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Australien: "Kunden sind Piraten"

Eine Allianz namhafter Filmstudios fordert vom australischen ISP iiNet, den Gerichten Aufwand zu ersparen und einfach zuzugeben, dass seine Kunden Piraten seien.

Die Gruppe AFACT, zu der unter anderem Universal Pictures, Warner Bros Entertainment, Paramount Pictures, Sony Pictures Entertainment, Twentieth Century Fox Film Corporation und Disney Enterprises, Inc. gehören, wirft dem ISP vor, dass er keine angemessenen Schritte gegen Copyright-Verletzungen in seinem Netzwerk unternommen habe. Für angemessen hält AFACT, die Internetverbindung von angeblichen Rechteverletzern zu kappen.

Da iiNet diese Maßnahme nicht ergriffen habe, mache sich der ISP selbst der Copyright-Verletzung schuldig, indem er sie erlaube, argumentiert AFACT. Die bedeutendste Anschuldigung gegen iiNet musste die Allianz aber bereits vor kurzem fallen lassen. Der Vorwurf, das Unternehmen verstoße selbst direkt gegen das Copyright, indem es die von AFACT geforderten Maßnahmen nicht durchführe, fand vor Richter Dennis Cowdroy keine Gnade. AFACT musste sich von diesem Teil der Anklage verabschieden und die durch sie entstandenen Kosten von iiNet begleichen.

Übrig bleibt die Forderung, den Provider für die Copyright-Verstöße seiner Kunden zu belangen. Die AFACT, die auch schon einmal illegale Downloads mit Heroin verglich, geht dabei alles andere als zimperlich vor. iiNet solle doch zugeben, dass seine Kunden Piraten seien, und den Gerichten die Arbeit ersparen, polterten die Kläger. Man habe Beweise für "zehntausendfache Copyright-Verletzungen" vorgelegt. Der Unternehmenschef Michael Malone ist allerdings nicht geneigt, dieses Spiel mitzumachen: "Wenn sie kommen und sagen, dass eine Person Piraterie begeht, dann ist es ihre Pflicht, das zu beweisen", stellte er in seiner Antwort klar. Wie das Gericht in dieser Angelegenheit denkt, wird frühestens am 9. Juni geklärt. Dann treffen sich beide Parteien wieder vor Gericht. (Simon Columbus) (via TorrentFreak, thanks!)

News Redaktion am Montag, 18.05.2009 22:23 Uhr

tagsTags: afact iinet michael malone australien

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12 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • alexurus am 20.05.2009 02:28:48

    zehntausende Intenetnutzer der Piraterie überführt Wow... haben sie etwa einen Torrent-Client mit ein paar Top100-Files für zwei Stunden laufen lassen und alle IPs geloggt? :dozey: Mal ehrlich, das klingt doch alles sehr nach einem verzweifeltem Schrei "Gib's doch zu!" im S ...

  • Chronoton am 19.05.2009 10:55:36

    n good old germany wurden seiten auch ohne gesetz (snuffx usw.) gesperrt!!! nö, snuffsex, wenn es denn sowas überhaupt gibt. können sich die leute reinziehen soviel sie wollen. der besitz ist nicht verboten und ein verbot ist auch nciht geplant. mfg chronoton ...

  • Special1978 am 19.05.2009 07:16:20

    schön,das man noch in australien darüber diskutiert,in good old germany wurden seiten auch ohne gesetz (snuffx usw.) gesperrt!!!vom inhalt der seite(n) mal ab,fragt sich nur,was da noch kommen mag nach den kipos...:dozey: ...

  • tranquil am 19.05.2009 06:13:02

    Aufgrund der doch eher zweifelhaften Rückendeckung der Provider durch die dortigen Gesetze, was die Mitstörerhaftung angeht (wenn es so etwas in Australien überhaupt gibt), sollten sich alle Provider mal zum Protest zusammen schließen und für einen Tag alle Leitungen mal einfach dicht machen. ...

  • joinbug am 19.05.2009 01:07:19

    Da sieht man mal wieder wie dieser Lobbyverein gestrickt ist. Am besten Beweislastumkehr und ganz das Internet kappen (auch ohne Verdacht), alles Verbrecher die Nutzer von diesem seltsamen Internetz. Wird Zeit, dass denen der Hahn zugedreht wird.. ...

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