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Labels ziehen sich aus Spotify zurück

Spotify-Hauptquartier in Stockholm

Spotify-Hauptquartier in Stockholm

Erst kürzlich hat der bekannte Musik-Streaming-Dienst Spotify seinen Verfügbarkeitsbereich auf Österreich ausgeweitet. Wie der Leiter der Plattform, Daniel Ek, gegenüber Futurezone erklärte, wolle man der Musik-Piraterie mit Spotify eine legale Alternative gegenüberstellen. Erste Musiklabels ziehen sich aus dem Dienst jedoch wieder zurück, da sie ihn als nicht rentabel genug erachten.

Die Idee des Dienstes aus Schweden scheint einfach: Der Nutzer zahlt rund fünf bis zehn Euro im Monat und kann im Gegenzug auf einen Datenpool von 15 Millionen Songs zugreifen, die er am Computer und auf dem Smartphone abspielen kann. Ein Download der Tracks ist nicht möglich, wobei allerdings kein Limit bei der Musikwahl oder der Benutzungszeit besteht. 

Wie Spotify-Gründer Daniel Ek im Exklusiv-Interview mit Futurezone erklärte, wolle man der Musik-Piraterie mit Spotify entgegenspielen und somit die Künstler fördern. Insgesamt 100 Millionen Euro seien in den letzten drei Jahren an die Rechteinhaber der Musik ausgezahlt worden. Das Verfahren richtet sich dabei nach der Abspielhäufigkeit der einzelnen Tracks. Je mehr Klicks, desto mehr Gebühren zahlt das Unternehmen aus. 

Mit dieser Summe scheint jedoch nicht jedes Label zufrieden zu sein. Wie die Süddeutsche berichtet, zog sich der britische Dienstleister ST Holdings, der immerhin 238 kleine Labels beheimatet, vollständig aus Spotify zurück. Für die Künstler bleibe schlichtweg zu wenig Geld hängen. Ek zufolge überwiege in der Musikbranche die Zahl der Streaming-Befürworter nichtsdestotrotz der der Gegner. In Zukunft wolle man den Dienst noch wesentlich weiter ausbauen, statt ihn ausschließlich in Skandinavien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Belgien, der Schweiz und den USA anzubieten. Wann ein Start in Deutschland erfolgt, ist noch nicht abzusehen. Bereits im Streit der Videoplattform YouTube mit der GEMA kam zum Vorschein, dass die Verwertungsgesellschaft sehr hohe Gebühren zu verlangen scheint.

    

 

Bild-Quellen: wikipedia

Julian Wolf (g+) am Mittwoch, 23.11.2011 23:54 Uhr

Tags: musik piraterie spotify stream antipiraterie

vgwort
 
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11 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • awichai am 24.11.2011 18:05:36

    Grooveshark ist schon ein guter Dienst, bekommt aber im Moment auch ordentlich Druck von der MI. ...

  • thegreenvirus am 24.11.2011 17:08:41

    Ich benutze lieber Grooveshark. Es ist im Grunde das selbe, man kann dort Musik hören und eigene hochladen. ...

  • nicoj10 am 24.11.2011 15:35:33

    Selbst schuld wenn sie sich zurückziehen dann saugen die Leute eben illegal und dann haben sie KEINEN CENT davon. ...

  • tras am 24.11.2011 14:51:21

    Alle reden immer nur wie schlecht Streaming Services sind. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass es immer mit Downloads verglichen wird. Hätten die alle gedownloadet dann hätte ich soviel verdient. Und genau hier liegt das Problem, an dem hätte. 1 Download != 1 Stream Viele die das streamen würd ...

  • Stichlasser am 24.11.2011 11:08:43

    Versteh ich das gerade richtig? Die verdienen lieber kein Geld als "wenig" Geld? Wenn sie da jetzt aussteigen bekommen sie gar nichts mehr... vorher gab es wenigstens was, wenn vielleicht auch nicht soviel wie sie sich erträumt haben. Wirklich mehr arbeiten müssen sie ja ke ...

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