Stop SOPA
Washington. Die Präsidentenberater Obamas kritisierten letztes Wochenende, dass Internet-Provider zur Durchführung von SOPA ihr Domain-Name-System verändern müssen, damit ein Zugriff auf illegale Inhalte nicht mehr möglich wäre. Zwar könnte man damit illegalen Angeboten aus dem Ausland den Hahn zudrehen, dafür würden aber auch einige Sicherheitslücken geöffnet, die Cyber-Kriminelle ausnutzen könnten. SOPA geht nach Ansicht der Berater auf Kosten der freien Meinungsäußerung, beinhaltet erhebliche Risiken für die IT-Sicherheit und bremst die Innovation von nationalen IT-Unternehmen aus.
Jetzt wurde bekannt, man wird den Gesetzentwurf nicht zur Abstimmung vorschlagen, bis ein Konsens erreicht wurde. Das sogenannte „nerd“ hearing, eine für morgen angesetzte Anhörung mit Experten, wurde abgesagt, weil die DNS-Sperren zuvor aus dem neuen Gesetz entfernt werden sollen. Einer der Urheber von SOPA spricht sich nun offen gegen den Entwurf in seiner jetzigen Form aus. Gleichzeitig arbeitet der US-Senat an einem alternativen Entwurf, dem Protect IP Act (PIPA). Doch auch dort sind DNS-Filter gegen ausländische Piraten-Portale vorgesehen, die vor einer Abstimmung am 24. Januar auf dem Prüfstand landen sollen.
Wikipedia-Urgestein Jimmy Wales schickte die Nachricht eines seiner Twitter-Kontakte in den digitalen Äther: Man sollte besser nicht annehmen, dass SOPA bezwungen sei. „Er wird in Form von PIPA zurückkehren. Der Blackout (der Wikipedia und vieler anderer populärer Seiten) muss dann weitergehen.“ Jetzt musste er von Feedburner-Gründer und Twitter CEO Dick Costolo Kritik dafür einstecken, weil er alle Studenten des Landes gewarnt hatte. Sie sollten ihre Aufgaben besser früh am Morgen erledigen, weil die US-amerikanische Wikipedia am Mittwoch ihre Pforten schließt. Wales schrieb auch, die deutsche Wikipedia würde morgen lediglich einen Banner als Protest schalten. Wales weiter: „Die Wikipedia-Ableger in den anderen Ländern fällen ihre (ganz) eigenen Entscheidungen.“
PROTECT IP / SOPA Breaks The Internet.
Bild-Quellen: American Censorship.org
Text-Quellen: thenextweb.com The Guardian Reuters techdirt SPON taz.de
Lars Sobiraj (g+) am Dienstag, 17.01.2012 14:05 Uhr
Hör mir bitte mit SPON auf. Selbst recherchieren genügt um den Artikel in der Luft zu zerfetzen. Den gleich geschalteten Medien kann man im nix Trauen, bis auf eines: Sie lügen gerne, und viel. Wie Präsidenten lügen: http://www.youtube.com/watch?v=6x2F9Vzl13Y&feature=rel ...
@Tagesmenü: Die Bezeichnung als "Versuchsballon" ist aber, wie ich hier und in fast allen anderen SOPA Threads dar zu legen versuchte, eine grobe Fehleinschätzung. *tip tip tip* *delete* Ich bin es leid mich zu wiederholen. ACTA->COICA->SOPA/PIPA. Ich hab es schon mehrmals beschrieben, das geht nun ...
Ja, die von explosm sehen das ähnlich: http://www.explosm.net/sopa.html Aber ich hab vollstes Verständnis, ich finds gut das die das machen. ...
http://www.animelyrics.com/sopa.htm XD:D ...
Der Iran möchte ja immernoch seine eigene Ölbörse haben ... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.