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Große Provider profitieren von BitTorrent-Traffic

Manche Provider profitieren von BitTorrent

Manche Provider profitieren von BitTorrent

Eine zweijährige Studie von Telefónica Research in Zusammenarbeit mit der Northwestern University ist zu dem Ergebnis gelangt, dass BitTorrent-Nutzer immer mehr Daten herunterladen. Darüber hinaus profitieren vor allem die großen Provider monetär von diesem Sachverhalt. Die kleinen Provider zahlen jedoch den Preis dafür.

Insgesamt 500.000 Internetnutzer aus 169 Ländern wurden im Rahmen der Studie über zwei Jahre kontrolliert. Die Ergebnisse im Hinblick auf diejenigen Nutzer, die BitTorrent nutzen, waren dabei besonders interessant. So bringt die Studie hervor, dass die Menge an heruntergeladenem Material via der Tauschbörsen-Technologie in den vergangenen zwei Jahren gestiegen ist.

Allein zwischen November 2009 und November 2010 wochs das durchschnittliche Downloadvolumen von 110 MB/Stunde auf 139 MB/Stunde. Ein Zuwachs von rund 25 Prozent. Die Zahl der individuellen BitTorrent-Nutzer ging im selben Zeitraum jedoch zurück. Die Gründe dafür liegen vermutlich darin, dass die Nutzer ihre Downloads rascher fertigstellen und dann erst einmal abtauchen. Insgesamt stieg der BitTorrent-Traffic im Erhebungszeitraum um 12 Prozent.

Eine internationale Verbreitung des Traffics konnten die Forscher indes nicht feststellen. Es scheint fast so, als würde man "heimisch" bleiben. So bleibt fast ein Drittel des BitTorrent-Traffics (32 Prozent) im Ausgangsland und nur weitere 41 Prozent schaffen die Hürde in ein zusätzliches Land. Meist schafft es der Traffic dabei nicht einmal auf ein höher priorisiertes Internet-Tier.

Diese Erkenntnis hat natürlich auch Einfluss auf die Frage, welche Kosten BitTorrent-Traffic bei den Providern verursacht. Die Forscher haben auch hier die Kosten und Einnahmen der Internet Service Provider berechnet und eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Große Internet Service Provider verdienen durch BitTorrent-Traffic tatsächlich Geld.

"Zieht man die geschlussfolgerten Geschäftsbeziehungen zwischen ISPs heran, haben wir gezeigt dass ein Großteil des BitTorrent-Traffics über kostenlose Pfade fließt und ein nachhaltiges Einnahmenpotenzial für ISPs mit einer höheren Internet-Tier generiert", so die Forscher. Wenn jemand davon profitiert, muss natürlich auch jemand verlieren. Im konkreten Fall trifft es die kleinen Internet Service Provider. Da diese meist wenigeer Kapazitäten haben, kommen sie für die intensiven Nutzer auf.

Bild-Quellen: flickr by nrkbeta unter CC-BY-SA

Text-Quellen: torrentfreak

Klaus Müller am Freitag, 19.08.2011 15:42 Uhr

Tags: filesharing p2p isp profit bittorrent

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Raubsau am 19.08.2011 22:54:56

    Da geht es sicherlich um das Weiterleiten von kleinen Netzen (z.B. regionale Anbieter) in/durch große (z.B. Telekom). Der Traffic von T-Kunde zu T-Kunde ist mit keinerlei zusätzlichen Kosten für die Telekom verbunden. Die kleinen Anbieter müssen dafür zahlen, die Leitungen der großen benutzen zu dü ...

  • RightRound am 19.08.2011 21:40:51

    Womit verdienen die da bitte Geld? Heutzutage hat doch jeder ne Flatrate, bei der der Traffic völlig irrelevant ist... Ich vermute, dass die DSL- bzw. Kabel-Pakete dabei eine Rolle spielen. Demnach würden Intensivnutzer die teureren Internet-Pakete nutzen, wodurch ...

  • sheepking am 19.08.2011 21:03:11

    Womit verdienen die da bitte Geld? Heutzutage hat doch jeder ne Flatrate, bei der der Traffic völlig irrelevant ist... Bei den großen wie bei den kleinen Unternehmen... Ich verstehe also nicht ganz wie der erhöhte Traffic Profit bringen soll... ...

  • gILLbATES am 19.08.2011 18:45:36

    sind die a(r)me(e)rikanskis immer noch nich im filehoster zeitalter angekommen ? ...

  • Xandy am 19.08.2011 18:10:58

    Das Problem könnte sein, dass viele Provider derzeit verbieten, Server zu betreiben (ohne klarzustellen, was sie darunter verstehen): Also wären möglicherweise Bittorrent, Opera Unite,... alle nicht erlaubt. Natürlich würde kein Provider deshalb seinem Kunden kündigen, aber wenn es der letzte Weg wä ...

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