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AK Zensur: KiPos löschen statt verstecken!

Angesichts neuer Umfragen zur Akzeptanz von Internet-Sperren weist der Willkommen beim Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) darauf hin, dass jegliche Blockaden völlig nutzlos im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet sind. Lieber die einschlägigen Seiten abschalten, anstatt diese zu sperren.

Analysen der skandinavischen Sperrlisten haben gezeigt, dass nahezu alle betreffenden Webseiten auf Servern in den USA und Westeuropa liegen. Von daher wäre es leicht möglich, die Betreiber zu verfolgen und die Seiten vom Netz zu nehmen. "Illegale Webseiten lassen sich innerhalb kürzester Zeit abschalten, schneller als jede Sperre wirkt", so Florian Walther, Internet-Sicherheits-Experte vom AK Zensur.

Bis jetzt haben sich innerhalb kürzester Zeit fast 87.000 Bürger an der ePetition gegen Internet-Sperren beteiligt. Die Kritik an den Planungen der Bundesregierung kommt aus der Mitte der Bevölkerung und anders als bei anderen Organisationen werden keine bezahlten Unterschriftensammler eingesetzt. Dass sich in Umfragen andererseits eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger für eine Sperrung kinderpornographischer Seiten ausspricht, ist nicht automatisch ein Widerspruch: Vielen Mitbürgern ist noch nicht bewusst, dass die sogenannten Sperren, wie sie im Gesetzentwurf vorgesehen sind, tatsächlich nur Sichtblenden darstellen. Die fraglichen Seiten bleiben bei minimalem Mehraufwand und nur geringen Fachkenntnissen weiterhin erreichbar.

Alvar Freude stellt klar: "Wir alle fordern ein entschiedenes Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und dessen Darstellung im Internet - auch der Wortlaut der Online-Petition gegen Internet-Sperren macht das ja sehr deutlich. Wir streiten uns um den Weg. Internet-Sperren sind kontraproduktiv, sie blenden das Problem aus, statt es tatsächlich zu bekämpfen, erschweren die Strafverfolgung und nützen so den Tätern. Durch die Hintertür wird überdies eine gefährliche Sperr-Infrastruktur errichtet. Ich würde es begrüßen, wenn wir mit den Sperr-Befürwortern zu einem Dialog kommen könnten, um so effektive Möglichkeiten zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet zu diskutieren." (Ghandy)

(via PM von AK Zensur, merci!)

News Redaktion am Dienstag, 19.05.2009 11:56 Uhr

tagsTags: epetition ak zensur kinderporno

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65 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MrDraco am 30.06.2009 13:49:02

    Wow! Sogar nen Honeypot gefunden! Niederlande, Luxemburg, Schweden? Kann mir keiner erzählen, dass die Rechtlich soweit weg wären.:dozey: ...

  • Gravenreuth am 22.05.2009 20:02:32

    Jetzt erfindet der Günni schon Aktenzeichen... :rolleyes: Wer mir nicht glaubt kann ja beim Zentralregister des LG Hamburg nachfragen. :D ...

  • Chronoton am 22.05.2009 20:01:42

    These - Beweis? du hast die behauptung aufgestellt, die chinesen würde nicht gegen kinderpornografie einschreiten, weil es bei urheberrechtsverletzungen auch nicht geschieht. du bist in der bringschuld deine these zu untermauern, nicht ich. Funktioniert auch mit China - in ...

  • Chummer am 22.05.2009 14:22:27

    These - Beweis? In China (deinem ständigen Beispiel) ist die Urheberrechtsverletzung sprichwörtlich zu Hause. Dass dagegen nichts getan wird ist allgemein bekannt. Nichts desto trotz sind CHinesen Menschen. Dh ein PRovider, der Urheberrechtsverletzung zulässt, weil man es in Chin ...

  • Gravenreuth am 22.05.2009 07:45:16

    und was hat produktpiraterie mit dem verbreiten von kinderpornografie zu tun? besteht hier nicht ein imenser unterschied in der sensibilität der provider für beide handlungen? These - Beweis? ansonsten -> rechtshilfe Funktioniert auch mit China - in der ...

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