
Logo des USCID, der Behörde, die auch die Ermittlungen gegen Manning durchführte
Die Verhandlung begann mit technischen Problemen. Die Journalisten im "Media Room" konnten die Aussage des ersten Zeugen zu Beginn nicht verstehen, da zwar eine Bild- aber keine Tonübertragung stattfand. Auch danach gab es immer wieder Bild- und Tonstörungen. Bereits an den vorherigen Tagen hatte es teilweise technische Probleme, unter anderem mit der Befragung von Zeugen per Telefon, gegeben.
Als erster Zeuge wurde Sergeant Daniel Padgett befragt, der Manning im Jahr 2009 psychologisch betreute, als dieser einen Anfall von aggressivem Verhalten zeigte und einen Tisch umwarf. Der zweite Zeuge war Captain Barclay Keay, der Aufseher der Nachtschicht. Beide Zeugen hatten wenig Neues beizutragen. Sie bestätigten lediglich die von der Verteidigung schon seit Tagen präsentierte Version, dass Manning emotionale Probleme hatte und seine Vorgesetzten darauf nicht angemessen reagierten. Keay sprach außerdem, wie schon einige andere Zeugen, über die äußerst mangelhafte IT-Sicherheit in der Militärbasis.
Mehrere Beobachter machten auf die Tatsache aufmerksam, dass die Anklage weitaus mehr Zeugen laden durfte als die Verteidigung. Von den 48 Zeugen der Verteidigung waren lediglich zwei - sowie acht, die auch auf der Liste der Anklage standen - zugelassen worden.
Nach der Vernehmung der beiden Zeugen wurde die Anhörung auf morgen vertagt. Dann sollen die Schlussplädoyers der beiden Seiten gehalten werden. Dies könnte Stunden dauern. Die Verteidigung hatte beantragt, direkt zu den Schlussplädoyers überzugehen. Dieser Antrag wurde aber abgelehnt.
Nach den Schlussplädoyers ist die Anhörung beendet. Der zuständige Richter hat dann bis zum 16. Januar Zeit, eine Entscheidung zu treffen, ob Manning vor ein Kriegsgericht gestellt werden soll, und diese den zuständigen Autoritäten mitzuteilen. Diese müssen dann ihre eigene Entscheidung treffen, die aber wahrscheinlich der Empfehlung folgen wird.
Annika Kremer am Mittwoch, 21.12.2011 17:15 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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