Von den Chinesen lernen heißt doch nicht immer siegen lernen
Egal ob es um Produktpiraterie oder wirtschaftlichen Aufschwung geht, immer wieder wird China als positives oder negatives Beispiel genannt. Auch beim Thema Cyberwar wird der asiatische Riese oft und gern als die größte Bedrohung auf dem digitalen Schlachtfeld dargestellt. Diese Darstellung soll jedoch nichts weiter als übertriebene Panikmache und Propaganda sein. So sieht es zumindest der australische Wissenschaftler Desmond Ball vom Strategic and Defence Studies Centre an der Australian National University.
Er hat untersucht, welche Möglichkeiten das Reich der Mitte wirklich besitzt, wenn es um den Angriff auf sensible Infrastrukturen im virtuellen Raum geht. Dabei kommt der Professor zu einem gänzlich anderen Ergebnis als viele westliche Geheimdienste. Trotz einiger medienwirksamer Hacker- und DDoS-Angriffe, die aus China kamen, sind die tatsächlichen Möglichkeiten, offensiv im Cyberspace gegen ein anderes Land vorzugehen, sehr beschränkt.
"China hat bisher nur sehr bedingt erkennen lassen, dass es in der Lage ist, ausgeklügeltere Angriffsmethoden einzusetzen", so der Australier. "Die Viren und Trojaner, die sie bisher eingesetzt haben, waren wirklich leicht zu finden und zu entfernen, bevor sie irgendwelche Schäden anrichten oder Daten abgreifen konnten." Es würden auch keine Anhaltspunkte dafür existieren, dass chinesische Hacker eine echte Bedrohung für Hochsicherheitsnetzwerke seien. "Sie wären nicht in der Lage, systematisch ausgewählte Kommando-Einrichtungen, die Luftverteidigung und Geheimdienst-Netzwerke zu zerstören."
Hinzu käme, dass das Risiko für digitale Gegenschläge für die Chinesen zu groß wäre, da sie im Bereich Netzwerksicherheit und Anti-Viren-Verteidigung viel zu schlecht aufgestellt seien, um mit anderen Nationen mithalten zu können. "Chinas Cyberwar-Einrichtungen müssen die Breite und Tiefe der Kenntnisse über moderne digitale Informationswege sowie die technische Expertise, die ihren Gegnern zur Verfügung stehen, regelrecht fürchten", so Professor Ball. Nach Meinung des Forschers wird sich diese Situation in naher Zukunft auch nicht ändern.
Bild-Quellen: Jangelo9397 under: CC-BY-SA
Text-Quellen: winfuture.de
Christian Maxheimer am Mittwoch, 02.11.2011 18:39 Uhr
Es ist letztlich egal, ob Chinas Hacker lediglich mittelmäßig sind. Denn im Zweifel kaufen die sich die Exploits dort, wo die Amis oder die Israelis ihre für stuxnet auch gekauft haben: bei irgendwelchen Blackhats, denen es wurst ist, in welchem oder für welches Land sie hacken. So lang die Kohle st ...
Im großen und Ganzen kann ich P7BB zustimmen! Lustig wird die Sache, wenn man eine Menge N "frische" chinesische Programmierer (kommen gerade aus China) beobachtet ... diese Leute haben viel Wissen, aber eben wie aus'm Lexikon ... Copy 'n paste in den Kopf, wenig eigenes ... dogmatisch alle gleich! ...
Nicht nur die Hochsicherheitsnetzwerke des Staates sind wichtig, auch all die Firmen, die Teil des ganzen Wirtschaftskreislaufes sind. Um unserer Wirtschaft zu schaden, sind keine Cyberattacken nötig. Dafür muss China nur den Export stoppen und die Welt hätte viel z ...
China zu unterschätzen ist, meiner Meinung nach, ein Fehler. Das trifft wohl auch auf den Cyberbereich zu. Ich denke die Cyberattacken werden in naher Zukunft uninteressant gegen Geheimdienste und militärische Kommandozentralen sein. Aber gerade, was Wirtschaftsspionage betrifft, gibt es wohl noch ...
Ich fürchte China braucht ohnehin keine extrem guten Methoden für sowas. Die haben weit mehr Hacker als ganz Europa. Selbst wenn nur ein Teil der Angriffe gelingt, könnte die Masse einen Staat empfindlich stören. Nicht nur die Hochsicherheitsnetzwerke des Staates sind wichtig, auch all die Firmen, d ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.