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Internetnutzer sorgen sich um Netzfreiheit

Viele Internetnutzer sorgen sich um die Freiheit im Netz

Viele Internetnutzer sorgen sich um die Freiheit im Netz

Laut einer aktuellen Erhebung des ITK-Branchenverbands BITKOM sorgt sich jeder zweite Internetnutzer um die Freiheit im Netz. Im Gegensatz hierzu steht ein ebenfalls sehr großer Anteil von 40 Prozent, die diese Befürchtungen kaum oder gar nicht teilen können. Die Diskussion um die Themen Anonymität, Freiheit, Sicherheit und Verantwortung im Web steht auch laut BITKOM noch ganz am Anfang.

Regelmäßig schlagen Gesetzesinitiativen auf, die eine Beschneidung der Freiheit im Netz bedeuten könnten. Wie eine aktuelle Studie des ITK-Branchenverbands BITKOM offenbart, sind sich viele Internetnutzer dieser Risiken sehr wohl bewusst. So gab jeder zweite Internetnutzer (52 Prozent) an, dass man sich Sorgen um die Freiheit im Netz machen würde. Auf der anderen Seite stehen jedoch ebenso 40 Prozent der Internetnutzer, die diese Befürchtungen kaum oder gar nicht teilen. Beinahe jeder zehnte Befragte hatte keine Meinung hierzu.

"Das Internet wird als Forum zur freien Meinungsäußerung hoch geschätzt, und die meisten Nutzer möchten diese Freiheit erhalten", so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. "Die Debatte um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit, von Anonymität und Verantwortung im Internet steht noch ganz am Anfang. Wir müssen die freiheitlichen Werte des Internets erhalten und gleichzeitig für mehr Sicherheit im Web sorgen. Das ist eine gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft."

Laut Prof. Kempf gäbe es einen erheblichen Diskussionsbedarf. Insbesondere wenn es um Fragen wie staatliche Eingriffe ins Netz gehe. Bei vielen Nutzern offenbart sich eine Haltung, die wie zwei Seiten einer Medaille sind. So sind drei Viertel der Internetnutzer dafür, dass der Staat stärker bei der Strafverfolgung im Internet eingreifen soll. Parallel sprechen sich aber auch 60 Prozent der User gegen eine zunehmende Online-Überwachung und die Vorratsdatenspeicherung aus.

Bei einer heute in Berlin stattgefundenen Konferenz, organisiert von BITKOM und der Heinrich-Böll-Stiftung, wurde dieses Thema diskutiert. Unter dem Motto "Offenheit als Prinzip" ging es unter anderem um elektronische Bürgerbeteiligung, Demokratie in sozialen Netzwerken, die Versorgung mit Breitband-Internet und neue Geschäftsmodelle fürs Web.

Text-Quellen: bitkom

Klaus Müller am Freitag, 09.09.2011 20:16 Uhr

Tags: netzzensur zensur staat bitkom

vgwort
 
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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • sheepking am 10.09.2011 02:55:55

    Effektive Terrorismusbekämpfung wär wohl eher mal die ganzen Ausbildercamps hochzunehmen... Terroristen wachsen nicht an Bäumen... ...

  • kd83 am 09.09.2011 23:18:36

    Auch ich mache mir sorgen um die Freiheit, aber nicht nur im Netz. ...

  • Odgen am 09.09.2011 23:02:25

    Related News: Terrorismusbekämpfung: Zwei Drittel der US-Bürger wollen Rechte aufgeben Solche Einschränkungen der Grundrechte, wie die Beschneidung des Internets, werden heutzutage vor allem unter einem Vorwand du ...

  • Version1 am 09.09.2011 20:58:58

    das viele menschen nicht so ganz auf der höhe sind was diese geschichten angeht hab ich mir schon gedacht, aber das 40% wirklich gar keine gefahr sehen schockt mich schon ein bisschen ...

  • TRON2 am 09.09.2011 20:49:59

    Das Ergebnis wundert mich wenig. Hätte es sogar noch stärker in Richtung Ignoranz gesehen. Naja, wenigsten sieh es über die Hälfte schon mal als kritisch. Vielen Menschen ist einfach immer noch nicht bewusst, welche Einschränkungen und Risiken sie zu ignorieren bereit sind. ...

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