
Englische Flagge
Die vier Verdächtigen, die an diversen Aktionen der Hacktivisten-Gruppen Anonymous und LulzSec teilgenommen haben sollen, erschienen heute vor dem Westminster Magistrates' Court. Der zuständige Richter setzte sie auf Kaution auf freien Fuß. Dabei wurde ihnen zur Auflage gemacht, spezifische Nicknames "im Internet oder IRC" nicht zu nutzen. Per Internet Relay Chat (IRC) werden häufig hacktivistische Aktionen koordiniert. Die verwendeten Pseudonyme dienen dabei der Identifikation untereinander, ohne Rückschlüsse auf die wahre Identität der Hacktivisten zuzulassen.
Die Richter in England sind offenbar der Ansicht, die mutmaßlichen Hacktivisten ihren teils in der Szene äußerst bekannten Nicknames zugeordnet zu haben, und wollen ihnen verbieten, unter diesen Nicknames weiterhin aufzutreten. So soll der 20-jährige Christopher Jan Weatherhead aus Northampton das Pseudonym "Nerdo" nicht mehr benutzen dürfen. Ashley Rhodes, 26, aus London, darf sich nicht mehr "NikonElite" nennen. Noch kurioser ist der Fall des 22-jährigen Studenten Peter David Gibson: diesem ist ab sofort verboten, sich online "Peter" zu nennen. Daneben gibt es noch einen weiteren 17-jährigen mutmaßlichen Hacktivisten, der seinen gewohnten Nickname nicht mehr verwenden darf. Die Details dieses Falles sind aber nicht öffentlich, da der Verdächtige noch minderjährig ist.
Den vier Verdächtigen wird die Verschwörung zu verschiedenen IT-Straftaten vorgeworfen. Sie sollen an DDoS-Angriffen ebenso wie an regelrechten Hacker-Angriffen beteiligt gewesen sein. Vereinzelt wurde Kritik laut, dass den Verdächtigen angesichts der Schwere dieser Verbrechen die Internet-Nutzung nicht komplett untersagt wurde. Der zuständige Richter hielt dies allerdings für "nicht durchführbar". Fraglich ist allerdings, wie sichergestellt werden soll, dass die Verdächtigen auf die Nutzung ihrer gewohnten Nicknames verzichten. Dazu wäre entweder eine komplette Überwachung ihrer Internet-Kommunikation erforderlich, oder man müsste sich allein auf die abschreckende Wirkung der Auflage verlassen.
Die vier mutmaßlichen Hacktivisten sollen voraussichtlich am 18. November vor Gericht erscheinen.
Text-Quellen: Sophos
Annika Kremer am Mittwoch, 07.09.2011 15:23 Uhr
Bisschen leet und die Sache is gegessen. :coffee: Noch lulziger waere allerdings wenn die vier einfach die Nicknamen rotieren wuerden. :D lol yes :cool: ...
Wie ist das wenn die einfach ein "!" oder ein "." hinter ihren Nick setzen? Ist das dann erlaubt? Bisschen leet und die Sache is gegessen. :coffee: Noch lulziger waere allerdings wenn die vier einfach die Nicknamen rotieren wuerden. :D ...
Wie ist das wenn die einfach ein "!" oder ein "." hinter ihren Nick setzen? Ist das dann erlaubt? ...
bis jetzt dachte ich: dummheit laesst sich nicht ueberbieten. danke england, ich hab wieder was dazu gelernt. ...
Fuck the law! ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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