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Jörg-Haider-Gesellschaft erntet Kritik für Anonymous-Sympathie

szenetypisches Pwny Rainbow Dash

szenetypisches Pwny Rainbow Dash

Die österreichische Jörg-Haider-Gesellschaft hat einen kritischen Artikel bezüglich der Vorratsdatenspeicherung von ihrer Seite entfernt. Im Rahmen des Schreibens verkündete die Stiftung offen, mit Aktionen des Kollektivs Anonymous zu sympathisieren. Darüber beschwerten sich etliche Leser, weshalb nun lediglich eine Richtigstellung des Textes auf der Webpräsenz der Gesellschaft zu finden ist.

Die „Jörg-Haider-Gesellschaft“ ist ein nicht unumstrittener Verein, der zu Ehren des ehemaligen österreichischen Politikers gegründet wurde. Der ehemalige Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs wurde von Kritikern oft als Rechtspopulist mit einer teilweise rechtsextremen Weltanschauung bezeichnet. Im Oktober 2008 starb er bei einem Autounfall.

Auf der offiziellen Webseite veröffentlichte die Gesellschaft vor einigen Tagen einen Artikel bezüglich der Einführung der geplanten österreichischen Vorratsdatenspeicherung am 1. April. So spreche sich die Stiftung klar gegen die Vorratsdatenspeicherung aus und wolle mit allen Mitteln gegen die kürzlich verabschiedete EU-Richtlinie vorgehen. Bei den angekündigten „Mitteln“ hatte man sich für einige Beobachter allerdings, etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Wie die Gesellschaft im mittlerweile widerrufenen Text schrieb, unterstützte man Aktionen des Arbeitskreises Vorrat und der „Gruppe Anonymous Austria“, die unter anderem mit den sogenannten Paperstorms Aufsehen erregte. Hierbei werden etliche Flugzettel bedruckt, die daraufhin an einem festgelegten Termin in mehreren Landeshauptstädten verteilt werden, um die Bevölkerung mit der umstrittenen Überwachungsmethode zu konfrontieren.

Doch auch wenn sich der Verein im Text noch ausdrücklich von illegalen Aktivitäten jeglicher Art distanzierte, waren einige Anhänger der Stiftung nicht begeistert von der Veröffentlichung. Insbesondere ein Bild des verstorbenen Haiders, auf dessen Schulter das bekannte „Pwny Rainbow Dash“ mit Guy-Fawkes-Maske thront, sorgte allem Anschein nach für Kritik.

Am Sonntagabend wurde aus diesem Grund eine Klarstellung des Artikels „Unsere Heimat darf kein Überwachungsstaat werden“ veröffentlicht. Auch wenn man den umstrittenen Text mittlerweile entfernte, macht man im Widerruf darauf aufmerksam, dass Anonymous Austria durch die Verteilung von Flyern positiv aufgefallen sei. Von der kritischen Einstellung gegenüber der Vorratsdatenspeicherung rückte man ebenso nicht ab. Bezüglich des Bildes habe man es nur darauf abgesehen, zur erhöhten öffentlichen Resonanz beizutragen. Die „Machenschaften“ der Online-Aktivisten von Anonymous plane man allerdings nicht zu unterstützen. Gemeint ist unter anderem die Flugblattaktion des Kollektivs in der Wiener Innenstadt am 28. Januar, bei der erneut die Vorratsdatenspeicherung thematisiert werden soll.

Der mittlerweile gelöschte Artikel inklusive des Bildes ist über diesen Link in Form eines Screenshots verfügbar.

Bild-Quellen: artificialeyes

Text-Quellen: joerg-haider-gesellschaft

Julian Wolf am Montag, 09.01.2012 20:20 Uhr

tagsTags: kritik anonymous vorratsdatenspeicherung operation paperstorm jörg haider

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vgwort
 
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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Temperenz am 10.01.2012 16:48:05

    Kennt wer den Witz von der Schwulenbar, der Flasche Vodka und der scharfen Linkskurve? :beer: ...

  • tnf am 09.01.2012 22:23:09

    Wohl eher Ex... ...

  • f1shb0t am 09.01.2012 22:03:58

    Jaja der Jörg, ein wahrer Philanthrop. ...

  • addicted am 09.01.2012 21:59:02

    Ich verstehe nicht wieso hier für solche Leute Werbung gemacht wird? ...

  • Version1 am 09.01.2012 21:16:27

    ich denke auf so unterstützung kann man getrost verzichten^^ ...

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