
Screenshot eines Videos der Auseinandersetzungen bei Occupy Oakland
Das Occupy-Protestcamp in Oakland war bereits im November von der Polizei geräumt worden (gulli:News berichtete). Damit wollten sich aber offenbar einige Aktivisten nach einer längeren Periode weitgehender Inaktivität nicht länger abfinden, so dass der gestrige Samstag zum Tag der heftigsten Proteste seit der Räumung wurde. Zuvor hatten die Besetzer angekündigt, sie wollten ein leer stehendes Gebäude besetzen und in ein Versammlungszentrum und einen Ort für politischen Aktivismus umwandeln. Außerdem hatten sie angedroht, den Hafen zu blockieren, den Flughafen zu besetzen und das Rathaus zu übernehmen. Die Kommunal-Regierung erklärte hierzu, man werde sich nicht "von Drohungen von Gewalt oder illegaler Aktivität einschüchtern" lassen.
Gestern Morgen (Ortszeit) begannen sich zahlreiche Demonstranten auf einem zentralen Platz der kalifornischen Stadt zu versammeln. Es wurde Berichten zufolge erwogen, das leer stehende Henry-Kaiser-Tagungshaus zu besetzen. Später führten die Demonstranten einen Protestmarsch quer durch Oakland durch, der nach offiziellen Angaben den Verkehr behinderte. Nach und nach schlossen sich der Demonstration weitere Menschen an. Am Nachmittag sollen rund 1000 bis 2000 Menschen versammelt gewesen sein.
Oaklands Bürgermeisterin Jean Quan, die bereits im vergangenen Jahr mit den Aktivisten auf Konfrontationskurs ging, sagte den Demonstranten, sie sollten "aufhören, Oakland als ihren Spielplatz zu benutzen". Regierung und Polizei von Oakland waren Ende letzten Jahres immer wieder wegen massiver, von einigen als unverhältnismäßig empfundenen Einsatz von Gewalt gegen Occupy-Demonstranten in die Kritik geraten. In einem Fall wurde ein Demonstrant, der 24-jährige Scott Olsen, durch ein Wurfgeschoss der Polizei schwer am Kopf verletzt.
Gestern eskalierte die Situation, als der Protestmarsch sich dem Tagungshaus näherte und Demonstranten nach Angaben der Polizei begannen, den Zaun niederzureißen und "Baugeräte zu zerstören". Außerdem sollen einige Demonstranten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen haben. Die Polizei setzte Tränengas sowie Rauch- und Blendgranaten ein und nahm insgesamt etwa 300 Demonstranten fest. Die Polizisten erhielten offenbar Verstärkung aus umliegenden Ortschaften.
Update:
Im Internet tauchte mittlerweile ein Video auf, das die Ereignisse der gestrigen Proteste dokumentiert:
Update 2:
Berichten zufolge waren unter den in Oakland Festgenommenen auch mindestens fünf Journalisten. Die Polizei sorgte in den USA im Rahmen der Occupy-Proteste immer wieder mit ihrem massiven Vorgehen gegen Medien-Angehörige für negative Schlagzeilen. Im Pressefreiheits-Jahresbericht des Journalisten-Netzwerks "Reporter ohne Grenzen" wurden die USA daher 2011 massiv abgewertet (gulli:News berichtete).
Text-Quellen: The Guardian
Annika Kremer am Sonntag, 29.01.2012 22:15 Uhr
Könntest du das bitte im Feedback mit der Boardcrew diskutieren? Ich habe das weder so entschieden, noch interessiert es mich sonderlich, noch gehört es hierher. ...
Links als solche sind nicht verboten. Der Verweis auf Videos allerdings ist schon verboten, einfach weil niemand Bock hat, jedes einzelne Video darauf hin zu überprüfen, ob es beispielsweise pornographisch, gewaltverherrlichend, böseshackerzeugerklärend (:p) oder wh ...
PS: Seit wann sind Links verboten? War lange nicht mehr hier aber in den Boardregeln konnte ich nichts dergleichen finden... Links als solche sind nicht verboten. Der Verweis auf Videos allerdings ist schon verboten, einfach weil niemand Bock hat, jedes einzeln ...
In den USA werden auch folgende Waffen gezielt gegen Demonstranten eingesetzt: Gummigeschosse - in Israel treten häufig Behinderungen auf bei den Getroffenen Die Wasserwerfer hierzu Lande sind auch nicht sonderlich toll wenn natürlich auch besser als Gummigeschos ...
Das würde dann eine Triplemoral sein. In Zweifelsfällen würden die Fanatiker Obelisken anbeten, um die richtige Wahl zu treffen. ... ich bevorzuge Dartpfeile ... ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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