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SETI: Allen Telescope Array nimmt Betrieb wieder auf

ATA: Die Suche nach außerirdischem Leben geht weiter

ATA: Die Suche nach außerirdischem Leben geht weiter

Nachdem das ATA im April wegen Finanzproblemen den Betrieb einstellen musste, ist es nun gelungen zusammen mit privaten Spendern und der US Air Force genügend Geld zu sammeln, um die Suche nach außerirdischer Intelligenz wieder aufzunehmen. Nebenbei soll das Telescope Array aber auch nach Weltraumschrott suchen, der Satelliten gefährden könnte

Passend zur Entdeckung des Exoplaneten Kepler 22b kann die Suche nach außerirdischen Funksignalen wieder begonnen werden. Bei Kepler 22b handelt es sich um einem erdähnlichen Planeten, dessen Entdeckung vor wenigen Tagen am 5. Dezember bestätigt wurde. Erstmals beobachtet wurde Kepler 22b bereits im Jahr 2009. Kepler 22b ist aktuell der beste Kandidat für außerirdisches Leben. Auf dem Exoplaneten, der sich in der sogenannten habitabelen Zone befindet, herschen im Durchschnitt circa 22° C . So könnte zum Beispiel Wasser in flüssiger Form vorhanden sein, eine Bedingung für Leben, wie wir es kennen. Auch Jill Tarter, die Leiterin des Seti Research Centers, zeigt sich begeistert von der Entdeckung. "Das ist eine tolle Gelegenheit für SETI-Beobachtungen. Zum ersten Mal sind wir in der Lage, unsere Teleskope auf einen Stern zu richten, in dem Wissen, dass um diesen Stern mindestens ein Planet kreist, auf dem Bedingungen analog zur Erde innerhalb der habitabelen Zone herschen. Das ist die Art von Welten, die Heimat für eine Zivilisation sein könnte, die in der Lage ist, Radiosender zu bauen."

In den nächsten zwei Jahren sollen alle normalerweise stummen Frequenzen von 1 - 10 GHz systematisch nach Lebenszeichen auf Kepler 22b abgesucht werden. Das ATA ist hierbei weltweit die einzige Einrichtung, die in der Lage ist alle 9 Millionen Kanäle (1 KHz pro Kanal) gleichzeitig zu beobachten. Die Auswertung der gewonnen Daten dürfte hierbei auch weiterhin über das Distributed Computing Projekt Seti@Home erfolgen. Neben Kepler 22b gibt es über 2300 weitere Kandidaten für mögliche außerirdische Intelligenz. Die Arbeit für SETI und das Allen Telescope Array  ist also zumindest theoretisch gesichert. Um auch eine langrfristig stabile Finanzierung zu erhalten, soll das ATA nebenbei für die US Air Force nach Weltraumschrott ausschau halten. Mit weiteren Spenden-Aktionen, dem Auftrag der US Air Force und der Unterstützung durch wahrscheinlich kommende NASA Forschungsgelder rund um die Entdeckung von Kepler 22b dürfte der kostspielige Betrieb des nach dem Microsoft-Gründer Paul Allen benannten Telescope Arrays jedoch zumindest für die nächsten Jahre finanzierbar sein. 

Bild-Quellen: seti

Text-Quellen: seti golem

Malte Kremer (g+) am Donnerstag, 08.12.2011 15:29 Uhr

Tags: nasa astronomie seti seti@home

vgwort
 
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2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • KidZler am 09.12.2011 19:27:36

    Na endlich gehts weiter :) Auf zu neuen welten und Frauen mit 4 Brüsten :)) ...

  • Tecillius am 08.12.2011 20:43:14

    Es sollte mehr Geld in die Forschung fliessen als andere Länder zu "anektieren" und es demokratisierungsprozess zu nennen! Denn Krieg ist ja sehr teuer!! Es kann doch nicht sein das Forschungsgebiete aufgrund des Geldes, eingestellt werden welche die Menschen evtl. mal weiterbringen könnten. Aber z ...

  • CaptainObvious am 08.12.2011 15:29:58

    Nachdem das ATA im April wegen Finanzproblemen den Betrieb einstellen musste, ist es nun gelungen zusammen mit privaten Spendern und der US Air Force genügend Geld zu sammeln, um die Suche nach außerirdischer Intelligenz wieder aufzunehmen. Nebenbei soll das Telescope Array aber auch nach Weltraumsc ...

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