
Die Süddeutsche fährt online Gewinne ein
In den USA und Großbritannien haben es große Verlage vorgemacht. Die New York Times sowie die britische Times Online haben ihre Angebote teilweise oder ganz auf ein Paid Content System umgestellt. Für den Besucher der Seite bedeutet das erst einmal eines: keine oder nur sehr wenige Inhalte. Auch hierzulande gibt es einige Verlage, die diesen Weg versuchen. Wirklich begehbar ist er jedoch nicht. Die britische Times musste kurz nach der Einführung erhebliche Einbußen bei den Zugriffen hinnehmen. Experten hielten es für fragwürdig, ob die Einnahmen aus dem Paid Content Angebot dies wettmachen.
Auch auf den Medientagen München stand das Thema Paid Content zur Diskussion. Zur Überraschung einiger wurde dort jedoch nicht darauf Bezug genommen, dass man für Inhalte im Netz zukünftig bezahlen muss. Das Gegenteil war vielmehr der Fall. Die Verlagsstrategie im Onlinemarkt müsse grundlegend überdacht werden - ohne Paid Content.
Wie Philipp Welte, Vorstand bei Hubert Burda Media schilderte, halte er selbst wenig von diesem System. Die Begründung dafür fiel simpel aus: Es sei einfach kaum möglich, dass die Internetnutzer für Inhalte im Netz bezahlen. Eine Mischfinanzierung sieht er nach wie vor als am erfolgversprechendsten. Dass dabei zahlreiche Möglichkeiten zum Einsatz kommen werden, betonte Stefan Plöchinger, der Chefredakteur von sueddeutsche.de. Deren Webangebot, das primär durch Werbung finanziert wird, kann inzwischen sogar Gewinne verbuchen.
Entscheidend sei letzten Endes aber immer die Qualität. Diese müsse online das Niveau der gedruckten Zeitung erreichen. Nur so könnten digitale Angebote erfolgreich werden.
Bild-Quellen: flickr by angerman unter CC-BY-SA
Text-Quellen: golem
Klaus Müller am Freitag, 21.10.2011 14:12 Uhr
Auf dem iPad ist paid Content Standard. Ich würde es auch nutzen, wenn die digitale Version eines Magazins nicht ~4€ bei den meisten Verlagen kosten würde. Da bekomme ich ja für einen Euro mehr die gedruckte Ausgabe, welche sehr viel mehr Kosten verursacht. Für 99 Cent pro Ausgabe würde ich d ...
Wie lassen sich journalistische Inhalte im Netz finanzieren? Seit geraumer Zeit beschäftigt diese Frage jeden Verlag. Die Lösungsansätze sind dabei höchst unterschiedlich und reichen vom Leistungsschutzrecht bis hin zu Paid Content. Gerade das Bezahlen von Inhalten stellt aber offenbar kein Them ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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