
University of Bridgeport
Balayla Ahmad, eine muslimische Studentin an der Universität von Bridgeport in Connecticut, versuchte sich ohne Erfolg über mehrere Monate hinweg wegen sexueller Belästigung zu beschweren. Die Verwaltung zeigte an ihren Beschwerden offenbar nur wenig Interesse. Ein Lehrer soll ihr geantwortet haben, Studenten würde man aufgrund derartiger Beschwerden nicht von der Schule weisen. Ein anderer Dozent soll ihr laut ihrer Aussage vor Gericht gesagt haben, der Sachverhalt sei ein anderer, sofern sie verheiratet wäre. Ihr wurde geraten, sie solle ihr Problem besser nicht beim Dekan vorbringen, weil der Dozent mit dem Mann selbst reden wollte. An der sexuellen Belästigung änderte sich aber nichts. Balayla Ahmad wendete sich dann mit ihrem Anliegen an den Präsidenten und den Dekan der Universität, der versprach, sich mit ihr zu treffen. „Meine Hände sind gebunden. Was glauben Sie, was ich jetzt tun soll?“, soll der Dekan ihr später zur Antwort gegeben haben.
Im April 2009 reichte die Studentin ihre Klage unter anderem wegen sexueller Belästigung ein. Laut Klageschrift habe man sie aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Aussehens und ihrer Zugehörigkeit als afrikanisch-amerikanische Muslimin fälschlicherweise als Terroristin eingestuft. Auch lasse das Verhalten der Univerwaltung zu wünschen übrig. So habe man jede Überprüfung der vom Kommilitonen vorgebrachten Anschuldigungen unterlassen.
Kurze Zeit später wurde ihr von offizieller Seite berichtet, jemand vom Campus habe sie beschuldigt. Sie bekam Besuch von zwei Sicherheitsleuten der Uni, die ihr androhten, man würde das FBI einschalten und sie wegen Terrorverdachts verhaften lassen. Tatsächlich erschienen dann an ihrer Haustür zwei FBI Agenten, die sie befragten und ihre Visitenkarten hinterließen. Der Störenfried hatte sich offenbar etwas einfallen lassen, um sich bei ihr auf seine ganz besondere Weise zu "bedanken". Warum die beiden Verfahren so unterschiedlich behandelt wurden, ist nicht bekannt. Der Anwalt der Studentin gab gegenüber der Nachrichtenagentur AP bekannt, das FBI habe keinerlei Indizien gefunden, die einen Terrorverdacht bestätigen. Als Reaktion auf ihr Vorgehen wurde sie sogar später der Hochschule verwiesen. Ohne Beschwerde oder gar Klage hätte sie dort höchst wahrscheinlich ihren Abschluss machen können, wenn auch mit erheblichen Beeinträchtigungen, die die Frau nicht kampflos hinnehmen wollte.
Bild-Quellen: Wikipedia
Text-Quellen: boingboing ctpost.com AP
Lars Sobiraj am Samstag, 14.01.2012 11:42 Uhr
Warst nie auf einer Uni Dxxf, oder? doch bin grad aufm KIT :coffee: ...
Wer sexuell belästigt wird geht zur Polizei und nicht zur Unibehörde. Aber Hauptsache alles Anti amerikanisch sehen :m) ...
Warst nie auf einer Uni Dxxf, oder? ...
... Wieso zum Teufel sollte mans innerhalb des Campus halten? Wenn ein Typ nicht ablässt dann zeigt man den halt an. Ist sein Problem. Der Campus ist da nich zuständig für... der Typ hat sie wegen terrorismus angezeigt, glaubst du da hätte n gespräch mit de ...
Du solltest eine Valium-Pille nehmen. ...
Lars Sobiraj am 17.02.2012, 15:15 Uhr
So schnell wie ursprünglich geplant wird man ACTA nicht umsetzen können. Eine erste große Protestwelle rollte letztes Wochenende über alle internationalen Spitzenpolitiker hinweg. Die nächste wurde bereits angekündigt. Sie befindet sich in Planung. Wenn ACTA dennoch umgesetzt wird, was könnte sich dadurch verändern? Ein Gespräch mit dem fraktionslosen österreichischen Politiker Martin Ehrenhauser.
Lars Sobiraj am 17.02.2012, 18:18 Uhr
Udo Vetter beschreibt einen kuriosen Fall, bei dem Polizisten in ein Grundstück eindringen, für das kein Durchsuchungsbeschluss vorliegt. Ihre Begründung für die Missachtung der Strafprozessordnung: Hätten sie den zuständigen Richter hinzugezogen, so hätte der Betroffene wegen der Verzögerung unverhältnismäßig lange in Haft verbleiben müssen. Auch auf die Hinzuziehung von Zeugen wurde verzichtet.
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