis-Kommittee, in dem die Gründe für die Nominierung dargelegt werden.
In dem Brief heißt es, die von Manning mutmaßlich geleakten Dokumente hätten "eine lange Geschichte von Korruption, Kriegsverbrechen und Imperialismus der Vereinigten Staaten in internationalen Beziehungen" aufgezeigt. Das Bekanntwerden dieses Fehlverhaltens hätte in aller Welt "demokratische Aufstände" hervorgerufen, darunter die Demonstrationen des sogenannten arabischen Frühlings. Auch die Entscheidung der USA, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen, sei von den Leaks beeinflusst gewesen. Außerdem seien durch die Leaks Korruption und lobbyistische politische Einflussnahme großer Unternehmen öffentlich geworden.
Auch auf die harten, von der UN kritisierten Haftbedingungen, denen Manning in der Untersuchungshaft teilweise ausgesetzt war, macht der Brief aufmerksam.
Außerdem schreiben die Aktivisten: "Die Dokumente, die WikiLeaks öffentlich gemacht hat, hätten dem aufmerksamen Blick der Öffentlichkeit nie entzogen werden dürfen. Die Enthüllungen […] haben geholfen, eine weltweite Diskussion über die Militäreinsätze der USA in Übersee, zivile Opfer von Kriegen, imperialistische Manipulationen und Einsatzregeln [des Militärs] anzustoßen. Die Bürger der Welt stehen tief in der Schuld des WikiLeaks-Whistleblowers dafür, dass er Licht in diese Angelegenheiten gebracht hat."
Es wird sich zeigen, ob diese Argumentation das Nobelpreis-Kommittee wird überzeugen können. Bekanntermaßen spielen bei der Vergabe des Friedensnobelpreises nicht nur die tatsächlichen Verdienste der Kandidaten, sondern auch politische Erwägungen eine maßgebliche Rolle. Die Geste jedoch, Manning zu nominieren und ihm so Dankbarkeit und Anerkennung auszudrücken, dürfte bei den Unterstützern des mutmaßlichen Whistleblowers durchaus Anklang finden.
Annika Kremer am Sonntag, 05.02.2012 02:00 Uhr
Da könnte man fast glauben, es gäbe Interesse, den FNP wieder seriös zu machen. ...
Sympathische Aktion! Dem kann ich nur zustimmen:T ...
Ich habe hier ein sehr starkes Bedürfnis hier einfach nur zuzustimmen. -> *zustimm* ...
ich warte ja noch immer auf den Physik-Nobelpreis für den Papst, damit endlich die Anstrenungen der Kirche in diesen Bereich anerkannt werden. ...
Durch die Verleihung an Obama, bevor der überhaupt sein Amt richtig begonnen hatte, hat der FNP in der Tat jede Ernstnehmbarkeit verloren. Sollte ein mutmaßlicher, bzw. dann wahrscheinlich verurteilter Kriegsverbrecher damit ausgezeichnet werden, wäre das also kaum ein zusätzlicher Nachteil dess ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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