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Südkorea: Neue Spielzeitbegrenzungen für Minderjährige

MEST (Logo): Plant weitere Einschränkungen für junge Koreaner

MEST (Logo): Plant weitere Einschränkungen für junge Koreaner

Mit neuen Gesetzen möchte man das Suchtrisiko verringern und für eine gesunde Entwicklung der Jugendlichen sorgen. Bereits seit einigen Jahren gibt es in Südkorea, wo der elektronische Sport (kurz eSport) eine große öffentliche Rolle spielt, Gesetze, die minderjährige Spieler zum Beispiel daran hindern, nachts Online-Rollenspiele wie WoW zu spielen.

Erst kürzlich hatte Blizzard für Diablo III eine "adult Only" Freigabe für den koreanischen Markt vom Game Rating Board (GRB) erhalten. Die einzige Einschränkung ist, dass die koreanische Version des Auktionshauses keine Umwandelung von Ingame-Items in echtes Geld ermöglichen soll. Minderjährige Koreaner dürfen Blizzards kommendes Action-RPG demnach jedoch nicht spielen.

Das Ministerium für Bildung, Forschung und Technik (Kurz MEST) plant nun, Online-Spiele für Minderjährige weiter einzurschränken. In Zukunft sollen Minderjährige demnach maximal zwei Stunden am Stück und insgesamt drei Stunden pro Tag spielen. So sieht es zumindest ein neuer Gesetzentwurf des MEST vor. Es komme nicht darauf an, wann gespielt wird, sondern wie lange, so die Begründung des MEST (Ministerium für Bildung, Forschung und Technik). 

Die Spielehersteller zeigen sich genervt. So erklärt ein nicht näher benanntes Mitglied der koreanischen Spieleindustrie auf der Webpräsenz der koreanischen Spielehersteller "this is game", dass die Annahmen des Ministeriums auf unbestätigten Studien beruhen würden, die behaupten, dass längeres Spielen zu einer schlechteren körperlichen und geistigen Entwicklung der Heranwachsenden führen würde. Weiterhin betohnt er, dass es mit den neuen Regelungen dann bereits drei Vorschriften geben würde, die koreanische Spieler einschränken. "Wenn die Spiele-Industrie wirklich das Problem ist, sollte uns die Regierung Richtlinien geben und uns informieren, was wir ändern müssen. Drei vergleichbare Gesetze von verschiedenen Ministerien, die die Spieler einschränken, machen jedenfalls keinen sinn." Weiterhin fordert er, dass die bisherigen Einschränkungen mit dem in Kraft Treten der neuen Regelungen aufgehoben werden, um die dann vorhandene dreifache Regulierung zu vereinfachen.

Zur Zeit gibt es bereits eine sechs Stunden dauernde nächtliche Sperrfrist sowie einen von den Kindern oder deren Eltern zu beantragenden Ban für bestimmte Online-Titel. So können Eltern zum Beispiel einen Ban bei einem MMO beantragen, wenn sie der Meinung sind, der eigene Nachwuchs verbringe zu viel Zeit mit dem Spiel.

 

Text-Quellen: thisisgame

Malte Kremer (g+) am Montag, 30.01.2012 13:28 Uhr

Tags: online-rollenspiel onlinespiele mmorpg

vgwort
 
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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • RightRound am 30.01.2012 22:26:31

    Dafür hast du im Reallife eine bessere Grafik und kannst mehr machen, als in GTA selbst. Man muss nicht arbeiten, um Geld zu verdienen - klauen geht ja auch. Im Spiel aber oftmals nicht. Selbst das alltäglich wohltuende Essen, Saufen und Scheißen gibt's nicht. Im Spiel kostet Sex zudem meistens Geld ...

  • Lectar am 30.01.2012 18:29:54

    Auf's Reallife übertragen machen die Spiele doch mehr Spaß ... man nehme einen Holzspaten und fälle einen Baum wie in Minecraft. Fail. Man spielt höchstwahrscheinlich Spiele da man im Spiel Dinge machen kann, die normal im Reallife nicht gehen. Dazu gehört sogar ...

  • RightRound am 30.01.2012 17:50:55

    Ach wie süß, wie die ganzen Kiddies sich aufregen. Auf's Reallife übertragen machen die Spiele doch mehr Spaß ... man nehme einen Holzspaten und fälle einen Baum wie in Minecraft. Spielzeit sogar unendlich. ...

  • star-bird am 30.01.2012 14:43:24

    Ach man will für eine gesunde Entwicklung sorgen... Mit Entzug??? Oo Aber irgendwas muss doch in den gesellschaftlichen Strukturen dort falsch laufen. Zumindest sagt der gesunde Menschenverstand, dass es sonst nicht zu Exzessen kommen würde. ...

  • Lobo0202 am 30.01.2012 14:08:38

    was mich eher interessiert, ist, wie man solche spiele in einem gesetzestext überhaupt eingrenzen kann. auch schach kann süchtig machen. oder der koreanische volkssport baduk. ...

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