
Bradley Manning, Whistleblower - Arbeit einer Unterstützerin
Im Vorfeld der Plädoyers wurde bekannt, dass Richter Paul Almanza neben den Anhörungsprotokollen auch 300.000 Seiten mit Beweismaterial bei seiner Entscheidungsfindung zu berücksichtigen haben wird. Unter diesen Beweisstücken sind auch die Chatlogs zwischen Manning und Assange, von deren Existenz die Öffentlichkeit - und womöglich auch die Verteidigung - bis zum Prozess nichts wusste. Nach Informationen von Wired-Redakteurin Kim Zetter diskutierten Manning und Assange "die Island-Depesche, die WikiLeaks veröffentlichte, die JTF-GITMO-Dokumente und Hilfe beim Knacken eines Passwortes."
Auch wurde von Mannings Unterstützern ein Artikel der Army Times diskutiert, in dem es heißt, dass zukünftig die E-Mails von Angehörigen der US-Streitkräfte standardmäßig überwacht werden sollen, um weitere Leaks wie den Manning zugeschriebenen zu verhindern. Die Verantwortlichen sprechen von einer Minimierung der "Insider-Bedrohung".
Im Schlussplädoyer stellte die Staatsanwaltschaft die Behauptung auf: "Al Qaida nutzt WikiLeaks zu seinem Vorteil." Damit soll offenbar argumentiert werden, dass Manning mit seinen Handlungen tatsächlich, wie in der Anklageschrift ausgeführt, "dem Feind geholfen" hat. "Manning gab wissentlich Informationen über WikiLeaks an den Feind weiter," so die Staatsanwaltschaft. Es wurde sogar ein angebliches Al-Qaida-Video gezeigt, in dem ein mutmaßlicher Sprecher des Terror-Netzwerks über Manning und WikiLeaks redete .
Für die Verteidigung hielt Mannings ziviler Anwalt David Coombs das Schlussplädoyer. Darin betonte er: "Ein wichtiges Kennzeichen unserer Demokratie ist die Fähigkeit unserer Regierung, offen zu ihren Bürgern zu sein." Außerdem untermauerte Coombs seine Position, dass die - mutmaßlich von Manning - geleakten Informationen keinen nennenswerten Schaden für die nationale Sicherheit bedeuteten. Der Himmel sei den USA nicht auf den Kopf gefallen und werde dies auch nicht tun, so der Anwalt. Er beendete sein Plädoyer mit den Worten: "Sonnenlicht ist das beste Desinfektionsmittel" und "Am Ende wird die Geschichte meinen Mandanten beurteilen".
Eine ausführliche Zusammenfassung des Schlussplädoyers der Verteidigung gibt es im Blog von Kevin Gosztola, der alle sieben Anhörungs-Tage als Medienvertreter verfolgte. Eine Zusammenfassung des Schlussplädoyers der Staatsanwaltschaft soll folgen.
Update (19:51 Uhr):
Einem Bericht des Newsportals "Nextgov" zufolge wurden zwei Beteiligte für ihre Rolle im Verfahren zum potentiellen Ziel des Internet-Kollektivs Anonymous. Gregg Housh, nach eigenen Angaben Anonymous-Sympathisant, erklärte gegenüber dem Newsportal, sowohl der an den Ermittlungen gegen Manning beteiligte IT-Forensiker Mark Johnson als auch Richter Paul Almanza würden von Anonymous als "mögliche Probleme, um die sich gekümmert werden muss" angesehen. Housh sagte, er selbst beteilige sich nicht an den Planungen, um nicht festgenommen zu werden. Er verfolge aber die in öffentlichen Chatrooms stattfindenden Diskussionen. Wie genau sich das mögliche Vorgehen gegen die beiden Männer gestalten könnte, konnte er aber noch nicht sagen.
Bild-Quellen: "These Colors Run" by Shalindria1981@DeviantArt
Annika Kremer am Donnerstag, 22.12.2011 19:51 Uhr
Zitat aus der Internetversion "Innere Führunbg" der Bundeswehr.. 106. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr erfüllen ihren Auftrag, wenn sie aus innerer Überzeugung für Menschenwürde, Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit, Gleichheit, Solidarität und Demokratie als den leitenden Werten unser ...
Ohja, super, direkt die Befehlskette überspringen und zum Nächsten rennen. Was machst du aber wenn der genauso n Scheiss drauf gibt? Zum Nächsthöheren gehen? Spätestens dann gibts aber auch Probleme, da du dich nicht an die Befehlskette haltest. Beziehungsweise wird der, ...
Was hat er eigentlich gemacht? :coffee: Hat er nicht dieses krasse Video an die Öffentlichkeit gebracht, welches eigentlich niemand sehen sollte? Genau das (zumindest wird ihm das vorgeworfen bzw. es wird allgemein vermutet). Daneben soll er auch noch andere ...
Dann eins in der Befehlkette höher melden,gleichzeitig den Militärbehörden diesen Fall berichten zur Anzeige bringen. Ohja, super, direkt die Befehlskette überspringen und zum Nächsten rennen. Was machst du aber wenn der genauso n Scheiss drauf gibt? Zum Nächsthöheren gehen? ...
Was hat er eigentlich gemacht? :coffee: Hat er nicht dieses krasse Video an die Öffentlichkeit gebracht, welches eigentlich niemand sehen sollte? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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