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Gewalt gegen Journalisten nimmt zu

Reporter ohne Grenzen (Logo)

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Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" zieht Bilanz: Im Jahr 2011 wurden 66 Journalisten getötet. Das sind neun mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl von gewaltsamen Übergriffen auf Pressemitarbeiter stieg an. Ein Faktor für diesen Anstieg ist der Arabische Frühling.

"2011 war in vielen Ländern ein Jahr der Demonstrationen und Kämpfe für Freiheit und Demokratie", erklärte der Sprecher von Reporter ohne Grenzen den Anstieg der Gewalt gegen Medienmitarbeiter. "Die meisten Machthaber antworteten mit systematischer Gewalt. Nicht nur die Proteste sollten im Keim erstickt, sondern auch Berichte darüber unterdrückt werden". Es gibt aber einen Unterschied zwischen den Opfern dieser Gewalt, stellt die Organisation in ihrem Bericht fest. Größtenteils von der Gewalt betroffen sind einheimische Journalisten.

Auch zwischen den einzelnen Ländern gibt es starke Gefälle, sowohl was Tötungen, als auch was Inhaftierungen betrifft. Als das gefährlichste Land für Journalisten und andere Medienmitarbeiter gilt Pakistan, gefolgt vom Irak. Zehn Todesfälle gab es 2011 in Pakistan, immerhin sieben im Irak.

Der größte Anstieg von Repressionen gegenüber Journalisten betrifft allerdings die Festnahmen: 1.044 Journalisten wurden seit dem vergangenen Januar weltweit festgenommen. Im voherigen Jahr gab es 535 Verhaftungen, die Zahl hat sich also beinahe verdoppelt.

Während des Arabischen Frühlings war die Gewalt gegenüber Journalisten ebenfalls allgegenwärtig: Die Newsweek veröffentlichte in ihrer Sonderausgabe "Pictures of the Year" einen Nachruf auf diverse Fotojournalisten, die während ihrer Arbeit unter anderem in Libyen getötet wurde. Dazu gehören unter anderem Tim Hetherington und Chris Hondros, zwei Fotojournalisten, die in Misrata von Mörserfeuer getroffen wurden.

Doch nicht nur Berufsjournalisten sind von den Repressionen betroffen; auch Blogger und Internetaktivisten wurden in diesem Jahr häufiger verhaftet, mindestens fünf von ihnen wurden dieses Jahr getötet.

Was meinen unsere Leser? Ist es eine noch so gute Geschichte wert, sein Leben aufs Spiel zu setzen? Wie schätzt Ihr die Gefahr ein? Wärt Ihr dazu bereit, dieses Risiko auf Euch zu nehmen?

Text-Quellen: ROG

Robert Clausen am Freitag, 23.12.2011 18:05 Uhr

tagsTags: pressefreiheit gewalt

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Kunze101 am 29.12.2011 13:36:19

    Nun das wundert mich nicht, die Menschen werden immer brutaler und alles was sie an ihrem Machterhalt hindert und das tut eine klare Berichterstattung in Diktaturen und repressiven Systemen ... wird aus dem Weg geräumt. Allerdings darf man auch nicht vergessen das die Medien selber immer Schlagzei ...

  • Crashdog67 am 28.12.2011 01:20:35

    Also mal ganz Ehrlich, ein Sprichwort sagt, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Aber wenn man dann von solchen Fällen hört, in dem Reporter Lügen verbreiten, oder zum Wohle der Auflagen etwas hinzu oder weg lassen, überrascht es nicht das diese so gefährlich leben. Ich selber halte nicht ...

  • Trubarde am 25.12.2011 21:26:45

    Was meinen unsere Leser? Ist es eine noch so gute Geschichte wert, sein Leben aufs Spiel zu setzen? Wie schätzt Ihr die Gefahr ein? Wärt Ihr dazu bereit, dieses Risiko auf Euch zu nehmen? Ich würde sagen:ja. Sollte ich aber jemal in so eine Situation kommen, auf etwas gefährliche ...

  • Berina am 23.12.2011 21:54:21

    Oftmals werden dicke "Dinger" dann nicht Veröffentlicht weil es dem Redakteur nicht passt. Jüngstes Beispiel, ist der Spiegel mit dem Start der Windkrafträder. Der Redakteur hat einen Artikel nicht drucken/veröffentlicht lassen, da diese Windkrafträder seinem Pferdezucht Gebiet bzw. Club gefä ...

  • AluMiez am 23.12.2011 19:27:41

    Ich finde den Satz "Ist es eine noch so gute Geschichte wert, ..." recht irreführend. Vor allem Anderen geht es(in den gefährlichen Fällen) darum, die Bevölkerung weltweit zu informieren, was denn tatsächlich vorgeht. Dies ist absolut notwendig, damit man sich als mündiger Bürger ein Meinungs ...

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