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Brite hat nach Twitter-Scherzen Ärger mit dem US-Heimatschutz

Twitter (Logo)

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Wer in die USA reisen will, sollte davon absehen, auf sozialen Netzwerken Witze darüber zu machen, die als Bedrohung der nationalen Sicherheit ausgelegt werden könnte. Diese Erfahrung musste der Brite Leigh Van Bryan machen, der bei seiner USA-Reise vom Heimatschutz-Ministerium festgesetzt, befragt und schließlich des Landes verwiesen wurde.

Van Bryan, der mit einer Freundin in die USA reiste, hatte zuvor auf Twitter Witze über seine bevorstehende Reise gemacht, die man als subversiv auslegen könnte. Er hatte getwittert, er werde "Amerika zerstören" und "versuchen, Marilyn Monroe auszugraben" (letzteres ist angeblich ein Zitat aus der TV-Serie "Family Guy"). Ein harmloser, allenfalls geschmackloser Scherz? Das sah das US-Heimatschutzministerium offenbar anders - trotz der Tatsache, dass in Großbritannien der Ausdruck "to destroy something" bekanntermaßen auch für eine besonders wilde Party genutzt werden kann.

Als Van Bryan und seine Bekannte Emily Bunting am Flughafen von Los Angeles ankamen, wurden sie von Beamten des Heimatschutz-Ministeriums direkt festgesetzt und fünf Stunden lang befragt. Anschließend seien sie mit Handschellen gefesselt, in einen Van mit illegalen Immigranten verfrachtet über Nacht ins Gefängnis gesperrt worden. Zwölf Stunden später ließ man die beiden frei und setzte sie in ein Flugzeug zurück nach Hause.

Van Bryan erzählte gegenüber dem britischen Boulevard-Blatt "The Sun", er habe das Gefühl gehabt, von den Beamten "wie ein Terrorist" behandelt zu werden. Er habe versucht, zu erklären, dass sein Tweet falsch verstanden worden sei. Die Beamten hätten ihm daraufhin aber lediglich gesagt, er habe "mit diesem Tweet wirklich Scheiße gebaut". Die Beamten nahmen die Tweets offenbar so wörtlich, dass sie im Gepäck der beiden nach einem Spaten suchten, der für das Ausgraben von Marilyn Monroe - beziehungsweise die Verwüstung ihres Grabes - hätte verwendet werden können.

Trotz der äußerst schrägen Details dieses Falles hat die Angelegenheit einen ernsten Hintergrund. Es ist bekannt, dass gerade die US-Behörden seit Jahren Social-Media-Dienste auf bedrohliche Aktivitäten hin überwachen. Dabei kann es offenbar, entsprechend mangelndes Urteilsvermögen der zuständigen Beamten vorausgesetzt, auch zu Überreaktionen wie der vorliegenden kommen. Für die Nutzer derartiger Dienste ist dies kein angenehmes Gefühl - sie müssen sich womöglich mehrfach überlegen, ob ihre scherzhaft gemeinten Bemerkungen wirklich so harmlos sind, wie sie in ihren Augen erscheinen. Van Bryan jedenfalls ergriff kürzlich technische Maßnahmen und setzte seine Tweets auf "privat". 

Text-Quellen: The Next Web

Annika Kremer am Dienstag, 31.01.2012 17:04 Uhr

tagsTags: dhs twitter usa heimatschutzministerium

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23 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Debunker am 02.02.2012 08:28:37

    Gute Einstellung :T Vergiss die hier nicht: http://s.gullipics.com/image/b/t/d/hq2x3b-j18onu-00wl/img.jpeg http://www.ebay.de/itm/HD-720P-Kamerabrille-Camcorder-Kamera-Sonnenbrille-Spy-Kamera-4GB-inkl-/160710490639?_trksid=p3284.m263&_trkparms=algo%3DSIC%26its%3DI%26itu%3DUCI%252BIA ...

  • Annika_Kremer am 02.02.2012 00:07:30

    Oh, oh... Wenn die Behörden auch Gulli-Tweets lesen, sollten die Redakteure eine Reise nach USA lieber nicht riskieren. Außer wenn man plant, im Rahmen des investigativen Journalismus eine Reportage "Ami-Knast live" zu schreiben. ;) Vor allem, da ich mit meinem per ...

  • Debunker am 02.02.2012 00:04:59

    haha geile Idee, opfert sich ein Redakteur für die Allgemeinheit? Anwalt im Gepäck nicht vergessen ;) Spenden für das Ticket aufzutreiben wird sicher kein Problem. ...

  • Artesia am 01.02.2012 23:53:22

    Es ist bekannt, dass gerade die US-Behörden seit Jahren Social-Media-Dienste auf bedrohliche Aktivitäten hin überwachen. Oh, oh... Wenn die Behörden auch Gulli-Tweets lesen, sollten die Redakteure eine Reise nach USA lieber nicht riskieren. Außer wenn man p ...

  • Suicicoo am 01.02.2012 21:06:39

    selber schuld - wer macht auch freiwillig urlaub in den usa? ...

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