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Cyber-Angriff auf mindestens 48 Chemie- und Rüstungsfirmen

Mindestens 48 Chemie- und Rüstungsunternehmen wurden Ziel eines koordinierten Cyber-Angriffs. Dies berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Symantec. Der Firma zufolge gingen die Angriffe von China aus. Die als "PoisonIvy" bezeichnete Malware war auf das Abgreifen von sensiblen Informationen wie Design-Dokumenten, Formeln und Details des Herstellungsprozesses spezialisiert.

In seiner Stellungnahme zu den Vorfällen am gestrigen Montag nannte Symantec nicht die konkreten Identitäten der betroffenen Themen. Die Sicherheitsexperten deuteten aber an, dass mehrere namhafte Großunternehmen aus dem Bereich der Materialforschung und verwandten Zweigen auf der Liste der Opfer stehen. Einige der Unternehmen stellen Materialien für die militärische Verwendung her. Die meisten infizierten Rechner wurden in den USA, Bangladesch und Großbritannien beobachtet. Symantec berichtet in seinem "White Paper" zu dem Angriffen, denen man den Spitznamen "Nitro" verpasste, dass es sich eindeutig um einen Fall von Industriespionage mit dem Ziel von Wettbewerbs-Vorteilen handelt. 

Die Attacken fanden zwischen Ende Juli und Mitte September statt. Der mutmaßliche Angreifer, ein junger Chinese, war laut Symantec wahrscheinlich auch an den Cyber-Angriffen auf mehrere Menschenrechts-Gruppen sowie auf die Automobil-Industrie im vergangenen Frühjahr beteiligt. Ob der Verdächtige, der basierend auf einer wörtlichen Übersetzung seines Namens ins Englische den Codenamen "Covert Grove" erhielt, allerdings der einzige Verantwortliche ist oder ob er womöglich auf die Anweisungen Dritter hin agiert, ist bislang unklar. 

Die Rechner wurden offenbar durch Verschicken infizierter E-Mails an Angestellte mit Malware präpariert. In den Mails wurde behauptet, dass diese von Geschäftspartnern stammten oder wichtige Sicherheitsupdates enthielten.  Pro betroffenem Unternehmen sollen 100 bis 500 Angestellte derartige Mails erhalten haben. 

Text-Quellen: Reuters

Annika Kremer (g+) am Dienstag, 01.11.2011 17:55 Uhr

Tags: symantec cybercrime datensicherheit malware industriespionage

 
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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Gr0berUnfug am 02.11.2011 09:17:51

    Die Rechner wurden offenbar durch Verschicken infizierter E-Mails an Angestellte mit Malware präpariert. In den Mails wurde behauptet, dass diese von Geschäftspartnern stammten oder wichtige Sicherheitsupdates enthielten. Pro betroffenem Unternehmen sollen 100 bis 500 ...

  • TalkToFrank am 01.11.2011 22:14:18

    Klingt nicht nach gelangweiltem Kiddie. Stimme ich zu...eher nach ner Regierung die keinen Plan von sowas hat und nur irgendwie aufruhr machen will :D ...

  • Rammsteiner am 01.11.2011 21:36:29

    Also für mich war das eine Tat eines Einzeltäters der seinen l33t 1337 Freunden etwas beweisen wollte... Die Attacken fanden zwischen Ende Juli und Mitte September statt. Der mutmaßliche Angreifer, ein junger Chinese, war laut Symantec wahrscheinlich auch ...

  • _YeHoWaH_ am 01.11.2011 21:22:34

    PosionIvy ist frei verfügbar und jedes l33t 1337 Scr1p7k1ddY kann diesen Angriff mit gekauften E-mail Adressen (soweit ich weiß kann man die e-mail adressen in einschlägigen Foren kaufen ) kann diesen Angriff ausführen. Dieses Scriptkiddy brauch nur die Adressen kaufen und einen Crypter und Viola fe ...

  • P7BB am 01.11.2011 21:00:57

    Quatsch, die doch nicht ;) Ich mein - die haben ja nur vor kurzem bekannt gegeben, dass sie eine Cyber-Army haben und rein zufällig war dieser Angriff nun auch sehr koordiniert. Also wer da auf diese Idee kommen könnte... Ich find es sehr seltsam, dass sich Länder wie die USA sowas gefallen lassen ...

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