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BSI warnt vor Trojaner "DNS-Changer"

BSI (Logo)

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht deutsche Internetnutzer offenbar massiv durch den Trojaner "DNS Changer" bedroht. Dementsprechend empfiehlt die Behörde die Überprüfung des eigenen Rechners mit Hilfe einer eigens bereit gestellten Website.

Wie der Name schon andeutet, manipuliert "DNS Changer" die DNS-Einstellungen betroffener Rechner. Das bedeutet, dass Domains nicht mehr korrekt den zugehörigen IP-Adressen zugeordnet werden. Dadurch können die Opfer unbemerkt auf manipulierte Websites umgeleitet werden. Laut BSI werden die Opfer des "DNS Changer" meist auf Seiten umgeleitet, auf denen gefälschte Antivirensoftware und illegal angebotene Medikamente verkauft werden - seit Jahren bekannte Favoriten der Cybercrime-Szene. Außerdem, so das BSI, sei es Angreifern mit Hilfe von "DNS Changer" gelungen, manipulierte Werbeeinblendungen an infizierte Rechner zu senden, Suchergebnisse zu manipulieren und weitere Schadsoftware nachzuladen. Die Schadsoftware befällt derzeitigen Erkenntnissen des BSI zufolge sowohl Mac- als auch Windows-Systeme. 

Screenshot der Test-Website http://www.dns-ok.de/

Screenshot der Test-Website http://www.dns-ok.de/

Das BSI empfiehlt daher nun allen Internetnutzern den Test ihrer Systeme auf eine mögliche Infektion mit "DNS Changer". Über eine gemeinsam vom BSI, dem Bundeskriminalamt und der Deutschen Telekom betriebene Internetseite können Rechner nun getestet werden. Der Test funktioniert allerdings nur, wenn im Browser nicht die Nutzung eines Proxies eingestellt ist. Bei einer Infektion mit dem Trojaner erscheint auf der Seite eine Warnmeldung. Zudem werden Empfehlungen gegeben, wie der Trojaner entfernt und die korrekten Systemeinstellungen wieder hergestellt werden können. Unabhängige Sicherheitsexperten weisen allerdings seit Jahren darauf hin, dass es riskant sein kann, nach einer Kompromittierung des Systems lediglich eine Entfernung der Schadsoftware zu versuchen und dass, insbesondere beim Umgang mit sensiblen Daten, eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems erwogen werden sollte. Ein Hinweis auf diese Problematik fehlt in den Empfehlungen des BSI.

In Deutschland sind nach Angaben der US-Bundespolizei FBI, die im November in Zusammenarbeit mit den europäischen Behörden die Urheber der Manipulationen festgenommen hatte, derzeit bis zu 33.000 Computer täglich von DNS-Changer-Infektionen betroffen. 

Text-Quellen: AFP

Annika Kremer am Mittwoch, 11.01.2012 14:26 Uhr

tagsTags: cybercrime malware dns trojaner dnschanger bsi

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29 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • orion94 am 13.01.2012 14:39:13

    Was stimmt eigentl. mit der Seite www.DNS-OKAY.de nicht? Warum werden dort lauter Einhörner angezeigt ? :unknown: Achso.... "Hinweis: Das ist natürlich nicht die originale dns-ok Seite. Öffentliche Stellen haben es leider verpasst diese Domain zu registrieren, daher - und damit nie ...

  • normabates am 13.01.2012 12:17:39

    Nein? :confused: Es wird einfach nur die Seite aufgelöst, wenn du keinen durch den DNS-Changer vergebenen DNS-Server verwendest, wirst du auf die Seite mit dem grünen Balken weitergeleitet, falls doch, kommt die Seite mit dem roten Balken, fertig. Deine IP-Adresse interessiert bei dem Test nieman ...

  • Lord_Sedios am 13.01.2012 10:07:00

    Ich frag mich eh was diese DNS-Okay Seite beweisen soll. Die Seite fragt ja quasi meine Fritzbox welche IP gerade aktiv ist (ich sag aktiv da die sich ja eh alle 24 Stunden ändert) und damit soll dann bewiesen werden ich hab den Trojaner nicht :m) mächtig clever das beweist doch nur das die x100 N ...

  • Unw1ch71g am 12.01.2012 22:09:16

    Bei 30.000 Rechnern, die von jetzt auf gleich nicht mehr online können, muss man sich das Chaos mal vorstellen. Es sind ja nicht einfach nur Leute, die nicht mehr ins Internet können - sondern 30.000 Personen, die innerhalb kürzester Zeit bei ihrem Internetanbieter anr ...

  • twdotnet am 12.01.2012 10:18:36

    Solange Du *nur* von einem Botnet angegriffen wirst, ist an Deinem Rechner alles gut. Schlimmer ist es, wenn Dein Rechner bei sowas mitmacht. siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Botnet Die erste Grafik ist ja richtig süß - ja fast Bildleser-Kompatibel... ...

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