
If I would reveal the truth - would you torture me? (Grafik des Bradley Manning Support Network)
Eine anonyme Quelle berichtete gegenüber dem "Bradley Manning Support Network", dass Militärangehörige am Morgen des vergangenen Freitag eine nichtöffentlichte Informationsveranstaltung für ausgewählte Pressevertreter abhielten. Darin wurden Einschränkungen besprochen, die für Pressevertreter während Mannings Anhörung gelten werden.
Kurze Zeit darauf gab es auch eine offizielle Pressemitteilung der US-Armee zu diesem Thema. Darin wird unter anderem festgehalten, dass sich Journalisten bis spätestens Dienstag, den 13. Dezember - drei Tage vor dem ersten Anhörungstermin - akkreditieren müssen. Daneben betont die Armee, es könnten nicht alle Anfragen positiv beantwortet werden, da eine "begrenzte Anzahl" von Plätzen zur Verfügung stehe. Man gebe sich aber größte Mühe, eine "vielseitige Medien-Repräsentation" zu ermöglichen. Elektronische Geräte wie "Mobiltelefone, Funkgeräte, Pager, iPods, Blackberrys, Diktiergeräte und ähnliche Geräte" dürfen die Medienvertreter nicht in die Anhörung mitnehmen. Fotos dürfen nur von einem bestimmten Bereich aus gemacht werden.
Mannings Unterstützer bewerten das Verhalten des Militärs, insbesondere aufgrund der von der anonymen Quelle geschilderten und bislang nicht öffentlichen Aussagen aus dem Briefing, äußerst kritisch. "Das Militär versucht, bei diesem Verfahren nach dem System des 'eingebetteten Journalismus' vorzugehen," erklärte Jeff Paterson, Sprecher des Bradley Manning Support Network, "Wie in Kriegsgebieten bekommen diese Reporter speziellen Zugriff auf Informationen als Gegenleistung für gefällige Berichterstattung. Gleichzeitig werden unabhängige Journalisten außen vor gehalten. Es ist unentschuldbar für die Armee, so bei einem Kriegsgerichtsverfahren vorzugehen, das laut Gesetz sowohl für die Medien als auch für die Öffentlichkeit offen ist."
Die anonyme Quelle berichtete, laut Briefing sollen im Gerichtssaal "weniger als zehn" Plätze für Medienvertreter und Bürger zur Verfügung stehen. Es werde womöglich einen zusätzlichen Raum für die Presse geben, in dem der Prozess per Video übertragen werde; dabei sei jedoch davon auszugehen, dass große Teile der Verhandlung nicht übertragen werden, so die Quelle. Die anonyme Person berichtete, Armeeoffiziere planten, nicht näher spezifizierte Bedrohungen der nationalen Sicherheit anzuführen, um den Informationsfluss über das Verfahren zu kontrollieren. Kevin Zeese, Rechtsberater des Bradley Manning Support Network, sagte dazu: "Wir wissen bereits, dass interne Untersuchungen der Regierung zu dem Schluss kamen, dass diese Materialien nie eine Bedrohung für die nationale Sicherheit dargestellt haben. Die Obama-Regierung klammert sich an offensichtlich erfundene Bedrohungen in einem absurden Versuch, Journalisten zu kontrollieren und dem amerikanischen Volk die Wahrheit vorzuenthalten."
Das Bradley Manning Support Network plant, unter dem Informationsfreiheitsgesetz die Herausgabe eines Protokolls des heutigen Presse-Briefings zu verlangen.
Bild-Quellen: Bradley Manning Support Network
Text-Quellen: Bradley Manning Support Network Bradley Manning Support Network
Annika Kremer am Sonntag, 11.12.2011 03:04 Uhr
hi, kann mich mal wer zu den Unterstützer vermitteltn? ich weiß wie man 100% ein diktier gerät in die Verhandlung bekommt! und mein kein troll! ich meine das schon ernst! dann kann man zwar erst nach der Verhandlung die Tonbänder veröffentlichen aber die wären dann ...
Es geht hier ja eig. gar nich um Bradley Mannings Daten, die waren ja harmlos, die wollen nur ein Exempel statuieren damit kein anderer auf die Idee kommt in die Pfeife zu trällern... ...
hi, kann mich mal wer zu den Unterstützer vermitteltn? ich weiß wie man 100% ein diktier gerät in die Verhandlung bekommt! und mein kein troll! ich meine das schon ernst! dann kann man zwar erst nach der Verhandlung die Tonbänder veröffentlichen aber die wären dann Ungeschwärzt. ich bitte ...
Bei der bevorstehenden Anhörung des mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning wird es offenbar strenge Auflagen für Pressevertreter und neugierige Bürger, die der Verhandlung beiwohnen wollen, geben. Mannings Unterstützer kritisieren, kritische Berichterstatter würden durch die Regeln ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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