
Mit einer gewissen Nachhaltigkeit fordern die deutschen Verlage ein sogenanntes Leistungsschutzrecht. Dieses soll bestehende Schutzlücken im Urheberrecht schließen. Einzig ob diese Lücken wirklich existieren, ist fraglich. Nach der Ansicht zahlreicher Rechtsexperten gibt es nämlich keinen Bedarf für ein Leistungsschutzrecht. Im Gegenteil: Das bestehende Urheberrecht würde ausreichenden gesetzlichen Schutz bieten.
Wie immer geht es also vor allem um eines: Geld. Nach Ansicht des Journalisten Mario Sixtus könne es aber nicht sein, dass Verlage ein "finanzielles Grundrauschen" in Form eines Leistungsschutzrechtes erhalten. In erster Linie, weil die Verlage keine Leistung erbringen, die ein spezielles Schutzrecht rechtfertigen würden. Im Gegenteil. Viele würden "mehr oder weniger automatisiert den „Publish”-Knopf für Agenturmeldungen" drücken, ohne auch nur ansatzweise eine eigene journalistische Leistung zu erbringen.
Auch dem Argument, dass die Verlage sich um das Layout, die Einnahmen in Form von Werbeanzeigen, Überschriften und das gesamte System darum herum kümmern würden, überzeuge ihn nicht. Sicherlich war es früher eine Rieseninvestition für Verlage, als noch Papier bedruckt wurde und Zeitungen per LKW durch die Region gebracht wurden. Auf heutige Onlineangebote treffe dies jedoch nicht mehr zu.
Auch die Gewerkschaften hätten sich dadurch kaufen lassen, dass Journalisten eine Beteiligung an den Einnahmen durch ein Leistungsschutzrecht versprochen wurde. Laut Sixtus werden festangestellte Journalisten dies sicherlich auf die eine oder andere Art erhalten. Wie genau ist schließlich noch unklar. Verlierer seien jedoch die zahlreichen freien Journalisten, die praktisch sämtliche Nutzungsrechte mit ihren Werken abtreten und aller Wahrscheinlichkeit nach keine zusätzliche Entlohnung erhalten.
Text-Quellen: leistungsschutzrecht
Klaus Müller am Donnerstag, 01.09.2011 22:39 Uhr
Ich mache mal einen Blog auf und schreibe über die Vorkommnisse in meinem Garten. Damit darf ich mich Journalist nennen. Wo bleibt mein Geld? :D Wenn das nicht genügt, kopiere ich halt hier und da was aus google-news, wie es alle machen. ...
Na dann möchte ich mal einen Streik sehen, bei den freien Journalisten. Da werden ein paar Zeitungen aber sehr dünn und wenn dei Agenturen da auch noch mitziehen, werden wohl die Druckerpressen still stehen. Und die online Ausgaben werden bei dem letzten Tag stehen bleiben. Damit schießt sich die ...
Der Journalist Mario Sixtus, bekanntermaßen ein energischer Gegner eines Leistungsschutzrechts, hat sich in einem Interview abermals kritisch mit den Forderungen der Verleger auseinandergesetzt. Deren Leistungen würden ein "finanzielles Grundrauschen" durch ein Leistungsschutzrecht nicht rechtfert ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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