
Feuerwerk - ein traditionelles Symbol für den Jahreswechsel
2011 war in vieler Hinsicht ein ereignisreiches Jahr. Politisch, gesellschaftlich und technisch tat sich so einiges. Es sei nur beispielsweise an den arabischen Frühling, die Occupy-Bewegung und die große, nach wie vor andauernde Welle hacktivistischer Aktionen verschiedener Gruppen erinnert. In Deutschland war auch das Thema Innere Sicherheit mal wieder in der Diskussion. Während man die Netzsperren - zur Freude vieler Internetnutzer - endgültig abschaffte, waren der "Cyberwar", die Vorratsdatenspeicherung und diverse andere Gesetze nach wie vor Thema. Andere Akteure, denen viele Leute einen großen Einfluss auf den Fortgang des Jahres zugetraut hätten, spielten dagegen eher eine untergeordnete Rolle. So konnte WikiLeaks zwar zu Beginn des Jahres mit dem Rest des "Cablegate"-Leaks viele wichtige Diskussionen anstoßen. In der Folge jedoch konnte das Projekt keine großen Leaks mehr verzeichnen und war nur noch durch Skandale, Streitigkeiten, Geldprobleme und diverse Versuche, die Akteure juristisch zu belangen, in den Schlagzeilen. Die neuen Leaking-Plattformen traten ebenfalls wenig in Erscheinung. So ist OpenLeaks nach wie vor in der Alpha-Phase; tatsächliche Beiträge zur Transparenz erfolgten hier noch keine. Ob sich dies in Zukunft ändern wird - ob WikiLeaks seine Probleme überwinden kann und ob andere Plattformen es schaffen, ihre Nische zu finden - wird sich zeigen. Angesichts zahlreicher "offener Baustellen" - noch laufender Aktionen, andauernder gesellschaftlicher Konflikte, offener Gerichtsverfahren, mehrerer umstrittener Gesetzesentwürfe insbesondere in den USA und einer Reihe anderer Faktoren - lässt sich eins wohl mit relativer Sicherheit annehmen: ein ruhiges Jahr wird auch 2012 nicht werden. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. Eine der - in meinen Augen - interessantesten Interview-Partnerinnen des Jahres 2011, die isländische Parlamentarierin Birgitta Jonsdottir, sagte gar, sie möge Krisen, denn diese gäben einem die Möglichkeit, Dinge zu verändern, die sonst nicht angepackt würden. Vielleicht ist dies genau die richtige Einstellung für das Jahr 2012.
Dies bringt uns zum Thema gute Vorsätze. Traditionell ist ja nun die Zeit dafür, und unabhängig davon, wie sinnvoll dieser Brauch ist, kann es eigentlich nie schaden, sich einige Gedanken darüber zu machen, was man in Zukunft anders - und womöglich besser - machen könnte. Mehr Sport, weniger Besuche im Restaurant zum goldenen M, weniger Rauchen - all diese Dinge muss jeder für sich selbst entscheiden (ich wünsche natürlich viel Erfolg bei der Umsetzung dieser und anderer Ziele). Anders verhält es sich mit Themenbereichen, die alle angehen - namentlich dem Nachdenken über die aktuellen Ereignisse und, idealerweise, einer Mitgestaltung dieser. Dies wäre für so ziemlich jeden von uns etwas, das wünschenswert wäre, im kommenden Jahr, gerade in diesen unruhigen Zeiten, zu intensivieren und zu perfektionieren. Ich hoffe, dass dies viele unserer Leser genauso sehen. Die Gelegenheit ist günstig - werdet informiertere, kritischere, aktivere Bürger. Ihr seid herzlich eingeladen, euch darüber hier bei uns auszutauschen.
Die Gestaltung eures persönlichen 2012 ist eure Sache. Mir bleibt nur, euch im Namen der gulli:Redaktion viel Glück und Erfolg dabei zu wünschen. Und zunächst einmal: guten Rutsch, feiert schön, kommt gut in das neue Jahr. Ich hoffe, ihr bleibt uns treu und bereichert unsere Community auch im neuen Jahr wieder mit euren Beiträgen.
Bild-Quellen: "Rainbow Fireworks" by homigl14@DeviantArt
Annika Kremer am Samstag, 31.12.2011 15:38 Uhr
Happy new year ...
Habe es zwar schon in einem anderen Fred gesagt, wünsche aber auch in diesem allen Gulli-Usern viel Gesund, Erfolg und Glück für 2012. Btw. die Rede vom Hosenanzug kam mir heute auch wie eine Wiederholung aus 2008 vor:"Europa wird gestärkt aus dieser Krise hervorgehen." Ja, ne ist klar.... :cool ...
Ich schließe mich der Runde an und wünsche der Redaktion, Lesern und Foristen einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem wir sicherlich wieder den Kopf über so manche Albernheiten unserer Berliner Comedytruppe um Merkel schütteln werden. (Alternativ natürlich: ...in dem wir sicherli ...
Ein beschissenes jahr; ja, das Beschissenste, endet nun bald. Euch ein schönes neues Jahr und nen guten Rutsch. Hoffen wir, dass das neue besser wird. MfG Trub ...
Neues Jahr,neuer Account da mein alter Accountname zuviel persönliche Information enthielt :D Auch von mir einen guten Rutsch. Hoffentlich gibts 2012 nen erotischen Wirtschaftskollaps :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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