No-PNR: Motiv der Postkartenaktion
Derzeit wird in der EU ein Abkommen verhandelt, welches künftig einen legalen Transfer der Passenger Name Record (PNR)-Daten in die USA ermöglichen soll. In den PNR-Datensätzen werden unter anderem folgende Informationen gespeichert: Name und Anschrift des Flugpassagiers, seine E-Mail-Adresse, Datum der An- und Abreise, Flugstrecke, Tarif, Buchungsklasse, Adresse und Telefonnummer des Zielortes, Rechnungsanschrift (z.B. des Unternehmens, bei dem der Reisende angestellt ist), Gepäckanhängenummern, Reisestatus, Übersicht über alle nicht angetretenen Flüge, spezielle Anforderungen an die Küche (koscheres oder vegetarisches Essen), Bonuskonten von Hotel- oder Mietwagenketten, und gegebenenfalls alle Daten, die für die Buchung eines Mietwagens oder eines Hotels von Nöten sind. Doch die Liste der zu übermittelnden Angaben geht noch weit darüber hinaus. Mit Hilfe der Informationen kann über Jahre hinweg ein Profil erstellt werden, um die Personen, ihre Reiseziele, ihre berufliche Tätigkeit oder ihre ganz privaten Interessen besser durchleuchten zu können. Problematisch wird es beispielsweise dann, wenn US-Behörden Personen die Einreise oder den Überflug über US-Gebiet verweigern, weil zu viele negative Informationen über sie eingegangen sind. Unerwünschte Passiere landen auf der sogenannten „No Fly“-Liste.
Der US-Aktivist Edward Hasbrouck glaubt, der Datenzugriff der USA beginne nicht erst in wenigen Wochen oder Monaten mit der (möglichen) Unterzeichnung der EU, sie sei schon längst Realität. Hasbrouck sprach auf einer Wiener Pressekonferenz letzten Freitag davon, dass mehrere Personen aufgrund der in Europa gesammelten Daten auf der „No Fly“-Liste gelandet seien. Nach 3 Jahren Wartezeit wurden ihm im Jahr 2010 ausschnittsweise seine eigenen PNR-Daten vorgelegt. Dort wurde beispielsweise vermerkt, dass vor einem Flug seine Schuhe gesäubert wurden, oder er Äpfel und Brot mit sich geführt habe. Andere Betroffene sollen ihm davon berichtet haben, dass gespeichert wurde, dass sie Bücher zum Thema „Drogen und Ihre Rechte“ transportierten. Hasbrouck sieht das PNR-Abkommen lediglich als nachträgliche Legitimation der bereits jetzt durchgeführten Zugriffe. Mit dem geplanten Abkommen soll offenbar verhindert werden, dass es aufgrund der Weitergabe der Informationen zu Klagen innerhalb der EU kommen wird. Befinden sich die Informationen bei den fehlenden Datenschutzgesetzen bereits in den USA, so dürfen sie von den Unternehmen ganz legal benutzt, transferiert, oder für Data-Mining-Zwecke ausgeschlachtet werden. Gesetzlich geschützt sind die Daten lediglich innerhalb der Europäischen Union. Nur hier könnten Buchungssystem-Anbieter oder Reisebüros mit einer Klage überzogen werden.
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Ein aktuelles und zugleich ausführliches Interview mit dem Blogger und Journalisten gibt es bei den Kollegen von ZEIT ONLINE.
Text-Quellen: futurezone
Lars Sobiraj (g+) am Montag, 24.10.2011 14:01 Uhr
... ich würde jedenfalls jemand, der noch in die USA fliegen darf, mit Vorsicht behandeln, es könnte sich um einen Demokratieanhänger, Freigeist oder Anti-Faschisten handeln. ...ich glaube du hast das falsch formuliert, gerade diese gruppen kommen in die no-fly-lis ...
Ich denke gerade darüber nach, dass das ein Einstellungskriterium sein kann, No-Fly-List. So rum oder so rum ... ... ich würde jedenfalls jemand, der noch in die USA fliegen darf, mit Vorsicht behandeln, es könnte sich um einen Demokratieanhänger, Freigeist oder Anti-Faschisten handeln. ...
damit die US-Administration keine Atombomben oder andere kriegerische Handlungen gegen Europa startet ... vernichten unsere Politiker die europäische Währung bzw. versuchen diese massiv zu entwerten Eigendlich tun wir das eher, damit unsere Exporte gegenüber dem Do ...
@Schinni999 ... damit die US-Administration keine Atombomben oder andere kriegerische Handlungen gegen Europa startet ... vernichten unsere Politiker die europäische Währung bzw. versuchen diese massiv zu entwerten! Keine Ahnung, aber die aktuelle Handlungsweise unserer Politiker stellt sich mir ge ...
Die USA haben ziemlich viel an Ansehen und Einfluss verloren: - 1. Durch die Aussagen der Diplomaten und Botschafter - 2. Durch ihre Zahlungsunfähigkeit Das einzige von dem die EU noch von den USA abhängig ist, ist der Dow Jones. Außerdem verlieren sie gerade ihre Vormachtsstellung in Sachen Wirts ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.