
Anonymous Austria (Logo)
Die Datensätze, die von Anonymous per Pastebin veröffentlicht wurden, stammen offenbar alle von Österreichern und umfassen jeweils Name, Geburtsdatum und Adresse der fraglichen Personen. Insgesamt handelt es sich offenbar um die Daten mehrerer Tausend Betroffener. Um wen genau es sich bei den Zielpersonen handelt, ist bislang unklar. Auf Twitter begann Anon Austria ein regelrechtes Ratespiel. "So, dann spekuliert mal wild drauf los, was das ist ;)," forderte einer der Hacktivisten die Interessierten auf.
Andeutungen der Hacktivisten legen einen Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten, deren Einführung momentan in Österreich vorbereitet wird, nahe. So bezeichnet man die eigene Aktion als "unsere Vorratsdatenspeicherung"; einer der Tweets ist zudem mit "#VDS" getaggt. Möglich ist allerdings auch, dass es sich dabei lediglich um eine falsche Fährte handelt. Internet-Recherchen von gulli:News ergaben bislang kein konsistentes Bild; bei einem der Genannten könnte es sich um einen Statistiker des Österreichischen Bundeskriminalamtes handeln, ein anderer ist offenbar praktischer Arzt. Eigene Recherchen, die Formulierung einiger Anon-Austria-Tweets sowie Hinweise Interessierter auf Twitter legen jedoch den Schluss nahe, dass die genannten Personen in jedem Fall mit den österreichischen Ermittlungsbehörden zu tun haben.
Update 1 (03:05 Uhr):
Mittlerweile sind alle vier Teile der Datensammlung veröffentlicht. Wie bereits vermutet handelt es sich um Daten von Angehörigen der österreichischen Polizei. "Ja, sind Daten von unserem 'Freund & Helfer'!," bestätigen die Hacktivisten auf Twitter. Es ist zu vermuten, dass genauere Erklärungen zu den Daten und den Umständen, unter denen diese kopiert wurden, noch folgen werden.
Update 2 (10:56):
Nach Angaben der österreichischen Zeitung "Der Standard" bestätigte das Innenministerium der Alpenrepublik mittlerweile, dass die rund 25.000 Datensätze tatsächlich von Angehörigen der österreichischen Polizei stammen. Über die Hintergrunde des Datenverlustes schwieg man sich aber aus. Ebenso gab Anonymous noch nichts über die Methodik hinter der Aktion bekannt. Man erklärte lediglich, die Daten seien dem Kollektiv "zugänglich gemacht" worden. Somit wäre das Handeln eines internen Informanten ebenso eine mögliche Erklärung wie ein Hacker-Angriff.
Update 3 (15:25 Uhr):
Die geleakten Daten wurden mittlerweile auch visualisiert. Auf einer im Internet verbreiteten Map kann man die Wohnorte der einzelnen Polizisten nachvollziehen.
Update 4 (18:16 Uhr):
Mittlerweile versucht die rechtspopulistische FPÖ, von dem Datenleck zu profitieren. In einer Pressemitteilung schließt sich die Partei der Argumentation der Hacktivisten an, dass die Daten offensichtlich schlecht abgesichert gewesen seien und dies für die Vorratsdaten nichts Gutes erwarten lasse. "Durch diese Verletzung der Privatsphäre sind unsere Polizisten zum Freiwild für mögliche Racheakte durch Verbrecher geworden. Ministerin Mikl-Leitner trägt die politische Verantwortung für diese unfassbare Lücke im IT-System ihres Ministeriums und wird immer mehr zum Sicherheitsrisiko für unser Land", kritisiert FPÖ-Spreche Königsberger. Im Sinne von Anon Austria dürfte diese Instrumentalisierung ihrer Aktion nicht sein - mit früheren Aktionen wandten sich die Hacktivisten auch gegen die FPÖ.
Annika Kremer am Montag, 26.09.2011 18:16 Uhr
Hast du nicht wenn er nicht eingetragen ist. ...
Was spielt das für eine Rolle? Wenn mich ein "Bulle" ...
Und wie zieht man die Parallelen zwischen den Daten der Vorratsdatenspeicherung und Adressdaten von Polizisten? Der Vergleich hinkt, tut mir leid. Ich kann aus deutscher Sicht und anhand meiner Erinnerungen berichten (und wir hatten ja bereits die Vorratsdatenspeicherung) das dort keine Daten der Pr ...
ZITAT: "Zudem steht auch noch die Frage aller Fragen weiterhin unbeantwortet her: Wo hat der Staat Daten auf dem Silbertablett veröffentlicht? Nirgendwo, das hat bisher komischerweise immer Anonymous übernommen." Der Staat muss doch gar nichts servieren schon gar nicht auf einem Silbertablett. Er ...
Ned_Fisules das ist deine Meinung und ich habe meine Meinung. Du schreibst deine Meinung hier nieder so wie ich dies tu. Warum les ich jetzt aus deinem Beitrag heraus das ich das sein lassen sollte? Irgendwie unsinnig. Zudem wurde hier schon mal gesagt dass das Argument mit dem Telefonbuch hinkt, d ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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