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Thailändische Regierung fordert Löschung von 10.000 Facebook-Seiten

Das Soziale Netzwerk Facebook ist bei der thailändischen Regierung offenbar nicht beliebt. Das Königshaus hat das US-Unternehmen dazu aufgefordert, insgesamt 10.000 Seiten auf den Servern des Netzwerkes zu löschen. Alle Inhalte würde angeblich die thailändische Staatsregierung beleidigen und stellen so nach dortigem Recht eine Straftat dar.

Der thailändische König Bhumibo Adulyadej ist nicht bei all seinen Bürgern beleibt. Kritik jeglicher Art gegen die Staatsführung ist nichtsdestotrotz oder gerade deswegen strikt verboten. Wer dem zuwider handelt, dem drohen innerhalb der Grenzen etliche Jahre Haft. Im Rahmen des „Computer Crimes Act“, verschärften die Politiker des Landes 2007 die Bestimmungen nochmals. Jeder Seitenbetreiber wird seit dem erbarmungslos für alles zur Verantwortung gezogen, was auf seiner Webseite zu sehen ist. Dies gilt auch, wenn es sich eindeutig um Userkommentare Dritter handelt. Der Webmasterin einer Thai-Seite drohen aktuell beispielsweise 80 Jahre Gefängnisaufenthalt, was faktisch einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe entspricht. Ein weiterer 61-jähriger Thailänder muss 20 Jahre hinter Gitter, weil er SMS verschickte, deren Inhalt die Regierung kritisierte. 

Auch Facebook wurde von den Strafverfolgungsbehörden nun ins Auge gefasst. Insgesamt 10.000 Seiten im sozialen Netzwerk werden als majestätsbeleidigend eingestuft und seien somit zu löschen. Auch thailändische Nutzer des Portals sollen für falsche Beiträge im Netz haftbar gemacht werden. Aufgrund der strengen Gesetzeslage könnte theoretisch sogar der Facebook-CEO Mark Zuckerberg direkt für die zahlreichen kritischen Seiten belangt werden. Bei einem Aufenthalt in Thailand würde ihm also eine Verhaftung drohen.

Ob Facebook sich dem Willen des thailändischen Staates beugen wird, bleibt abzuwarten. Höchstwahrscheinlich hätten weder Zuckerberg noch Facebook als Unternehmen in Amerika rechtliche Konsequenzen zu befürchten, falls alle beanstandeten Inhalte öffentlich bleiben. Letztlich müssen die Bürger des Landes unter den fraglichen Gesetzen leiden. Die Erfahrung zeigte, dass allein ein Klick auf einen falschen „Gefällt mir“-Button fatale Folgen haben kann. 

 

Julian Wolf am Freitag, 25.11.2011 15:16 Uhr

tagsTags: facebook kritik mark zuckerberg thailand gefängnis

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vgwort
 
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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Spinebreaker am 26.11.2011 10:47:15

    Da würde ich als Facebook-Betreiber einfach den gesamten Facebookzugang für das gesamte Land sperren und durch ne freundliche Erklährung ersetzen dass der beknackte König dran Schuld ist :D Ich glaube auf die paar User kann Facebook auch verzichten... ...

  • popc02n am 25.11.2011 19:20:07

    Mir war gar nicht bewusst, dass es dort so streng zu geht. Das wird sicherlich nicht nur bei facebook der Fall sein, sondern möglicherweise auch bei diversen anderen Netzwerken. Ich frage mich wer das alles überprüft bei denen... Ob da der königliche Anti-Cyber-Diffamierungs-Hauptmann täglich ...

  • damnemokid am 25.11.2011 17:20:19

    yay, Marc Zuckerberg hinter Gitter bitte :D ...

  • Jadex am 25.11.2011 16:39:17

    Solange es solche Konstellationen gibt wird es auch Zensur geben Das ist Fakt und daran wird auch facebook nichts ändern Punkt off-topic: Bhumibol Adulyadej :D so möcht ich auch heißen :p ...

  • Lonakuri am 25.11.2011 15:47:55

    1. Quelle? 2. Bhumibol 3. Regierung =! Königshaus. :rolleyes: ...

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