
Dagmar Sikorski, Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands, stellt erste Forderungen an die neue Bundesregierung nach der Bundestagswahl. Sie sagte: "Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie in der nächsten Legislaturperiode die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Musikbranche deutlich verbessert." So erwartet sie eine Anpassung des Urheberrechts an die "technische Entwicklung". Was genau sie damit meint, wird aus der Aussage nicht klar.
Lediglich dieses erfährt man noch: "Im Hinblick auf den großen wirtschaftlichen Schaden, den die illegale Musiknutzung insbesondere im Online-Bereich anrichtet, wünschen wir uns von der Bundesregierung, das Urheberrecht und die damit im Zusammenhang stehenden anderen gesetzlichen Vorschriften der technischen Entwicklung so anzupassen und durchzusetzen, dass die angemessene wirtschaftliche Beteiligung der Urheber an der Nutzung ihrer kreativen Leistungen sichergestellt ist." Könnte damit ein verbessertes DRM gemeint sein? Three-Strikes? Kulturflatrate?
Auch die zweite Forderung ist ähnlich nebulös. Die Präsidentin des Verbandes erwartet eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen für die "kollektive Rechtewahrnehmung im Onlinebereich" unter Anderem vor dem Hintergrund, dass die Tätigkeitsbereiche der Verwertungsgesellschaften durch die EU international erweitert wurden. Auch hier ist kein konkreter Sachverhalt erkennbar.
Drittens, so fordert Dagmar Sikorski, soll die "Vielfalt des Musiklebens" in Deutschland erhalten bleiben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise werde auch Auswirkungen auf überwiegend mittelständisch geprägte Unternehmen der Musikwirtschaft haben und auch weitere Institutionen des Musiklebens treffen, so Sikorski. Die Regierung hat dafür Sorge zu tragen, dass diese Unternehmen nicht in eine "Kreditklemme" geraten, und auch die öffentliche Förderung in diesem Bereich dürfte angesichts der aktuellen Lage nicht gekürzt werden. Darüber hinaus soll der Bund seinen Einfluss auf Länder und Kommunen geltend machen. Schon seit Jahren fordern Organisationen im Kulturbereich, die "Kultur als Staatsziel" in das Grundgesetz aufzunehmen. (020200)
(via Das Musikinstrument, thx!)
(Bild: Logo Deutscher Musikverleger Verband)
News Redaktion am Samstag, 03.10.2009 19:51 Uhr
Ich bin sehr gespannt, ob man sich da herantrauen wird!?!??? Und klar, die Konsumenten haben halt wenig bis wenige Ausnahmen (Verbraucherzentrale etc.) keine Fürsprecher. Da ist weniger Gegenwind zu erwarten als von den Banken Die DB hat alleine 3.000.000€ aufs Spendenkont ...
@ Ghandy Mh das mit den Filmen leuchtet ein. Kein Geld= Kein Film. Aber das als medienwirksamer Skandal was die Zerstörung von Kultur angeht wird wohl noch lange auf sich warten lassen. Nach der Wirtschaftskrise hätte man die entsprechenden Banken einfach verstaatlichen sollen, einfach übernehm ...
@CharlesBukowski: Die Regeln nach denen Kredite vergeben werden müsste zumindest theoretisch unterschiedlich sein. Tatsache aber ist, dass so gut überhaupt niemand mehr Kredite bekommt. Mit der Zuverlässigkeit oder Bonität hat das aber nichts mehr gemeinsam. Sogar die Filmwirtschaft leidet dar ...
vll weil der Filialleiter den Vorsitzenden kennt und der gesagt hat dass dein Bekannter ok ist?? Ich wär definitiv für ne Kulturflatrate,aber nur wenn auch Porn...ähm..Erotikfilme dabei sind und Spiele,denn machen wir uns nix vor,Abmahnanwälte werden auch dann abmahnen ,wenn Musik nichtmehr abm ...
Was die Frau Sikorski da sagt hört sich alles sehr schwammig an, aber es wird, wenn sich die Gelegenheit bietet klar werden in welchen Bereich es geht. Höhere Strafen und Internetzensur. @ Ghandy Nach welchem Schema Banken Kredite vergeben ist mir nicht ganz klar. Gibt es da gesetzliche Regelunge ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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