
Mit Hilfe manipulierter "inline frames" (iFrames) können Besucher der infizierten Website auf jede beliebige andere Website umgeleitet werden. Dies nutzen die Kriminellen nun für ihre Zwecke. Vorreiter dieser Taktik ist eine Cybercrime-Gruppe aus Russland. Sie entwickelte den Code für die versteckten Umleitungen offenbar zunächst für die eigene Nutzung, etwa, um Besucher auf Malware-Downloads umzuleiten. Dann kam den Betrügern jedoch offenbar der Gedanke, dass derartiger Code als Cybercrime-Dienstleistung ein erhebliches Potential haben könnte.
Wer beispielsweise Advertising-Betrug durchführen oder Besucher legitimer Websites auf Malware, Scareware oder gefälschte Viagra-Angebote weiterleiten will, braucht den entsprechenden Code künftig nicht mehr selbst zu erstellen, sondern kann die russische Gruppe dafür bezahlen, Besucher auf seine Seiten umzuleiten. Dies bietet für die Angreifer den offensichtlichen Vorteil, dass keine technischen Kenntnisse mehr für derartige Betrugs-Kampagnen benötigt werden. Bezahlt wird pro 1000 auf eine bestimmte URL weitergeleitete Besucher: 1000 Seitenaufrufe kosten etwa 4 US-Dollar (etwa 3 Euro). Sollen die Besucher aus einer bestimmten geographischen Region kommen, wird es teurer. Ebenso ist es möglich, den manipulierten iFrame von den Betrügern zu beziehen und selbst auf einer beliebigen Seite zu platzieren. Im Gegenzug wollen die Ersteller einen Anteil der erwirtschafteten Profite.
Sicherheitsexperten merken an, dass dieses neue Cybercrime-Geschäftsmodell insbesondere in Kombination mit Botnets erhebliche Profite für die Betrüger generieren kann. Auch Kombinationen mit anderen bekannten Angriffen wie Facebook-Scams oder "Clickjacking" wären möglich.
Text-Quellen: Ars Technica
Annika Kremer am Dienstag, 31.01.2012 13:05 Uhr
Mich würde mal interessieren, ob es strafbar ist solche Dienste in Anspruch zu nehmen. Auf allen möglichen Anzeigenportalen werden Besucher, auch aus favorisierten Ländern, für wenig Geld angeboten. ...
Wie passend, vermutlich ist das genau hier geschehen: http://board.gulli.com/thread/1691821-hack-mehrerer-webauftritte-heute-nacht ...
Internet-Betrüger setzen zunehmend auf eine neue Taktik, um mit den von ihnen durch Angriffe übernommenen Ressourcen zu Geld zu kommen: übernommene Websites werden durch Setzen einer Umleitung zu Quellen für Web-Traffic, der dann an zahlende Kunden geht. [url=http://www.gulli.com/news/17988-int ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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