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Anonymous-Operation Darknet: Hilfe von Firefox-Entwickler Mozilla?

Bild der Aktivisten anlässlich der Operation

Bild der Aktivisten anlässlich der Operation

Die Beteiligten der Anonymous-Operation „Darknet“ hatten bei der Enttarnung einiger Pädophilen-Webseiten offenbar Hilfe vom Firefox-Entwickler Mozilla. Dies berichtet unter anderem die US-Webseite Cyber War News. Angeblich sollen Mitarbeiter des Softwareentwicklers den Hackern ein Zertifikat für ein manipuliertes Tor-Plug-in zugespielt haben.

Anonymous veröffentlichte die IP-Adressen von rund 200 Nutzern illegaler Pädophilenseiten. Betroffen waren Portale mit Namen wie „Lolita City“ oder „Hard Candy“. Auch das Unternehmen Freedom Hosting, das den Seiten Speicherplatz zur Verfügung stellen soll, geriert ins Kreuzfeuer der Hacker. Erreichbar sind die Portale nur über Anonymisierungs-Dienste wie Tor, I2P und Freenode. Hier setzte Anonymous offenbar auch an, um den Kriminellen einen Strich durch die Rechnung zu machen.

In einem Statement erklärte Anonymous, verdächtigen Personen ein gefälschtes Update für das Tor-Firefox-Plugin untergejubelt zu haben. Angeblich soll dies mit Hilfe einiger Freunde beim Softwarehersteller Mozilla geschehen sein, der für die Entwicklung von Firefox zuständig ist. Durch ein gefälschtes Zertifikat, das die Aktivisten von den Programmierern erhalten haben sollen, wurde das Update auf den Bildschirmen der Pädophilen als legitim und korrekt angezeigt. Folglich installierten die Opfer die gefälschte Software, die Anonymous über die tatsächliche IP des jeweiligen Computers informierte.

Das Kollektiv betont in seiner Stellungnahme, dass man mit den erfolgten DDoS-Attacken und anderen Angriffen keinesfalls dem Tor-Netzwerk schaden wolle. Man selbst unterstütze das Projekt und befürworte die freie Meinungsäußerung im Netz. Der Missbrauch des Netzwerkes für derartige Zwecke jedoch sei nicht entschuldbar. 

Neben den unbestätigten Informationen über den Softwarehersteller Mozilla kündigte Anonymous einige weitere Aktionen für den fünften November an. Dieses Datum ist für Anonymous von besonderer Bedeutung, da das historische Vorbild des Kollektivs, Guy Fawkes, am fünften November 1605 einen Anschlag auf den englischen König plante.

 

Bild-Quellen: tinypic

Julian Wolf am Donnerstag, 03.11.2011 20:05 Uhr

tagsTags: darknet missbrauch anonymous hacktivismus tor

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121 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • SteffX am 15.11.2011 08:40:08

    bald sitzen maskierte Anon Aktivisten dann als Special Überraschungs Gäste bei Tatort Internet und hecheln der Guttenberg mitgefühl für die armen Kinderseelen zu. Ständig wird so getan als wäre das ganze Internet voller CP. Ich surfe ziemlich viel und komme nie auf irgendwelche CP Inhalte. Vie ...

  • widarr am 08.11.2011 19:04:49

    ... Ja, die bringen den Verdächtigen in den Tempel und lassen die Hohepriester aus den Eingeweiden eines Lammes lesen... Jetzt mal ehrlich: glaubst du an Hellseherei? Ja, Hexenjagden sind immer eine Mords-Gaudi... Jop genau das isses. Der Maschine is relativ ega ...

  • MSchneider am 08.11.2011 15:26:08

    Ich finde Anon hat schon richtig gehandelt. ...

  • Gugel am 05.11.2011 13:58:22

    Ich habe gerade nicht genug Zeit, um mir die 3 neuen Seiten durchzulesen, aber irgendwo kam auf, dass Anonymous möglicherweise mit der Aktion erreichen wollte, dass Pedophile abgeschreckt werden. Das hingegen halte ich für den falschen Weg. Es ist eine Frage des Ziels ...

  • Baal_Zebul am 05.11.2011 13:34:26

    Ich bin da anderer Meinung, je schneller desto besser. Wieso? Weil es dich stört dass du andauernd im Netz auf KiPo-Seiten stößt? Weil dadurch "mehr Kinder gerettet werden" (Das Gegenteil ist eher der Fall)? Ja, wieder was gele ...

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