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Murdoch macht Google für Piraterie verantwortlich

Rupert Murdoch

Rupert Murdoch

Der konservative Rupert Murdoch will den Schuldigen für die Content-Piraterie gefunden haben. Laut dem weltbekannten Medienmogul sei der US-Konzern Google mit seiner Suchmaschine der „Piracy Leader“, da im Rahmen einer Testsuche Downloadlinks zum neuen Mission-Impossible-Kinofilm zu finden waren. Google belächelt die Vorwürfe derweil und beurteilt sie als „Nonsens“.

Seit einiger Zeit verfügt der mittlerweile 80-jährige Inhaber etlicher TV-Kanäle, Zeitungen und anderer Medien über seinen eigenen Twitteraccount. Über die Plattform versendet der Geschäftsmann immer wieder Botschaften, die nicht selten für Aufsehen sorgen. Diesmal wendete der konservative SOPA-Befürworter sich gegen den Milliardenkonzern Google. 

So stelle die Firma mit ihrem international genutzten Suchmaschinenangebot einen „Piracy Leader“ (englisch: Piraterie-Spitzenreiter) dar. Den Beweis für seine gewagte Theorie stellt seiner Auffassung nach eine Testsuche nach dem aktuellen Mission-Impossible-Film dar. So würde die Webseite nach Eingabe der richtigen Wörter etliche Seiten listen, die den Kinohit kostenlos zum Download anböten. Auch würde Google Filme streamen und dubiose Angebote bewerben. Folglich wäre es kein Wunder, dass das Unternehmen Millionen in den Lobbyismus investieren würde. 

Im Gespräch mit dem amerikanischen Portal Cnet reagierte Google auf die Anschuldigungen. „Das ist einfach Nonsens.“, schreibt eine Sprecherin des Konzerns. „Letztes Jahr haben wir fünf Millionen regelwidrige Webseiten aus unserem Suchangebot entfernt und mehr als 60 Millionen US-Dollar in den Kampf gegen unzulässige Werbung investiert“, verteidigt man sich. 

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Murdoch mit amerikanischen Größen anlegt. Auch den amtieren US-Präsidenten beschuldigt er, mit führenden Persönlichkeiten des Silicon Valley zusammenzuarbeiten. Den Grund für diese Unterstellungen sieht Murdoch in der Ankündigung des Weißen Hauses, nach der Obama gegen die fragliche Gesetzesvorlage des „Stop Online Privacy Acts“ stimmen werde. Das umstrittene Schreiben sieht vor, amerikanische Provider zur Sperre von ausländischen Internetseiten zu zwingen, insofern ein beliebiger Rechteinhaber dort illegales Material vermutet. Eine sehr knappe Frist von fünf Tagen schließt dabei eine vernünftige Prüfung des Sachverhaltes aus. Etliche Unternehmen sprachen sich, unter anderem aus Angst vor Zensur, gegen die Umsetzung des SOPA aus.

 

Bild-Quellen: wikipedia

Text-Quellen: twitter

Julian Wolf am Montag, 16.01.2012 20:52 Uhr

tagsTags: google piraterie rupert murdoch filmdownload sopa

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30 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • musv am 19.01.2012 09:55:16

    Irgendwie hasse ich es manchmal, wenn ich merke, dass ich vor einigen Jahren Recht hatte: http://board.gulli.com/thread/1259450-riaa-hoechste-geheimhaltung-auch-fuer-mitarbeiter/?p=10077792#post10077792 Auch wenn es nicht, wie damals vermutet, der Biden war. ...

  • alter_Bekannter am 18.01.2012 17:07:58

    Nicht die Trolle füttern, die gehen von alleine wenn man ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt. ...

  • Erbseneintopf am 18.01.2012 16:47:13

    @JojoPHPx3 kino.to war sicherlich keine suchmaschiene. was einzige was dort durchsucht wurde war deren eigener index mit links deren inhalt von den eigenen betreibern und deren usern bereitgestellt wurden. dort wurde klassisches warezlinking betrieben, selbstverständlich darf die seite je nach gü ...

  • JojoPHPx3 am 18.01.2012 16:43:08

    Na, heute schon wieder alle so naiv? :) Mal eine kleine Frage, Kino.to war doch auch nur eine Suchmaschine oder Irre ich mich da? :rolleyes: Abgesehen von deren gegründeten OCH, dürfte die Seite doch nicht gesperrt werden oder? Ist doch nur eine Suchmaschine gewesen, oder haben die direkt die Film ...

  • kleini75 am 18.01.2012 16:25:16

    Wo ist denn Euer Problem? Weiß doch hier jeder, dass er Recht hat!!! ...

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