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Piraterie: Spanische Schriftstellerin gibt aus Protest ihren Beruf auf

Piraterie

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Als die spanische Schriftstellerin Lucía Etxebarría erfuhr, dass die Anzahl der illegalen Downloads der ihrer verkauften Werke überstieg, gab es für sie keinen Ausweg mehr. Kurzerhand beschloss sie, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Aus Protest gegen Piraterie möchte die Schriftstellerin nicht länger ihrem regulären Beruf nachgehen. Nun wolle sie sich eine neue Beschäftigung suchen.

Ob Musiker, Schriftsteller, Filmemacher oder Softwarehersteller: Wieder und wieder beklagen sich Urheber und die dahinter stehende Industrie über Internetpiraterie. Filesharing und Schwarzkopien sind den Unternehmen ein Dorn im Auge, denn Gewinneinbußen und rückläufige Verkaufszahlen erschließen sie sich oftmals aus diesem Bereich. Während sich einige Vertreter der Industrie darüber den Kopf zerbrechen, inwiefern man Konsumenten den Gang in das Geschäft lohnenswert machen könnte, fahren andere schwere Geschütze auf.

So auch die Spanierin Lucía Etxebarría. Sie hat die Nase von der Piraterie dermaßen voll, dass sie gänzlich ihre Tätigkeit als Schriftstellerin aufgibt. Grund dafür ist die kürzlich erlangte Erkenntnis, dass es mehr illegale Downloads von ihren veröffentlichten Werken gibt, als im Handel verkauft wurden. Aus Protest gegen die Piraterie hängt sie ihren Beruf an den Nagel. "Ich werde für längere Zeit keine Bücher mehr veröffentlichen, bis diese Situation sich geändert hat. Mir steht nicht der Sinn danach, drei Jahre lang wie eine Verrückte für nichts an einem Werk zu arbeiten. Wenn ich Romane verschenken will, lasse ich Kopien für meine Freunde anfertigen", so die Schriftstellerin auf ihrer Facebook-Seite. Nun wolle sich Etxebarría einen neuen Beruf suchen.

Bei den unzähligen Downloadern stießen diese Aussagen nicht auf taube Ohren. Das Facebook-Profil der Schriftstellerin hat sich nun zu einem Diskussionsplattform herausgebildet und viele Internetnutzer versuchen nun ihre Download-Aktivitäten zu rechtfertigen. Ein Facebook-Nutzer schreibt beispielsweise auf die Pinnwand der Schriftstellerin, dass er schlichtweg zu wenig Geld verdiene, um sich gebundene Bücher leisten zu können.

Text-Quellen: n-tv guardian

Sener Dincer (g+) am Dienstag, 20.12.2011 22:14 Uhr

Tags: filesharing piraterie protest

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vgwort
 
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81 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Folterknecht am 21.01.2012 11:49:37

    Zumindest Universitätsbibliotheken zahlen Pauschalen an die Verlage für die ganzen Kopien, die gemacht werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ähnliche Abrechnungssysteme auch in anderen Bibliotheken gibt. Das kann natürlich sein, kann da nur für öffentliche Bib ...

  • Gr33tingzzz am 21.01.2012 10:59:41

    Ich finde es von der Frau nicht richtig, ihr Scheitern nur auf "Internetpiraterie" zurückzuführen. Ob sie von der Contentmafia jetzt ein paar Scheinchen extra bekommen hat, damit sie die Raubmordkopierer in aller Öffentlichkeit verunglimpft sei dahingestellt, fest steht jedoch, dass die Zeiten sich ...

  • meranti am 21.01.2012 08:56:24

    Bibliotheken zahlen gar nichts an die Urheber, die kaufen die Bücher und verleihen sie dann. Ich arbeite in einer Bibliothek und weiß das. *lol* Zumindest Universitätsbibliotheken zahlen Pauschalen an die Verlage für die ganzen Kopien, die gemacht werden. Ich ...

  • Folterknecht am 21.01.2012 00:32:00

    Da fällt mir was ein das ich mir letztens schon überlegt habe: wieviel zahlen den Bibliotheken den Urhebern? Die kaufen die Bücher doch auhc bloß regulär im Laden und legen nicht pro Leser paar Euros hin. Aber ich hab noch nich gehört dass Schriftsteller ihren Beruf aufgebe ...

  • Lovntola am 25.12.2011 11:17:21

    Wenn es nur ums Geld ging, wäre Michelangelo Anstreicher geworden. ;) Nein. Er hat als Künstler genug Kohle verdient. ...

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