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PATRAS-Hack: Spionierender Polizist schuld?

No-Name-Crew (Logo)

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Wie der SPIEGEL in seiner Online-Ausgabe berichtet, geht der spektakuläre Hacker-Angriff auf die Bundespolizei und das PATRAS-System auf einen Fehler eines Polizisten zurück, der den Computer seiner Tochter mit einem Trojaner ausspionieren wollte. Dies sei der Auslöser für den Hack gewesen, weil dem Freund der Tochter die Spionage auffiel. Die Polizei ermittelt.

Der Freund der Tochter, dem die Spionage auffiel, stammt laut Spiegel-Online aus Hackerkreisen. Nachdem ihm die Spionage des Vaters seiner Freundin auffiel, soll er sich aus Rache gegen die Verletzung der Privatsphäre in den Rechner des Vaters eingehackt haben. Möglich wurde der darauf folgende Hackerangriff auf die Bundespolizei, weil der Polizist dienstliche Emails auf seinen Privatrechner umleitete. Dies habe dem Hacker den Weg in die Systeme der Bundespolizei geebnet.

Allerdings ist unklar, welcher der Hacks auf die Systeme gemeint ist. Die Rechner der Bundespolizei und des Zolls wurden mehrere Male gehackt. Die spektakulärste Aktion war der Hacker der No-Name-Crew, die sämtliche in den Systemen gefundenen Daten veröffentlichten. Unter diesen Daten waren auch sensitive Informationen über das Ortungssystem PATRAS, mit dem die Bundespolizei Verdächtige überwacht. Als Folge dieser Angriffe mussten die PATRAS-Server abgeschaltet werden, die Software war für Ermittlungszwecke nicht mehr geeingnet. Gulli.com führte ein Interview mit der Gruppe.

Als Folge dieser Angriffe bekamen mehrere Mitglieder der NO-Name-Crew Besuch vom SEK und der Kriminalpolizei. Der Fall wurde auch durch die Medien publik. Bundesinnenminister Friedrich (CSU) erklärte, die Sicherheit der IT-Systeme sei Chefsache.

Gegenüber gulli.com wollte ein Mitglied der No-Name-Crew, das ebenfalls von der Polizei erwischt wurde, den SPIEGEL-Bericht nicht bestätigen. Er erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass der Hack so verlaufen sei, obwohl der Anführer der Gruppe nicht genau erzählte, wie er sich Zugang zu den Systemen der Bundespolizei verschaffte. Er habe aber angedeutet, dies sei über eine Sicherheitslücke geschehen. Es ist also gut möglich, dass nicht der Hack der No-Name-Crew auf diese Weise erfolgte, sondern der einer anderen Gruppe. Die Polizei ermittelt gegen einen Beamten aus Frankfurt.

 

Text-Quellen: SPON

Robert Clausen am Sonntag, 08.01.2012 17:48 Uhr

tagsTags: polizei hacker hacktivismus

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23 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • antiHacker am 11.01.2012 00:08:42

    Wenn du einen guten Computer hast, brauchst du gar kein Zweitrechner, dann kannst du auch mit eines dieser Programme fast jedes Betriebssystem unter deinem Eigenem virtualisieren. (geschlossene v ...

  • MrRevil am 10.01.2012 22:44:23

    Edit ...

  • titus_shg am 10.01.2012 22:41:12

    Aber bei dem Fallbeispiel ging es ja auch mehr darum, den Schädling zu erkennen und den Übeltäter zu identifizieren. Danke, das haste schön beschrieben. :T Und genau damit sollte man sich auch mal beschäftigen. Praktisch ist dafür auch ein spezie ...

  • antiHacker am 10.01.2012 15:47:30

    So so, man soll also ein möglicherweise kompromitiertes System "reparieren" versuchen, anstatt auf Nummer sicher zu gehen und eine Neuinstallation zu machen? Wieviele Nutzer sind wohl fähig, dies auch durchführen zu können? Besonders unter dem Aspekt, dass man sich ...

  • MrRevil am 10.01.2012 12:09:43

    Das klingt wenn/falls du dich mit der Materie noch nicht befasst hast, sicher alles sehr kompliziert und aufwendig. Aber für jemanden der sich damit schon beschäftigt hat ist das meiste eine Sache von Minuten bis wenigen Stunden. So so, man soll also ein möglicherweise ...

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