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DigiTask wehrt sich gegen Unfähigkeits-Vorwürfe

DigiTask (Logo)

DigiTask (Logo)

Angesichts des Staatstrojaner-Leaks steht das Unternehmen DigiTask, das die Software programmierte, derzeit massiv in der Kritik. Insbesondere die laut Chaos Computer Club (CCC) schlechte technische Qualität der Software wird DigiTask vorgeworfen. DigiTask jedoch wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Der CCC kritisierte unter anderem, dass bei dem Trojaner auf die Verschlüsselung übertragener Daten an einigen Stellen ganz verzichtet worden sei. An anderer Stelle sei eine AES-Verschlüsselung zwar vorhanden, aber fehlerhaft umgesetzt gewesen. Aus der IT-Sicherheits-Branche musste sich DigiTask aufgrund dieser Vorwürfe viel Spott gefallen lassen. "Sicherer wäre es, einen solchen Trojaner auf dem Schwarzmarkt für 3.000 Euro zu kaufen", sagte ein Antiviren-Spezialist scherzhaft, "Die verstehen wenigstens ihr Geschäft, und man bekommt auch noch Garantie auf die Leistung."

DigiTask hat jedoch eine Erklärung für die Mängel - ob diese zu überzeugen vermag, muss jeder selbst beurteilen. Man erklärte gegenüber Pressevertretern, die vom CCC analysierte Software sei 2008 an die Behörden geliefert worden. Damals habe sie dem Stand der Technik entsprochen. "Berücksichtigt werden muss, dass die Software im September 2008 geliefert wurde. Es ist ausgesprochen unrealistisch, sie an den Maßstäben des Jahres 2011 zu messen", sagte der Anwalt Winfried Seibert, der Sprecher des Unternehmens, gegenüber dem IT-Newsportal Golem.de. Dazu, dass die Software offenbar noch immer im Einsatz ist - und somit keine Updates erfolgten - wollte Seibert sich nicht äußern. DigiTask selbst habe regelmäßig Updates bereitgestellt. "Technische Details erörtern wir mit den Kunden, und sonst mit niemandem. Wir gehen davon aus, dass wir damals genau das geliefert haben, was nach dem Stand der Technik optimal war," erklärte der Firmensprecher.

Ebenso wenig will man bei DigiTask die vom CCC ebenfalls erwähnte Fähigkeit in die Software einprogrammiert haben, ein Hintertürchen im Computer der überwachten Person zu öffnen, durch das Dritte eindringen könnten.

Der vom CCC analysierte Trojaner eignete sich nur, um Rechner mit Windows zu überwachen. Genauer gesagt funktionierte er aufgrund einer fehlenden Signatur nach CCC-Angaben sogar nur auf 32-Bit-Versionen von Microsofts Betriebssystem. Grundsätzlich sei Digitask jedoch in der Lage, Software für andere Betriebssysteme zu liefern, wenn ein entsprechender Auftrag vorliege, betonte ein Firmensprecher. 

Text-Quellen: Golem Handelsblatt

Annika Kremer am Donnerstag, 13.10.2011 12:04 Uhr

tagsTags: bundestrojaner digitask ccc bayerntrojaner

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22 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • skipper06 am 14.10.2011 13:17:03

    Warum entgeht eigtl. eine aufschlussreiche Randnotiz im Bezug auf die Firmenpräsenz v. Digitask? Das Template aus dem Jahre 2006, [URL="http://www.bluestonedesign.de/faq/11-webdesign/98-kompartibilitaet- ...

  • gerechtigkeit0 am 14.10.2011 09:15:30

    auf der webseite steht noch copyright 2008 die sind da wohl hängen geblieben ;) sieht auch recht billig aus, die page. man sollte nicht soviel werbung für digitask machen, davor kannte die firma wohl niemand ausser die behörden Naja, es liegt die Vermutung na ...

  • decoder25 am 14.10.2011 07:44:49

    auf der webseite steht noch copyright 2008 die sind da wohl hängen geblieben ;) sieht auch recht billig aus, die page. man sollte nicht soviel werbung für digitask machen, davor kannte die firma wohl niemand ausser die behörden ...

  • Peterich am 14.10.2011 07:28:48

    Wenigstens einer Welcher Entwickler würde ein Paket mit der Endung "-fail" zur Verfügung stellen?! Erst nachdenken Jungs wie wäre es mit dem i-Fail :D das neue von Apple :D nein .. Aber man überlege .. die veraltete version ist von 2008 .. und sie sagen es gab updates .. vl ...

  • EinsteinXXL am 13.10.2011 17:43:14

    Was für N00bs!!! ...

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