Urheberrechtsverbände und Anti-Piraterie Organisationen versuchen bereits seit geraumer Zeit insbesondere Jugendlichen klar zu machen, wie schlimm illegales Filesharing ist. Die Recording Industry Association of America (RIAA) beteiligte sich hierzu vor einiger Zeit an einer Comicreihe, in welcher eine junge Frau wie eine Schwerverbrecherin angeklagt und verurteilt wurde.
Die Motion Picture Association of America (MPAA) beteiligt sich beispielsweise an Pfadfindergruppen, wie den LA Boy Scouts. Diese können ein Abzeichen für "besonderen Respekt gegenüber dem Urheberrecht" erhalten. Als ob dies nicht bereits genug wäre, darf die Copyright Alliance nun in US-Klassenzimmern unterrichten. Die Themenwahl wird dabei treffend neutral ausgelegt, es geht um die "Vorteile des Urheberrechts".
Der Verband bezeichnet sich selbst als eine unabhängige Non-Profit Unterrichtsorganisation, deren Ziel es ist, den Wert des Urheberrechts in Bezug zum "Geld verdienen" zu fördern. Deren Kredo ist dabei sehr wertungsneutral und völlig unvoreingenommen: Je mehr restriktive Maßnahmen eingesetzt werden, umso mehr Geld kann verdient werden. Um diesen gedanklichen Schritt auf die Spitze zu treiben, übt man konsequent und natürlich vollends wertungsfrei Kritik. Beispielsweise an Professor Lawrence Lessigs Buch "Free Culture". Nach deren "Buchkritik" ist Lessig ein "überkritischer Demagoge" dessen Buch eine "quasi-sozialistische utopische Welt" begrüßt, während das Urheberrecht "dämonisiert" würde. Mit eben diesen "Fakten" werden die Schüler unterrichtet und zwar ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt. Bedauerlicherweise lassen es aber auch die Schulen an einer kritischen und unvoreingenommenen Auswahl mangeln.
Besonders pikant ein Bericht der Organisation, in dem behauptet wird, The Pirate Bay würde illegale Kopien von Filmen und Musik an die User verkaufen. "Bis zum Jahr 2006 stammte einer der größten internationalen Verkäufer von raubkopierten Filmen und Musikdateien von einer Firma aus Schweden - The Pirate Bay." Es bedarf wirklich keiner großartigen Recherche, um diese Aussage richtig zu stellen. Vielleicht hätte man aber auch einfach wirklich "unabhängige" Verbände konsultieren sollen. Schließlich weißt die Copyright Alliance nicht darauf hin, dass zahlreiche Künstler ihre Werke kostenlos zur Verfügung stellen und dennoch Einnahmen verzeichnen können. Oder das ein Großteil der Einnahmen nicht in die Taschen der Künstler wandert - sondern der Labels. Selbst wenn man aber all dies unter den Tisch fallen lässt, bleibt aber ein Problem übrig. Die Kinder, denen diese einseitigen und falschen Informationen vermittelt werden. Hoffentlich gibt es bei einigen dieser Kindern wenigstens kritisch orientierte Eltern. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via untouchablerecords, thx!)
News Redaktion am Samstag, 23.05.2009 19:41 Uhr
@Shodan_v2-3 Kannst du mir eine Quelle dafür geben? Meine Quellen sind mehr menschlich/privater Naur...zum einen meine Eltern, die leben seit über 10 Jahren in den Staaten, zum anderen der Bekanntenkreis meiner Eltern, zu denen auch eine Lehrerfamilie gehört. bin daher der Mein ...
@Shurayuki Persönlich kann ich nicht erkennen was daran falsch sein sollte,...Grundsätzlich muss das ja auch nicht falsch sein. Allerdings erweckt der Artikel den Eindruck, dass das Thema nicht unvoreingenommen behandelt oder auch mal kritisch hinterfragt wird. Das Urheberre ...
... im Rahmen dieser Aufklärungsarbeit auf freie Quellen -gerade bei Musik- hinzuweisen,Open Source zu besprechen etc.! Genau dies passiert in den Schulen dort ... Kannst du mir eine Quelle dafür geben? Würde mich echt mal interessieren, ich habe nämlich auf der Seite der C ...
@Shurayuki Persönlich kann ich nicht erkennen was daran falsch sein sollte, bereits in der Schule darüber aufzuklären, was Urheberrecht ist und was es heute bedeutet. Es ist auch nicht falsch im Rahmen dieser Aufklärungsarbeit auf freie Quellen -gerade bei Musik- hinzuweisen,Open Source zu bespreche ...
@Firebird77, Zitat: "Hoffentlich gibt es bei einigen dieser Kindern wenigstens kritisch orientierte Eltern." ... es sind amerikanische Eltern und viele haben ein "leichtes" Bildungsdefizit, ferner findet der "Unterricht" bestimmt an Schulen der Unterklasse Amerikas statt ! Der amerikanische Bürge ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.