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Internetshop mit Badlink-Attacke erpresst?

Google (Logo)

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Die Kriminalpolizei in Erlangen untersucht aktuell einen mutmaßlichen Erpressungsversuch, bei dem von einem Onlineshop 5.000 Euro gefordert wurden. Der Täter drohte damit, die Internetseite mit etlichen Spamlinks zu übersähen, sodass die Webpräsenz in der Suchmaschine Google schlechter gelistet wird. Dies berichtet der deutsche Suchmaschinenverband Suma.

Online-Suchmaschinen wie Google sind für Online-Gewerbe mittlerweile ein enorm wichtiges Instrument. Ist der eigene Shop weit oben in der Liste des US-Konzerns aufgeführt, kommen zwangsläufig mehr potenzielle Kunden auf die jeweilige Seite. Ein Unbekannter machte sich offenbar diesen Umstand zunutze. Er drohte der Inhaberin von Holzspielzeug-Discount.de damit, ihre Homepage mit dubiosen Links zu überschütten, sodass Google die Seite wesentlich schlechter platziert. Gerade im Weihnachtsgeschäft könnte ein derartiger Vorfall für einen Händler gravierende Auswirkungen haben. 

Am 6. Dezember um circa 10 Uhr soll sich der Erpresser bei der Betroffenen telefonisch gemeldet haben. Gegen eine Zahlung von 5.000 Euro würde er von der Badlink-Attacke absehen. Die Inhaberin der Webpräsenz ging auf das Angebot des Unbekannten allem Anschein nicht ein und kontaktierte hingegen den Suchmaschinenverband Suma, der in einer Pressemitteilung über das Vorkommnis berichtet. 

Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei Erlangen und versucht den mutmaßlichen Täter ausfindig zu machen. Angeblich habe die Besitzerin der Domain bereits beobachtet, dass ihr Site-Ranking bei Google gesunken sei. Nach offiziellen Angaben, versucht der Suchmaschinenkonzern derartige geschäftsschädigende Attacken auf Online-Shops durch entsprechende Skripts massiv zu erschweren. Eine hundertprozentige Erfolgsquote kann man jedoch nicht garantieren. 

Ob es im aktuellen Fall zu einem Gerichtsverfahren kommen wird, bleibt abzuwarten. Interessant dürfte wohl die Auslegung des deutschen Strafgesetzes bei derartigen Delikten sein. Einen ähnlichen Vorfall gab es hierzulande bisher nicht.

 

Bild-Quellen: google

Text-Quellen: suma-ev golem pressebox

Julian Wolf am Mittwoch, 21.12.2011 16:46 Uhr

tagsTags: google suchmaschine seo kripo erpressung kriminalpolizei

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • mahon1 am 23.12.2011 10:44:28

    Könnte mir das so vorstellen, dass Seiten (sehr, sehr viele) mit fragwürdigem Inhalt (z.b. Adult Content, XXX) auf diese besagte Seite verlinkt sind und somit der Google Filter greift. Deswegen wahrscheinlich auch eine Kinderspielzeug-Seite. das glaube ich am ehe ...

  • BellaBong am 22.12.2011 16:10:30

    Könnte mir das so vorstellen, dass Seiten (sehr, sehr viele) mit fragwürdigem Inhalt (z.b. Adult Content, XXX) auf diese besagte Seite verlinkt sind und somit der Google Filter greift. Deswegen wahrscheinlich auch eine Kinderspielzeug-Seite. Aber die Tatsache, dass die Seite in den News erscheint ...

  • sheepking am 21.12.2011 21:08:59

    Ich hätte das jetzt so verstanden, dass die Seite Sicherheitslücken aufweist, die ausgenutzt werden würden, um dort die Links zu den "bösen" Seiten zu platzieren :unknown: Oder es wird eventuell ganz einfach die Gästebuchfunktionalität ausgenutzt... Bei einer Sic ...

  • P7BB am 21.12.2011 18:08:51

    Ich hätte das jetzt so verstanden, dass die Seite Sicherheitslücken aufweist, die ausgenutzt werden würden, um dort die Links zu den "bösen" Seiten zu platzieren :unknown: ...

  • tas2580 am 21.12.2011 17:59:28

    Man setzt einfach sehr viele Links von bösen Seiten und Google stuft dann die verlinkte Seite ab. Ich bezweifel allerdings das sowas funktioniert. Umgekehrt funktioniert es sicher, also wenn eine Seite auf böse Seiten linkt wird sie im Ranking zurückgestuft. Ich kann mir aber nicht vorstellen das ...

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