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Nach dem Skandal um den vom CCC analysierten Bayern-Trojaner, der verfassungswidrige technische Features sowie massive technische Mängel aufwies (gulli:News berichtete) hatten die Bundesregierung sowie die Herstellerfirma DigiTask argumentiert, es handle sich um Probleme einer veralteten Programmversion. Neuere Versionen des "Staatstrojaners" seien technisch besser und vor allem sicherer umgesetzt.
Der Chaos Computer Club ist jedoch der Ansicht, dass auch bei aktuelleren Versionen staatlicher Spionage-Software massive Probleme bestehen. Das berichtet das IT-Newsportal Golem unter Berufung auf ein Interview mit CCC-Sprecherin Constanze Kurz im Umfeld des Ende Dezember in Berlin abgehaltenen 28. Chaos Communication Congress (28C3). Da sowohl der Hersteller als auch die Behörden mehrfach Fehler gemacht hätten, lehnt der CCC den Einsatz von staatlicher Schnüffelsoftware auch in Zukunft ab, betonte Kurz. Der Chaos Computer Club geht nach Angaben der Sprecherin davon aus, dass angesichts der bisherigen Ergebnisse auch zukünftig massive Fehler bei Programmierung und Einsatz des Staatstrojaners gemacht werden. Sowohl technisch als auch rechtlich sei weiterhin mit Problemen zu rechnen. Kurz sagte, die Ermittlungsbehörden müssten für ihre Ermittlungsarbeit "nach anderen Wegen suchen".
Die CCC-Sprecherin erklärte außerdem, der Club werde "keine Anleitung zum Bau des perfekten Trojaners geben". Dies ist eine Anspielung darauf, dass sich einige Diskussions-Teilnehmer eine Art "Staatstrojaner-TÜV" vom CCC wünschen, der eine verfassungsgemäße und sichere Umsetzung sicherstellen soll. Auch der Gesetzgeber hatte - mehr oder weniger subtil - versucht, den CCC für eine derartige Rolle zu gewinnen. "Wir haben keinen Bedarf, die Blaupause für den Staatstrojaner zu liefern," betonte Kurz jedoch noch einmal. Der Chaos Computer Club hatte die Online-Durchsuchung - und auch deren abgespeckte Varianten wie die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung, also das Abhören von VoIP-Gesprächen per Trojaner - stets abgelehnt, eine Position, die durch die Analyse des Staatstrojaners und die dabei aufgedeckten massiven Probleme noch verstärkt worden zu sein scheint.
Kurz berichtete gegenüber Golem außerdem, der CCC habe mittlerweile noch weitere staatliche Schadsoftware zugespielt bekommen. Diese werde von Experten des Clubs derzeit untersucht. Nach Fertigstellung der Analyse plane man, die Ergebnisse zu veröffentlichen. "Da kommt noch 'ne Menge Arbeit auf uns zu, aber die machen wir natürlich auch gerne," sagte Kurz. Viele CCC-Sympathisanten und Datenschützer werden dankbar sein, dass die Hacker sich diese Arbeit machen.
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 03.01.2012 17:25 Uhr
was für ein skandal? diese ehrenwerten herren sitzen trotz ihres illegalen handelns noch immer in amt und würden und als wäre das nicht genug möchte man auch weiterhin illegal unschuldige bürger bespitzeln. ein unrechtsbewusstsein sucht man bei solchen parasiten vergebens :mad: ich verlange lange h ...
Nach Ansicht des Chaos Computer Club (CCC) sind auch aktuelle Versionen des sogenannten "Staatstrojaners" sowie deren Einsatz - entgegen Behauptungen aus Regierungskreisen, die Standards seien in den letzten Jahren maßgeblich gestiegen - stark fehlerhaft. Die Hacker-Vereinigung nimmt dies zum Anlass ...
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