Die internationale Studie "Critical Infrastructure Protection (CIP) Survey 2011" des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec untersuchte, wie die Betreiber kritischer Infrastrukturen - dazu zählen etwa das Stromnetz, Banken und wichtige Kommunikations-Infrastrukturen - über das Thema IT-Sicherheit denken. Insgesamt wurden IT-Leiter und Führungskräfte aus 3.500 Unternehmen in 37 Ländern befragt. Das Ergebnis fiel angesichts der ausführlichen, teils von Kritikern schon als übertrieben eingestuften Diskussion über IT-Sicherheit und "Cyber-Angriffe" eher überraschend aus. Allgemein scheint die Bereitschaft, sich mit diesem Thema zu befassen, bei den verantwortlichen Unternehmen eher rückläufig zu sein.
Insbesondere die Teilnahme an staatlichen Programmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen ist in Unternehmen im Vergleich zu 2010 weltweit gesunken. 2011 nahmen deutlich weniger Unternehmen an einem solchen staatlichen Schutzprogramm teil als 2010. In Deutschland wissen nur 34 Prozent der befragten Firmen von derartigen Programmen. Weltweit lag dieser Wert bei 34 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es im internationalen Durchschnitt immerhin 55 Prozent. So ging auch die aktive Beteiligung daran zurück: 2010 nahmen weltweit noch 56 Prozent der Studienteilnehmer vollständig oder teilweise an den Programmen teil. In diesem Jahr sind es nur noch 37 Prozent. In Deutschland liegt der Anteil 2011 gerade einmal bei 28 Prozent. Die qualitative Bewertung staatlicher Schutzprogramme fällt unterschiedlich aus. Gefragt, was sie von den Schutzprogrammen der Regierung halten, enthielten sich 42 Prozent der Befragten einer Antwort oder bewerteten diese als neutral (in Deutschland: 46 Prozent).
Hinzu kommt, dass Unternehmen insgesamt weniger Ressourcen für die Sicherheit ihrer IT bereitstellen. Häufig wird laut Studie lediglich auf aktuelle Bedrohungen reagiert, statt langfristige Schutzkonzepte zu entwickeln. "Dies ist besonders beunruhigend, da ein Cyberangriff auf Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen weitreichende Folgen für die nationale Sicherheit haben kann," kritisieren die Symantec-Experten. In der Folge fühlen sich die Unternehmen dieses Jahr auf einen Cyber-Angriff weniger gut vorbereitet als 2010. Nach Selbsteinschätzung der Unternehmen verringerte sich ihre Fähigkeit, Angriffe abzuwehren, im Durchschnitt um acht Prozentpunkte: So gaben in der aktuellen Studie 60 bis 63 Prozent an, dass sie wenig bis sehr gut gegen Attacken gerüstet sind - verglichen mit 68 bis 70 Prozent in 2010. In Deutschland fühlen sich dieses Jahr nur 48 bis 57 Prozent wenig bis sehr gut geschützt.
Als Grund für das sinkende Engagement im Bereich IT-Sicherheit nannte Symantec vor allem Personal- und Budgetmangel bei den Unternehmen. Auf andere mögliche Ursachen - wie etwa mögliche Probleme bei der Qualität staatlicher Schutzprogramme oder die Befürchtung von zuviel staatlicher Einmischung durch die Unternehmen - geht man kaum ein. Hier wären weitergehende Untersuchungen durchaus von Interesse.
Die Sicherheitsexperten fordern angesichts der Untersuchungsergebnisse: "Unternehmen und Regierungen weltweit sollten den Schutz dieser für Wirtschaft und Gesellschaft wichtigen Netzwerke stärker forcieren und in das Zentrum ihrer Bemühungen stellen."
Text-Quellen: IT SecCity
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 15.11.2011 13:57 Uhr
Farmville bekommt seinen eigenen Rechner. Endlich mal ne gute Nachricht! :D ...
Danke, das rettet mir den Abend.:beer: Wie lächerlich man sich nur machen kann. Damit seit auch ihr gemeint. Wenn ihr so weiter macht zieh ich mir auch Studien und Umfragen aus dem A.... Ja, die richtige Antwort lautet: wir hängen nicht am Netz. Farmville bekommt seinen eigenen Rechner. ...
Also nach den ich nenns mal "Daten-Fokushimas" der letzten Monate würde es mich doch sehr wundern würde diese Studie noch in irgendeiner Weise zutreffen. Aber naja, was ein Sicherheitssoftwareentwickler so an Studien in Auftrag gibt sollte sowieso eher mit spitzen Fingern behandelt werden, wenn es u ...
die studie stinkt ja mal absolut zum himmel! gulli, warum kopiert ihr sowas (ohne Kritik)!)? grenzt ja fast ans lächerliche... "wenig bis sehr gut geschützt"... zuerst wollte ich sagen: da hat einer schlecht übersetzt. ist auch so, "somewhat" dürfte in dem zusammenhang eher mit "etwas" oder "ein we ...
1. Symantec-Studie: Noch Fragen? 2. Weniger Beteiligung an staatlichen Schutzprogrammen? Wer hätte das gedacht, nachdem viele Staaten die längst vergessenen Spitzelressourcen wieder entdecken? 3. Ähm: So gaben in der aktuellen Studie 60 bis 63 Prozent an, dass sie we ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
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Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
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