"Occupy London" - Grafik eines Unterstützers
Die Corporation wirft den Demonstranten vor, mit ihrem Camp vor der St Paul's Cathedral den Verkehr zu behindern. Daher verlangt sie nun die Räumung. Verhandlungen zwischen beiden Seiten verliefen ergebnislos. Nächste Woche werden sich Corporation und Protestbewegung vor Gericht treffen.
Im Vorfeld dieser Verhandlung tauchte ein von der Corporation eingereichtes Dokument mit mehreren Zeugenaussagen auf, in denen heftige Vorwürfe gegen die Demonstranten erhoben werden. So wird eine Zeugenaussage von Nicholas Cottam, dem Archivar von St Paul's, zitiert, laut der Demonstranten die Kirche durch Graffitis - teilweise mit anstößigem Inhalt - "entweiht" hätten. Außerdem hätten Demonstranten im Eingang - und teilweise auch im Innenraum - der Kirche Kot hinterlassen. Gottesdienste seien durch Lärm gestört worden, obwohl man mehrfach um Ruhe gebeten habe. Angestellte der Kirchengemeinde seien mehrfach beleidigt worden. Cottam äußert die Vermutung, dass Alkohol - und wahrscheinlich auch illegale Drogen - ihren Teil zum lauten und undisziplinierten Verhalten der Demonstranten beitragen. Außerdem stört sich die Kirchengemeinde offenbar daran, dass das Camp und die massive Medienpräsenz Besucher abschrecken. Die Kathedrale ist normalerweise ein beliebtes Ausflugsziel, insbesondere für Schüler.
Außerdem wird in dem Schreiben die Sozialarbeiterin Joy Hollister zitiert, die erklärte, dass teilweise auch "anfällige Personen" durch das Camp angezogen würden. So habe sie dort psychisch Kranke, Drogenabhängige und Personen mit extrem mangelhafter Körperhygiene angetroffen. Außerdem würden mehrere Kinder im Camp leben oder dort viel Zeit verbringen, was sie ebenfalls als problematisch einstuft. Auch ein Aushilfs-Polizist berichtet in seiner Zeugenaussage von Drogenkonsum im Camp.
Occupy London äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen, was eine Einschätzung von deren Wahrheitsgehalt schwierig macht. Ein Sprecher der Protestbewegung erklärte, man beschäftige sich derzeit mit dem Dokument und werde vor Gericht eine Stellungnahme dazu abgeben.
Herrschen im Camp tatsächlich derartig bedrohliche Zustände, oder handelt es sich um einen Versuch, die Protestierenden zu diskreditieren?
Bild-Quellen: "Occupy London" by Party9999999@DeviantArt
Text-Quellen: The Guardian
Annika Kremer (g+) am Montag, 21.11.2011 20:30 Uhr
Ah, ach so. So ist das also. Wenn ungewaschene Gestalten, Drogenabhängige und Psychos in Unterführungen oder Hintergässchen herumlungern dann ist alles paletti und völlig OK. :T sieht ja keiner, sind ja nur Einzelpersonen, sollen die doch machen was sie wollen. Aber wenn die sich mal versammeln so ...
Ich bezweifle, dass Anwohner in der Aufstellung von Dixiklos ein gelöstes Problem sähen :rolleyes: Nö aber AA im Dixiklo ist besser als AA in der Kirche :D ...
Wenn permanent vor dein Haus geschissen wird, wirst du dich auch um eine Räumung bemühen. Demonstrationsfreiheit heißt nicht, dass man machen kann was man will, solange man es Demonstration nennt. Absolut korrekt. Denn das erinnert mich eher an Woodstock als an ei ...
In Amsterdam wurden Dixiklos aufgestellt. Dann wäre man die Hygieneprobleme schon mal los Ich bezweifle, dass Anwohner in der Aufstellung von Dixiklos ein gelöstes Problem sähen :rolleyes: ...
Viele mögen es für ein Vorurteil halten aber ich habe das in mehreren Wochen England-Urlaub ähnlich empfunden - Engländer sind nicht gerade für ihr gutes Benehmen bekannt. Kann mir das schon gut vorstellen. Auf die paar Kirchgänger muss man Rücksicht nehmen, aber auf die V ...
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Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.