Stop SOPA
SOPA soll es Rechteinhabern ermöglichen, die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet massiv zu behindern. Das geplante Gesetz stammt in Teilen aus Gesetzen oder Gesetzesvorlagen wie dem PRO-IP act und dem PROTECT IP act. Mitarbeiter der Content-Industrie oder des US-Justizministeriums könnten nach Inkrafttreten gerichtlich verfügen, dass Vermarkter von Online-Werbung oder Online-Bezahldienste (PayPal etc.) ihre Zusammenarbeit mit dem vermeintlichen Urheberrechtsverletzer einstellen müssen. Auch könnte man erwirken, dass Anbieter von Suchmaschinen, Foren oder Blogs derartige Einträge blockieren müssen. Auch Webseiten im Ausland könnten vermehrt blockiert werden, damit kein Amerikaner mehr auf die Inhalte des Raubkopierer-Portals zugreifen kann. Schon der reine Download einer Schwarzkopie würde in den USA zu einer schweren Straftat. Internet-Anbietern, die gegen vermutlich illegale Portale vorgehen, würde Straffreiheit gewährt. Kurz gefasst: der Zensur des Internet wäre in den USA quasi auf Zuruf der Justiz und Lobbyvereinigungen Tür und Tor geöffnet. Bereits am 24. Januar tritt der US-Senat zusammen, um den Stop Online Piracy Act abzunicken und als Gesetz zu verabschieden.
Möglicherweise weil zahlreiche große Konzerne ihre Teilnahme zur Protestaktion am 18. Januar angekündigt haben, packen immer mehr Twitter-User „Stop SOPA“-Grafiken in ihre Profile. Kürzlich hat Wikipedia-Gründer Jimmy Wales seinen Willen ausgedrückt, auch die Wikipedia-Seiten seines Landes am 18.1. für einen Tag zu deaktivieren. Es sei hervorragend, wenn man sich kurzfristig mit Reddit zusammenschließen könnte, um den Shutdown zu koordinieren. Zwar müsse er sich noch mit seinen Juristen absprechen. Die Teilnahme sei aber so gut wie sicher. Viele Mitglieder der Wikipedia-Community sprechen sich sogar für eine globale Beteiligung aller Seiten der Online-Enzyklopädie aus. Jay Walsh, ein Sprecher der US-amerikanischen Wikimedia Foundation gab hingegen bekannt, es sei wahrscheinlicher, dass der Protest nicht so allumfassend ausfallen wird. Jimmy Wales hatte zur Eile angeregt. Man habe für diese Entscheidung schlichtweg nicht so viel Zeit wie üblich. Walsh hingegen sprach gegenüber CNET davon, man favorisiere derzeit eher einen großen Anti-SOPA-Banner statt einer Abschaltung. Sollte es doch zum Shutdown der US-Wikipedia kommen, bedürfe dieser einiger Vorbereitungen und bräuchte somit mehr Vorlauf.
Bild-Quellen: americancensorship.org
Text-Quellen: cnet.com
Lars Sobiraj (g+) am Sonntag, 15.01.2012 11:28 Uhr
Eine schöne Idee von Wikipedia, aber das schon ein einfacher Scriptblocker, wie sie ja viele heutzutage nutzen ausreicht, um die "Maske" zu umgehn ist schade. So hätte ich, wenn mir dieser Artikel nicht ins Auge gefallen wäre garnichts vom Protest bemerkt. ...
Hab mich dem protest auch mal angeschlossen... http://www.game-art-hq.com Da ich vor allem traffic aus den USA hab machts schon Sinn. ...
Die Ideen kamen ursprünglich von ACTA, das ist aber, da ein internationales Abkommen, in der Diskussion so weit aufgeweicht worden, dass die Internetbezogenen Dinge im Grunde alle raus gefallen sind. Mit COICA wollte die USA das dann zumindest national umsetzen, ist aber gescheitert. SOPA ist ein fa ...
Ja klar, diese populären Seiten benutz ich jeden Tag mehrmals. :rolleyes: Speak for yourself. Diese Seiten sind zum Teil auch in Deutschland sehr populär und gerade Reddit steht an Stelle 115 des Alexa-Ratings und ist damit eine der meist besuchtesten Internetadressen. ...
Was interessiert mich ein Gesetz in Amiland? Seit wann bleibt ein amerikanisches Gesetz dort, wo es ist, wenn man damit Kontrolle erweitern kann? Denk mal zwei Wochen weiter... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.