
Der zuständige Richter des Londoner High Court, Justice Lindblom, wird frühestens am 11. Januar entscheiden, ob das Camp geräumt werden muss. Daran konnte auch Druck der City of London Corporation, schnell eine Entscheidung zu treffen, nichts ändern. Richter Lindblom bestand darauf, bei der üblichen Vorgehensweise zu bleiben. Die Anhörung zu diesem Thema hatte länger gedauert, als zunächst angenommen, und Lindblom erklärte, er müsse erst über seine Entscheidung nachdenken.
David Forsdick, der Anwalt der Stadt London, erklärte, der Aufschub sei "eine Gelegenheit für das Protestcamp, ein frohes Weihnachtsfest zu feiern und dann friedlich und in Würde zu gehen, bevor die Stadt zum Handeln gezwungen wird, bevor irgendeine Form von Druck erforderlich wird". Forsdick hatte die Aktivisten zuvor dafür kritisiert, Unbeteiligte zu zwingen, Opfer zu bringen. "Wir leben nicht in einem System, in dem Demonstranten - und seien es die leidenschaftlichsten - entscheiden können, welche Beeinträchtigungen Andere bereit sein sollten, zu tolerieren," so der Jurist. Die St. Paul's Cathedral, vor der sich das Protestcamp befindet, musste nach Angaben der Stadt zeitweise geschlossen werden. Gottestdienste seien ausgefallen oder hätten verschoben werden müssen und Gläubige sowie Mitarbeiter der Kirchengemeinde seien unhöflich behandelt, teilweise sogar bedroht und angepöbelt worden. Fosdick bezeichnete die Situation als "einfach inakzeptabel".
John Cooper, der Anwalt der Protestbewegung, hält die Vorwürfe nach eigenen Angaben für übertrieben. Einige Mitarbeiter der Kirche hätten sich aufgrund ihrer Entrüstung über einige Vorfälle zu überzogenen Äußerungen hinreißen lassen, so Cooper. Er warf den Repräsentanten der Kirche vor, ihnen fehle es an "Selbstbewusstsein, Neigung und Mut", eine größere Rolle bei der Räumung des Camps zu spielen. Das zeige auch ihr Fernbleiben von der Gerichtsverhandlung.
Occupy London teilte mit, man arbeite bereits mit Vertretern der Kirche zusammen, um Störungen in den nächsten Wochen zu vermeiden.
Text-Quellen: The Guardian
Annika Kremer am Freitag, 23.12.2011 23:28 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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