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US-Unternehmen protestieren gegen geplanten "Stop Online Privacy Act"

Protestaktion Mozilla

Protestaktion Mozilla

Etliche große US-Unternehmen wettern gegen den geplanten Stop Online Privacy Act (SOPA) in den Vereinigten Staaten. Der Gesetzesentwurf soll es Behörden und Rechteinhabern gestatten, Internetprovider zur Sperrung von Webseiten zu zwingen. Das Forderungsrecht ist an eine Frist von nur fünf Tagen gebunden. Sogar Banken müssten laut SOPA den Zahlungsverkehr mit der Seiten-Administration unterbinden.

Kritiker befürchten, dass die Realisierung des SOPA zu erheblichen Zensurmaßnahmen führen könnte. Betroffen vom Gesetz sind alle Websites, die sich außerhalb der USA befinden und entsprechend von amerikanischen Behörden nicht ohne Weiteres belangt werden können. Insofern ein Rechteinhaber vermutet, dass eine Seite beispielsweise ein Musikstück illegal zum Download anbietet, kann er von den Internetprovidern die sofortige Sperre verlangen. Die sehr knappe Frist von fünf Tagen schließt eine vernünftige Prüfung der Anfrage vollkommen aus, mahnen die Gegner.

Auch einige US-Unternehmen haben sich nun ausdrücklich gegen das Gesetz ausgesprochen, das aktuell dem US-Repräsentantenhaus vorliegt. In einem offenen Brief kritisieren AOL, eBay, Facebook, Google, LinkedIn, Mozilla, Twitter, Yahoo! und Zynga die Idee heftig. So berge der Entwurf erhebliche Risiken für das Wachstum der gesamten Branche, führe zu enormen Kosten und eventuell auch zur Kriminalisierung von Unschuldigen. 

Ein weiterer Kritikpunkt steht auf technischer Seite. Vermutlich würden die jeweiligen Provider die Sperre einer Webseite über eine DNS-Blockade erfolgen lassen. Eine solche Maßnahme ist jedoch durch das Wechseln auf einen alternativen DNS-Server leicht zu umgehen. Auch die Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) ist dieser Meinung. Sie geht sogar so weit zu sagen, dass man das Gesetz nicht einmal in abgeänderter Form realisieren könne. „Es muss umgebracht werden“, fordert der Verein. 

Befürworter der Gegenbewegung sind dazu aufgerufen, sich auf ihrer eigenen Webseite gegen den SOPA starkzumachen. Auch Mozilla zensierte im Rahmen der Aktion sein eigenes Logo und lässt auf der Startseite stattdessen den Spruch „Stop Censorship“ prangern.

Bild-Quellen: mozilla

Text-Quellen: onlinekosten

Julian Wolf (g+) am Mittwoch, 16.11.2011 20:27 Uhr

Tags: internet zensur mozilla firefox amerika stop online privacy act

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vgwort
 
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17 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • marceldavis am 23.12.2011 00:40:31

    uneigennütziges handeln gibt es nicht - nirgends. alles was wir tun ist egoistisch motiviert, auch wohltätigkeit. wenn wir uns dadurch nicht besser fühlen würden bzw unser gewissen erleichtern, würden wir es nicht tun Stimmt nicht. Vielleicht bei vielen Menschen, aber nicht bei allen ...

  • jkdlfnha am 17.11.2011 20:28:47

    sind dir die antidepressiva ausgegangen? ich nehm keine drogen ...

  • Martin01 am 17.11.2011 15:55:54

    Ich denke es wird schon viel zu viel für das "geistige Eigentum" gemacht. Aber es zeigt, wie korrupt die Unterhaltungsindustrie ist (respektive die Politik) ...

  • Chibo am 17.11.2011 12:09:07

    sind dir die antidepressiva ausgegangen? Sind dir die Argumente ausgegangen? ;) ...

  • Isschonwech am 17.11.2011 10:50:17

    uneigennütziges handeln gibt es nicht - nirgends. alles was wir tun ist egoistisch motiviert, auch wohltätigkeit. wenn wir uns dadurch nicht besser fühlen würden bzw unser gewissen erleichtern, würden wir es nicht tun - fakt. sind dir die antidepressiva ausgegangen ...

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