Openleaks (Logo)
Momentan diskutiert OpenLeaks mit einer Hamburger Anwaltskanzlei über den rechtlichen Status des Projekts. Offenbar strebt man den ausgefallenen Status einer deutschen gemeinnützigen non-profit-Organisation an. Allerdings, so berichtet Blogger Linus Neumann von Netzpolitik, "erklärte Daniel [Domscheit-Berg], dass es vor allem auf den rechtlichen Status der Partner (NGOs, Verlage) ankommt. Dieser ist natürlich von Fall zu Fall verschieden. Hier berät OpenLeaks und sucht nach einer individuellen Lösung."
Auch von der technischen Seite gab es neue Berichte. Domscheit-Berg erklärte, das System zum Einreichen von Geheimdokumenten ("Submission-System") sei seit Monaten einsatzbereit. Die Medienpartner mussten dies allerdings noch in ihre Websites einbinden. Außerdem mussten die Mitarbeiter der Medienpartner geschult werden, um den sicheren Umgang mit Geheimdokumenten zu lernen. Zudem arbeitet das Team laut Domscheit-Berg derzeit an "Feinheiten der Quellenanonymität wie zum Beispiel der Minimierung von Browser-Spuren wie gecacheten Bildern, die einen Rückschluss auf den Besuch der Seite ermöglichen würden. Auch an der Anonymisierung und Standardisierung von Dokumentenformaten wird noch gearbeitet. Das große Problem ist aber das Umgehen von Tracking, vor allem auf den Hauptseiten der Medienpartner, die zwischen 8 und 11 fremden Javascripts wie zum Beispiel Google Analytics einbinden. Das ist deshalb ein Problem, weil über Javascript ausgelesen werden kann, welche Links eine Person klickt. Der Link zum Submission-System kann also nicht ohne weiteres auf der Startseite der Medienpartner stehen ohne Whistleblower einem Risiko auszusetzen."
Momentan ist die Software von OpenLeaks nicht quelloffen, da OpenLeaks momentan nicht die personellen Kapazitäten hat, um "ein Repository und die Nachfragen und Bug-Reports zu betreuen". Domscheit-Berg gilt aber als Verfechter von Open Source-Lösungen; es ist durchaus möglich, dass der Quellcode in Zukunft öffentlich gemacht wird.
OpenLeaks hat selbst keinen Zugriff auf die geleakten Dokumente; diese werden vielmehr direkt auf sicherem Wege an die Medienpartner weitergeleitet. So soll das Risiko einer Infiltration oder eines Machtmissbrauchs minimiert werden.
Auf dem Chaos Communication Camp soll OpenLeaks vier Tage lang testweise laufen und auf mögliche Sicherheitslücken überprüft werden. Finden sich keine Mängel, wird OpenLeaks wohl in Kürze in die Alpha-Phase und somit den produktiven Betrieb mit einer begrenzten Anzahl von Medienpartnern übergehen.
Die ersten fünf Medienpartner, die in dieser Phase mit an den Start gehen werden, sind mittlerweile bekannt. In Deutschland kooperiert OpenLeaks mit den Zeitungen "taz" und "Der Freitag" sowie dem auf Lebensmittelskandale spezialisierten Newsportal "Foodwatch". Im Ausland werden die portugiesische Wochenzeitung "Expresso" und die dänische Tageszeitung "Dagbladet Information" an der Alpha-Phase teilnehmen.
Text-Quellen: netzpolitik taz
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 10.08.2011 15:29 Uhr
die sollen einfach http://retroshare.sf.net nehmen ...
Unter anderem hier stellt Daniel OpenLeaks nochmals relativ präzise vor. Es lohnt sich auch weitere tangierende Videos anzuschauen und Texte zu lesen. Ein sehr interessantes Projekt, wie ich finde. Edit: [URL="http://www.youtube.com/user/openl ...
Die Bereinigung soll in der Tat automatisiert erfolgen. ...
Schön. Sie könnten außerdem auf Projekte wie JonDoFox verlinken, so wird eine weitgehende Anonymisierung gewährt. @the Springer: Aus dieser News erschließt sich mir, dass die Dokumente nie im Besitz von OpenLeaks gelangen, somit auch nicht von ihnen bereinigt werden. ...
Hmm, eine Frage die sich mir bei diesem Projekt allerdings stellt: Wikileaks hat sich ja bei den Leaks generell bemüht vor der Weitergabe die Dokumente/Dateien von allem zu bereinigen das Rückschlüsse auf die Identität des Leakers zulässt, um ihm so ein gewisses Maß an "Sicherheit" garantieren zu k ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.