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#OccupyWallstreet auch in Düsseldorf

Kundgebung vor der Deutschen Bank

Kundgebung vor der Deutschen Bank

Am Samstag, den 15. Oktober, ist die Protestwelle gegen die Banken und Finanzsysteme, die in New York als #OccupyWallstreet begann, nach Deutschland übergeschwappt. Allerdings fanden die Proteste nicht nur in Deutschland statt, sondern in insgesamt über 800 Städten weltweit. Unser Autor war in Düsseldorf dabei.

 Auch in Düsseldorf schien sich das Phänomen fortzusetzen, das bereits in New York zu beobachten war; Tausende Menschen gehen auf die Straße. Die Demonstranten sind allerdings nicht einer bestimmten Kategorie zuzuordnen. Es zieht sich durch sämtliche sozialen Schichten und Altersgruppen. In Düsseldorf waren Menschen zwischen 3 und 98 Jahren dabei. Bei den Kundgebungen sprachen normale Angestellte, Studenten, Arbeitslose und selbstständige Unternehmer. Dadurch wirken die Versuche der Finanz-Lobbyisten in den USA unglaubwürdig, die Demonstranten einer bestimmten Kategorie zuordnen zu wollen, zum Beispiel den Kommunisten. Der einzige gemeinsame Nenner ist der Unmut über das globale Finanzsystem und den Umgang der Politiker mit den immer wieder auftauchenden Krisen. Laut Polizeiangaben erschienen in Düsseldorf ungefähr 2400 Menschen.

Den Demonstranten geht es nach Angaben von einem der Veranstalter darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen und "Echte Demokratie - jetzt" zu fordern. das ist auch der Name der Bewegung. Die Bewegung hat keinen speziellen politischen Hintergrund, obwohl sie von globalisierungskritischen Bewegungen wie ATTAC unterstützt wird. Sie wehren sich gegen eine "Diktatur des Kapitals" und dagegen, dass Banken spekulieren können und der Steuerzahler die Rettung finanzieren muss.

Die Proteste in Düsseldorf blieben im Vergleich zu denen in anderen Städten friedlich. Während in Rom randaliert wurde, die Polizei in Berlin teilweise gewaltsam vorging und Journalisten mit der Begründung "Es ist doch sowieso zu dunkel zum Filmen" vom Gelände verwies, betonten die Düsseldorfer Demonstranten, dass sie auf der Seite der Polizei stehen und die Verfassung schützen wollten. Dieser Ansicht schlossen sich die Demonstranten wohl an; es gab keine Zwischenfälle. Auch die anwesenden Polizisten verhielten sich ruhig und professionell und ließen sich nicht von einzelnen Personen provozieren.

Der Demonstrationszug verlief vom DGB-Haus in der Nähe des Hauptbahnhofs über die Kö, wo es eine Zwischenkundgebung vor der Filiale der Deutschen Bank gab. Dort wurden die Forderungen verkündet und jeder hatte die Möglichkeit, seine persönlichen Erfahrungen über Mikrofon zu erzählen. Die Abschlusskundgebung fand letzten Endes auf dem Graf-Adolf-Platz statt. Im Anschluss daran zog eine kleinere Gruppe zum Martin-Luther-Platz, wo sie nun im Schatten der Johanniskirche kampieren. Die Polizei teilte mit, dass sie kein Interesse an einer Räumung habe, solange alles friedlich verlaufe, kündigte aber an, zu prüfen, ob es sich dabei um eine Mahnwache aus Solidarität mit den Berliner Demonstranten handele.  

Weitere Bilder befinden sich in der Bildergalerie rechts.

Robert Clausen (g+) am Sonntag, 16.10.2011 20:26 Uhr

Tags: düsseldorf #occupywallstreet

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27 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • AldiOn am 21.10.2011 13:11:21

    Jaja, DIE AMMIS (sic!) sind unser Unglück! :coffee:Fast aber eben nicht ganz richtig Endlich bewiesen ...

  • Shodan_v2-3 am 21.10.2011 00:01:05

    Argumentum ad hominem sehr schön, ich glaube die rhetorisch korrekte Antwort darauf ist "aber du" :rolleyes: ...

  • AldiOn am 20.10.2011 23:26:57

    Ich persönlich laufe kaum Gefahr Sklave zu werden, ich bin Informatikstudent, ich bin Deutscher, ich werde Mittelstand sein, vielleicht selber eines Tages zu Big Money gehören. Und dennoch demonstriere ich, denn was passiert ist falsch und ich will, dass sich daran etwas ...

  • TheSeventhCross am 20.10.2011 22:11:12

    @Shodan_v2-3: :T sehr schöner Beitrag, hast dir echt Mühe gegeben und die weltfremde Unmöglichkeit der omnipotenten "NWO" seriös dargestellt. Nur wird das leider nicht sehr viel nutzen, da der gemeine Anhänger von Verschwörungstheorien fest davon überzeugt ist, die angebliche "Wahrheit" zu kennen, ...

  • VacuumCleaner am 20.10.2011 21:47:37

    was mMn notwehr wäre Legitime Gewalt ist nicht notwehrfähig. Insbesondere ist beispielsweise Notwehr nicht durch Notwehr abwehrbar. ...

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