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Autoren klagen gegen Buchdigitalisierungs-Projekt

Autoren klagen gegen Buchdigitalisierung-Projekt

Autoren klagen gegen Buchdigitalisierung-Projekt

Etliche Autorenverbände der Vereinigten Staaten klagen gegen das Buchdigitalisierungsprojekt zahlreicher Universitäten des Landes. So haben es sich aktuell fünf größere Bildungseinrichtungen zur Aufgabe gemacht, ältere Bücher mit Hilfe des Internetkonzerns Google einzuscannen und ihren Studenten zur Verfügung zu stellen. Die Autoren sehen dadurch das Urheberrecht verletzt.

Konkret betrifft die Klage die University of Michigan, die University of California, die University of Wisconsin, die Indiana University und die Cornell University. Den Universitäten wird vorgeworfen, dass die Scan-Vorgänge nicht autorisiert seien. In der Veröffentlichung der Schriften für Studenten und Lehrer sehen die Autoren eine illegale kostenlose Weitergabe ihrer Werke.

Zudem würden es sich die Einrichtungen mit der Einstufung verschiedener Bücher ins Urheberrechtssystem zu einfach machen. Einige Werke werden von den Verantwortlichen als sogenannte verwaiste Bücher eingestuft. Nach offiziellen Maßstäben sind das Schriften, die nicht mehr vervielfältigt werden und deren Autoren nicht mehr auffindbar sind. Gerade bei nicht-amerikanischen Werken hätten die Unis bei der Prüfung des Status jedoch geschludert, so die Kläger. „Diese Gruppe amerikanischer Universitäten hat nicht das Recht zu entscheiden, wann oder wie Autoren ihren überrechtlichen Schutz aufgeben. Das sind keine verwaisten Bücher, das sind entführte Bücher“, so der Geschäftsführer der australischen Autoren-Gesellschaft. 

Nun muss das Amtsgericht Manhattan urteilen, inwiefern das Digitalisierungs-Projekt der Universitäten im Einklang mit dem geltenden Urheberrecht steht. Konkret planen die Kläger, vorerst die für Oktober und November angedachte Veröffentlichung von 167 Werken verschiedener Autoren zu verhindern. 

Da Google das Einscannen der Schriften übernahm, könnte sich das Verfahren zu einer grundsätzlichen Diskussion über die umstrittene Online-Bibliothek Google Books ausweiten, vermuten Beobachter.

 

 

Text-Quellen: spiegel

Julian Wolf (g+) am Dienstag, 13.09.2011 15:13 Uhr

Tags: universität buch-digitalisierung

vgwort
 
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13 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Juuichi am 16.09.2011 19:45:42

    Wenn ich mir nun vorstelle, ein wissenschaftliches Buch geschrieben zu haben, das irgendeine Uni dann ohne meine Zustimmung digitalisiert und allen Studenten zur Verfügung stellt ...wuerde ich mich freuen und anfragen, ob man andere meiner moeglichen werke fuer Lehr- ...

  • widarr am 15.09.2011 15:35:23

    ich bin der meinung, dass alles was es an kultur und wissen gibt, digitalisiert und redundant im gesamten internet verteilt gespeichert werden sollte, so dass sie von jedermann- und frau jederzeit unkompliert und frei abgerufen werden kann, denn das wissen der menschheit gehört der welt. … und jetzt ...

  • Tekkaro am 14.09.2011 20:08:13

    Nur weil eine Uni eine Uni ist, kann sie sich ja nun nicht einfach mal so bedienen Wenn Prinzipien, Forschungen, Philosophien, usw. unserer Gesellschaft auf gewisse Autoren basieren, wieso sollte dann der Zugang zu dieser Literatur erschwert, blockiert oder gar unmög ...

  • Oldholo am 14.09.2011 06:40:07

    Also mal ganz fernab der Frage, inwieweit Lehre nun endeffektlich frei sein und das Urheberrecht gelockert werden sollte, stimme ich den Argumenten der Kläger da eigentlich zu. Nur weil eine Uni eine Uni ist, kann sie sich ja nun nicht einfach mal so bedienen, zumal so eine Institution Geldmittel un ...

  • MrDraco am 13.09.2011 20:32:09

    Ja, um was geht es jetzt? Um alte Bücher, die nicht mehr aufgelegt werden und deren Autoren tot oder unerreichbar sind? (Kenne ich auch einen Groschenroman der IMMER NOCH sehr begehrt ist, bei Amazon 100€ kostet, der Autor lebt noch, verfolgt seine Rechte(Abmahnungen), aber keine Neuauflage.) @Lil ...

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